Auch beim "Meeraner Straßenfasching" 2016 waren unsere Auszubildenden mit dabei.

Berichte der Auszubildenden

Anna-Lena, Auszubildende 2. Lehrjahr
Jocelyn und Christian, Auszubildende 3. Lehrjahr

Nachdem wir unsere Ausbildung begonnen haben und einige Tage ins Land gingen, stellte sich uns die Frage, was denn eine "Verbundausbildung" ist. Um diese Unklarheit aus dem Weg zu schaffen, informierten wir uns über den Hintergrund einer solchen Ausbildung und können sie wie folgt erklären:
Die Verbundausbildung ist die Zusammenarbeit einzelner Betriebe in der Ausbildung. Sie unterstützen sich bei der praktischen Berufsausbildung gegenseitig.

Wir, die Auszubildenden der Stadt Meerane, erleben diese Verbundausbildung beim Abwasserzweckverband Götzenthal und bei der Städtischen Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Meerane mbH. Unsere Einsatzzeit erstreckt sich in beiden Betrieben auf 3–4 Wochen.
In der ersten Woche der Verbundausbildung lernen wir die Anlage sowie die Mitarbeiter und deren Aufgabenbereiche kennen, da die Strukturen im AZV und in der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft von der Struktur der Stadtverwaltung abweichen. So gibt es beispielsweise in beiden Betrieben eine/n Geschäftsführer/in, während die Stadtverwaltung vom Bürgermeister geleitet wird.

Nachdem dann irgendwann alle Namen und Aufgaben der Mitarbeiter sitzen, sind wir schon voll im täglichen Arbeitsablauf integriert. Der Ausbildungsschwerpunk liegt dabei in beiden Betrieben im Bereich der Buchführung. So können wir z.B. Rechnungen buchen und somit unser schulisches Wissen auf die Probe stellen.
Die Zeit der Ausbildung bei den Verbundpartnern ist abwechslungsreich und spannend. Man lernt andere Mitarbeiter kennen und fügt sich in ein neues Arbeitssystem ein.
Somit kann man sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen und über sich hinauswachsen.

    Städtische Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Meerane mbH  
     
   
   Abwasserzweckverband Götzenthal (AZV), Kläranlage Hainichen.

 

Stefanie, Nikolas und Enrico, Auszubildende 3. Ausbildungsjahr

Drei Jahre, eine lange Zeit möchte man meinen. Aber wir drei Auszubildenden aus dem dritten Lehrjahr sehen dies zum Ende unserer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten etwas anders. Drei Jahre, die vergangen sind wie im Fluge! Drei Jahre, in denen wir uns nicht nur eine Menge Wissen angeeignet haben, sondern auch in unserer Persönlichkeit gewachsen und gereift sind.
Als Auszubildender zum Verwaltungsfachangestellten durchläuft man viele Fachbereiche und Gebiete. Von finanzwirtschaftlichen Arbeiten mit Zahlen und Rechnungen, bis hin zum bürgernahen Einwohnermeldeamt oder der Polizeiabteilung, in der man nicht selten auf verärgerte Bürger trifft, ist alles dabei. Von der Arbeit mit Bürgerkontakt bis hin zur Arbeit im "stillen Kämmerlein", von kreativen und organisatorischen Aufgaben bis hin zum strengen Verwaltungshandeln ohne Ermessensspielraum.
Natürlich hat jeder Auszubildende seine persönlichen Vorlieben und auch Arbeiten, die ihm mal mehr und mal weniger gut liegen. Und auch die Kollegen, welche man in jedem Fachbereich und Einsatzort neu kennenlernt, sind die unterschiedlichsten Charaktere. Doch mit jedem Wechsel in einen anderen Bereich bekommt man neue Aufgaben, eine neue Chance, eine Möglichkeit, sich immer wieder neu zu beweisen und Herausforderungen anzunehmen.
Wir Azubis der Stadtverwaltung Meerane trafen auf viele freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter, welche uns bei Fragen und Problemen gern zur Seite standen. Beispielsweise bieten einige Fachbereiche während der Ausbildung und verstärkt in der Vorbereitungszeit zur mündlichen Prüfung die Möglichkeit, Prüfungssituationen mit uns Auszubildenden durchzuspielen. Das ist uns eine große Hilfe, um sowohl im Lernstoff als auch im Artikulieren sicherer zu werden. Wir sind sehr dankbar über diese Unterstützung, denn das ist keine Selbstverständlichkeit!

     
One of the most exciting highlights was our trip to London in June 2012. Together with our class of vocational school we spent five days in one of the most impressive metropolis in Europe. There we visited all popular attractions for example the Houses of Parliament, the London Eye or Madame Tussauds. We expanded our language skills and learned a lot about English mentality. And of course we had lots of fun with our classmates. Some of us even saw Queen Elisabeth II because she celebrated her 60 th throne jubilee.

Für uns steht eines fest: Die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten eröffnet uns auch in der Zukunft viele Möglichkeiten, uns weiter zu entwickeln, und viele Wege, die man einschlagen kann. Manche von uns werden ein Studium beginnen oder an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen. Es gibt immer einen Schritt nach vorn.  

 

Marie-Luise, Auszubildende 2. Ausbildungsjahr

Man kann fast sagen: Gerade erst mit der Ausbildung begonnen und schon wird man mit dem ersten großen Schritt der Ausbildung, der Zwischenprüfung, konfrontiert. Denn schon wenige Monate nach Ausbildungsbeginn geht es bereits um die Anmeldung zur Zwischenprüfung. Diese findet meist in der Mitte der Ausbildungszeit, bei uns also im zweiten Ausbildungsjahr, statt. In der Ausbildung zur/m Verwaltungsfachangestellten fällt dies meist auf den Dezember. Und irgendwie bekommt man schon ein erstes mulmiges Gefühl!

Das Wichtigste überhaupt ist, dass man rechtzeitig mit dem Lernen beginnt. Es gibt keine direkte Vorgabe, wann der richtige Zeitpunkt ist anzufangen, man muss sich in diesem Moment selbst einschätzen können. Von großer Bedeutung ist, dass man den Ehrgeiz und die Disziplin zum Lernen hat. Sollte man beim Lernen auch mal nicht weiter wissen, darf man nicht gleich in Panik geraten, denn sowohl auf Arbeit als auch in der Berufsschule erhält man Rat und Antworten um Fragen zu bewältigen.
Einige Wochen vor dem Termin erhält man eine Teilnahmebestätigung, die noch einmal für Unruhe sorgt und zeigt, dass es langsam ernst wird.
Vor dem Tag der Zwischenprüfung hat man meist bis zu zwei Wochen noch einmal Berufsschule. In dieser Zeit wird noch einmal intensiv der Prüfungsstoff geübt und wiederholt, um endgültig die letzten Fragen und Probleme zu lösen.
Am Tag der Prüfung spielt die Aufgeregung logischerweise eine große Rolle, aber man darf sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen. Konzentration ist das A und O!
Die Zwischenprüfung wird an einem Tag abgelegt und besteht aus drei verschiedenen Teilen, die jeweils eine Stunde in Anspruch nehmen und mit entsprechenden Pausen voneinander getrennt sind.
Nachdem das überstanden ist, macht sich Erleichterung erst einmal bei allen breit. Aber die Anspannung bleibt mit dem Warten auf die Ergebnisse bestehen.

Was jedoch allen sicher ein kleines bisschen Mut gemacht hat ist, dass man die Zwischenprüfung nicht bestehen muss, um die Ausbildung fortsetzen zu können. Die erreichte Note fließt nicht mit in die Abschlussnote ein, aber aus den erbrachten Leistungen sowie den entstandenen Noten können der Auszubildende selbst sowie die Ausbilder ablesen, ob das Ausbildungsziel bis zu diesem Zeitpunkt erreicht ist. Demnach sollte man die Zwischenprüfung ernst nehmen und so gut wie möglich meistern!

Christian und Jocelyn, Auszubildende 1. Ausbildungsjahr

Der 3. September 2012 war ein besonderer Tag für uns: Wir starteten unsere Ausbildung zum/zur Verwaltungsfachangestellten Kommunalverwaltung in der Stadtverwaltung Meerane.
Doch bis es soweit war, mussten wir einige Hürden nehmen. Alles begann mit unserer Bewerbung, die wir pünktlich (Bewerbungsende war der 30. November 2011) bei der Stadtverwaltung Meerane eingereicht hatten. Somit erhielt die Personalverwaltung einen ersten Eindruck von uns Bewerbern.
In eine ordentliche Bewerbungsmappe gehören Deckblatt, Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopie, Praktikumsbescheinigungen und eventuelle Urkunden/Zertifikate. Außerdem sollte man darauf achten, dass eine einheitliche Schriftart und -größe verwendet wird. Ein professionell gestaltetes Bewerbungsfoto trägt dazu bei, dass sich die Ausbilder ein besseres Bild machen können.
Nachdem wir unsere Bewerbungsunterlagen abgegeben hatten, warteten wir ganz gespannt auf einen Bescheid. Einige Zeit später erhielten wir eine Einladung zum Eignungstest in der Stadtverwaltung und fanden uns am 4. Januar 2012 gemeinsam mit allen ausgewählten Bewerbern im Konferenzraum des Neuen Rathauses ein. Informationen über das aktuelle politische Geschehen und Wissenswertes rund um die Stadt Meerane sammelten wir schon einige Wochen vorher.
Ein gutes Allgemeinwissen war Grundlage zum Bestehen des Eignungstests. Um einen angenehmen Eindruck zu machen, achteten wir außerdem auf angemessene Kleidung, ein freundliches Auftreten und natürlich auf Pünktlichkeit. Der zweite Schritt in Richtung Ausbildung war getan.
Die vier besten Bewerber aus den Eignungstests konnten sich dann über ein Bewerbungsgespräch mit dem Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer freuen. Auch darauf bereitete sich jeder individuell vor. Im Vorfeld informierten wir uns nochmals gründlich über die Stadt und die Verwaltung.
Eine knappe Woche nach diesem Gespräch bekam jeder Bewerber sein persönliches Ergebnis mitgeteilt.
Wir konnten uns freuen: Wir hatten uns gegen zahlreiche Bewerber durchgesetzt und unterschrieben einen Ausbildungsvertrag mit der Stadt Meerane.

Mit diesem kleinen Erfahrungsbericht und unseren Tipps hoffen wir nun, allen Bewerbern etwas helfen zu können und wünschen viel Erfolg im Bewerbungsmarathon.

     
Jocelyn war gemeinsam mit ihren Eltern zur Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages ins Neue Rathaus gekommen. Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer (re.) und Ausbildungsleiterin Desdemona Ulrich (li.) wünschten ihr viel Erfolg.   Auch Christian war mit seinen Eltern im Neuen Rathaus zu Gast. Er erhielt seinen Ausbildungsvertrag von Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer (re.) und Carmen Riedel vom Bereich Personalwesen (2.v.re.).

 

Melissa, Sarah und Tina, Auszubildende 3. Ausbildungsjahr

Schnell waren die drei Jahre Ausbildung vergangen, und wir standen vor der großen Herausforderung: unserer Abschlussprüfung. Im dritten Ausbildungsjahr besteht der Schwerpunkt der Ausbildung aus der Vermittlung von theoretischen Kenntnissen durch die Berufsschule und die dienstbegleitende Unterweisung, kurz „dbU“. Die praktische Ausbildung nimmt lediglich einen geringen Teil ein.
Zwischen der Berufsschulzeit und der dienstbegleitenden Unterweisung bestand für uns ebenso die Möglichkeit einer individuellen Prüfungsvorbereitungswoche. In dieser Woche konnten wir drei Azubis des dritten Ausbildungsjahres gemeinsam besondere Schwerpunkte setzen, welche wir dann besprochen haben und bei Fragen immer auf Hilfe der Mitarbeiter zurückgreifen konnten. Dabei legten wir besonderen Wert auf die Wiederholung der aufgetretenen Prüfungsthemen der letzten Jahre und testeten unseren Wissenstand daran.

Die überbetriebliche dienstbegleitende Unterweisung findet ausschließlich im dritten Ausbildungsjahr statt und ermöglicht uns Kenntnisse fallbezogen anzuwenden. Sie stellt damit eine intensive Prüfungsvorbereitung dar. Die Zeit in der „dbU“ ist in verschiedene Lernbereiche unterteilt, die sich über mehrere Tage erstrecken. In dieser Zeit werden bereits gelernte Sachverhalte aus der Berufsschule nochmals vertieft und am Beispiel genau erläutert. Unterrichtet werden wir von Dozenten, welche an Universitäten lehren, Juristen und Mitarbeitern aus verschiedenen Verwaltungen, sodass die Lerninhalte sehr praxisnah vermittelt werden.
Durch prüfungsähnliche Klausuren in den einzelnen Lernbereichen wurden alle relevanten Themen bzw. Sachverhalte abgefragt. Ungeklärtes konnte somit nochmals mit den Dozenten besprochen werden.

Neben der schriftlichen Abschlussprüfung müssen wir auch eine praktische Prüfung absolvieren. In dieser Prüfung wird ein Bürgergespräch oder ein Gespräch mit dem Vorgesetzten simuliert. Schwerpunkt dabei ist die Kommunikation zwischen uns als Mitarbeitern gegenüber dem Bürger bzw. unserem Vorgesetzten. Um uns auf dieses Gespräch vorzubereiten bestand während der „dbU“ an einigen Tagen die Möglichkeit mit unseren Dozenten solche Gespräche zu üben und gemeinsam mit der Klasse auszuwerten.

Nach intensiver Vorbereitung und vielem Lernen war es dann soweit. An vier Tagen mussten wir in Form von vier verschiedenen Prüfungen unser Wissen unter Beweis stellen. Den schriftlichen Prüfungen folgte drei Wochen später die praktische Prüfung.

Alles in allem waren die drei Jahre wie im Flug vorbei, und wir sind jetzt – nach den erfolgreich bestandenen Abschlussprüfungen – in verschiedenen Fachbereichen der Stadtverwaltung Meerane eingesetzt.

Am 13. Januar 2012 lud der Bürgermeister der Stadt Meerane, Professor Dr. Lothar Ungerer, zum Neujahrsempfang 2012 in den Werner-Bochmann-Saal der Stadthalle Meerane ein. Rund 550 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden sowie Meeraner Bürger waren in diesem Jahr der Einladung gefolgt. Im Mittelpunkt standen die Neujahrsansprache des Bürgermeisters und die Verleihung der Meeraner Bürgermedaille, dazu wurde den Gästen ein musikalisches Programm geboten. Im Kleinen Saal der Stadthalle klang der Abend mit vielen Begegnungen und Gesprächen aus.

Um für den reibungslosen Ablauf eines schönen unterhaltsamen Abends zu sorgen, ist eine langfristige Organisation nötig. Im Fachbereich Hauptverwaltung wird ein großer Teil der Veranstaltung organisiert, viele Fäden laufen hier zusammen, und auch wir Azubis sind bereits im Vorfeld in die Arbeit eingebunden. Manchmal gehören da auch Stress und Hektik dazu.
Zu unseren selbstständigen Aufgaben zählen: in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen die Adressen für die Einladungen aktualisieren, Etiketten drucken und die Einladungen versandfertig machen. Bei 730 eingeladenen Personen fällt es schwer, immer den Überblick zu behalten. Umso wichtiger ist es, als Azubi Verantwortung zu übernehmen und gewissenhaft seine Aufgaben zu erfüllen. Nichts ist peinlicher, als wichtige Personen doppelt oder vielleicht mit einem falsch geschriebenen Namen einzuladen.

Am Morgen des Neujahrsempfangs geht es bereits um 8 Uhr mit den Vorbereitungen im Kleinen Saal der Stadthalle los: Wir helfen die rund 400 Gläser auf Hochglanz zu polieren und dekorativ auf der langen Tafel aufzustellen. Die Theke wird mit Getränken bestückt und dem Saal wird der letzte Schliff gegeben. Bis Mittag ist also viel zu tun.
Nachdem am Nachmittag noch manch einer zu Hause die Ruhe vor dem Sturm genießt, beginnt für die ersten Azubis um 16.30 Uhr der Einsatz: 1.800 belegte Schnittchen, sogenannte Canapés, müssen mit dem Dienstwagen zur Stadthalle gefahren werden. Wertvolle Fracht, denn hunderte Gäste sollen nach dem Programm beköstigt werden.

Für die anderen Auszubildenden und viele Mitarbeiter beginnt der Einsatz gegen 17.45 Uhr, da bereits 18 Uhr die Türen der Stadthalle für die Gäste geöffnet werden.
Im Vorfeld wurden wir durch einen kleinen Dienstplan in Gruppen eingeteilt: Zwei Azubis helfen zum Beispiel der Sekretärin des Bürgermeisters, dessen Amtskollegen zu empfangen und wichtige Gäste an ihre Plätze zu begleiten. Eines ist sicher: Wichtige Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft zu begrüßen ist ganz schön aufregend und interessant!
Andere Azubis sind wiederum für die Verteilung des Programms zuständig oder kümmern sich hinter der Bühne um die Verpflegung der Künstler, die den musikalischen Teil des Abends bestreiten.

Noch vor Ende des Programms begeben wir uns zusammen mit weiteren Mitarbeitern der Verwaltung in den Kleinen Saal, um die Gläser mit Getränken zu füllen. Wenig später, gegen 21 Uhr, kommen auch die Gäste aus dem Werner-Bochmann-Saal in den Kleinen Saal, wo nun das Buffet und die Getränke fertig vorbereitet sind.
Jetzt wird es für unser Team wirklich aufregend: Mit größter Vorsicht müssen die Tabletts mit Gläsern – gefüllt mit Wasser, Saft und Wein – getragen werden. Den Gästen werden die Getränke angeboten, leere Gläser werden eingesammelt und vorsichtig zurück in den Thekenbereich getragen. Dort werden die Gläser aufgewaschen und poliert, um erneut gefüllt zu werden… Und das alles bei einem Saal voller Gäste, die zum Teil sehr dicht gedrängt stehen – keine leichte Sache!
Aber trotz aller Arbeit und Hektik - auch der Spaß zwischen uns Azubis kommt nicht zu kurz! Und auch wenn dieser 13. Januar ein Freitag ist - alles läuft prima!

Der Neujahrsempfang ist für uns eine willkommene Abwechslung zur Tätigkeit in der Verwaltung und Schule, denn einen solch großen Abend mit vorbereiten zu dürfen und im Team zu arbeiten macht sehr viel Spaß.

Vielleicht bist du nächstes Jahr auch mit dabei?

Mitarbeiter und Auszubildende, die beim Neujahrsempfang 2012 im Einsatz waren, gemeinsam mit Bürgermeister Professor Dr. Ungerer (3.v.r.)

Stefanie, Auszubildende 2. Ausbildungsjahr

Kaum ist das erste Jahr vorbei, dreht sich bei uns schon längst nichts mehr um die Aufregung der ersten Tage. Von den Fachbereichen und Referaten der Stadt Meerane in- und außerhalb des Neuen Rathauses habe ich bereits fast alle durchlaufen - die Namen der Mitarbeiter sitzen, das Telefonieren ist kein Problem mehr und im Schriftverkehr werde ich immer sicherer. Sogar unsere dicke Gesetzessammlung, die Vorschriftensammlung für die Verwaltung in Sachsen (VSV), ist nicht wie befürchtet mein Feind, sondern eine große Hilfe geworden.

Es ist kaum zu glauben, wie schnell das erste Jahr vorbei ist - schon stecken wir in den Vorbereitungen für die Zwischenprüfung. Zwar benötigen wir eine gute Organisation und viel Fleiß, um neben der Arbeit auch das Pensum an Lernstoff aufzuarbeiten, doch auch hier stehen uns hilfsbereite Mitarbeiter für jede noch so kleine oder große Frage zur Verfügung. So wurde mir es in meinem Einsatz im Rechtsreferat ermöglicht, drei Sondertage im Fachbereich Finanzen zu durchlaufen, um auch die letzten offenen Fragen vor der Zwischenprüfung zum Thema Haushalt zu beseitigen. Wie du siehst, sind wir schon fleißig am Lernen, aber bei Problemen und Fragen nie allein!

Wir Azubis der Stadt Meerane unterstützen uns nicht nur auf Arbeit und in der Schule, sondern haben auch ein freundschaftliches Verhältnis. Bei regelmäßigen Azubi-Treffen besprechen wir gemeinsam mit unserer Ausbildungsleiterin Frau Ulrich organisatorische Dinge, planen Projekte - wie unser alljährliches Weihnachtsrätsel für die Meeraner Zeitung - und lösen Probleme.

Wenn du Lust hast, ein Teil von einem super Team zu werden, dann bist du mit einer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Meerane genau richtig!

Wir freuen uns schon auf dich!

Marie-Luise, Auszubildende 1. Ausbildungsjahr

Am 1. September 2011 war es soweit: Der erste Tag meiner Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten stand bevor, und ich war wirklich sehr aufgeregt. Bevor es überhaupt los ging kamen Fragen auf, z.B.: Ist es tatsächlich der richtige Beruf? Bin ich dem Leistungsdruck, der auf mich zukommen wird, wirklich gewachsen? Sind die Mitarbeiter auch so freundlich wie nach dem ersten Eindruck? Das alles sind Fragen, die sich aber spätestens nach einigen Wochen in Luft aufgelöst hatten.

Mein Start in die Ausbildung verlief ganz gut, und es waren alle so freundlich, dass ein Teil der Aufregung nach den ersten Stunden schon verflogen war.

Der erste Tag ist aber noch kein wirklich richtiger Arbeitstag, sondern eher ein Einführungstag in die Stadtverwaltung, um sozusagen reinschnuppern zu können bzw. um alles kennen zu lernen. Ich erhielt zum Anfang eine große Anzahl von Informationen von der Ausbildungsleiterin, was zunächst wirklich so viel auf einmal war, dass ich mir das gar nicht alles merken konnte, was aber auch niemand sofort verlangt hatte.

Zum zweiten Teil des Tages gehörte ein Rundgang durch das Haus, bei dem alle Fachbereiche und Referate kurz vorgestellt wurden und natürlich auch die einzelnen Mitarbeiter. Nach der Hälfte schon dachte ich: „Hilfe, wie soll ich mir die ganzen Namen nur merken?“. Aber da kann ich jetzt nur sagen: Mit der Zeit lernt man alles, und wenn man doch mal nicht weiter weiß, helfen die Mitarbeiter gern weiter.

Als der erste Tag vorbei war, ging es dann nun richtig los: Zwei Wochen im Büro des Bürgermeisters. Diese ersten beiden Wochen waren alles andere als einfach. Man ist wirklich sofort eingebunden in alle Aufgabenbereiche, und da ich mich natürlich bemüht habe, alles richtig zu machen, war der Stress hier sehr hoch. In der zweiten Woche konnte ich dann schon die Erfahrung machen, dass es besser ist, Probleme schnell anzusprechen. Man wird nicht allein gelassen und erhält die Unterstützung, die man braucht.

In den darauf folgenden Wochen war ich in der Hauptverwaltung, und es wurde von Tag zu Tag besser und machte langsam richtig viel Spaß Neues zu lernen. Denn dafür macht man ja eine Ausbildung.

Jocelyn & Christian, Auszubildende 2. Lehrjahr

22. September 2013, 08:00 Uhr: Dienstbeginn - Unser 1. Einsatz bei einer Wahl in zweierlei Hinsicht, zum einen als Wahlhelfer und zum anderen als Erstwähler.
Um die ersten Vorbereitungen zu treffen, trafen wir uns bereits um 07:45 Uhr in den einzelnen Wahllokalen. Die frühesten Wähler statteten uns bereits kurz nach 08:00 Uhr einen Besuch ab. Um die Rechtswidrigkeit der Wahl auszuschließen, muss der jeweils erste Wähler mit seiner Unterschrift bestätigen, dass die Wahlurne leer ist, bevor diese versiegelt wird. Anschließend ging alles seinen geregelten Ablauf: Der Wähler gab seine Wahlbenachrichtigungskarte ab, wurde im Wählerverzeichnis gesucht und bekam seinen Stimmzettel. Mit diesem ging er in die Wahlkabine, um dort seine Stimme abzugeben. (Foto rechts)

Nachdem beide Kreuze gesetzt wurden, konnte der Stimmzettel in der Urne abgegeben werden.
Unsere Aufgabe bestand hauptsächlich darin, dem Wähler diese Abgabe zu ermöglichen.

13:00 Uhr wurde die erste Schicht von vier anderen Wahlhelfern abgelöst, die die Aufgaben der Vormittagsschicht übernahmen.

Als 18:00 Uhr die Wahllokale geschlossen wurden, begann der spannendste Teil der Wahl: Das Auszählen der Stimmen. Dafür wurde jede helfende Hand benötigt, sodass auch die Frühschicht erneut anwesend war.
Die Auszählung selbst erfolgte in mehreren Schritten. Zuerst wurden jene Stimmen ausgezählt, bei denen Abgeordneter und Partei übereinstimmten. Nun wurde es etwas schwieriger. Es musste die Erststimme getrennt von der Zweitstimme, und andersherum, ausgezählt werden. (Foto links)


Nachdem dies abgeschlossen war, kam es zum Zusammenzählen der Stimmen. Nach mehrmaliger Überprüfung der Gesamtsummen konnten wir die Schnellmeldung an die Stadtverwaltung weitergeben.

Als wir das OK erhielten, konnten wir nun alle Stimmzettel in die dafür vorgesehenen Umschläge stecken. Diese wurden versiegelt und für den Transport in die Stadtverwaltung fertig gemacht.

20:30 Uhr: Dienstende - Ein spannender und informativer Tag neigte sich dem Ende zu...

 

Sechs Auszubildende berichten

Dass die Ausbildung in der Stadtverwaltung Meerane abwechslungsreich wird, war uns allen vorher klar. Wir durchlaufen alle Bereiche der Verwaltung, drücken fleißig die Schulbank und bekommen so einen umfassenden Einblick in die kommunale Verwaltung. Doch die Ausbildung hält noch viel mehr bereit.
Bei einer dreitägigen Bildungsreise, die von der Berufsschule organisiert wurde und uns im Oktober nach Berlin führte, hatten einige von uns beispielsweise Gelegenheit, die Schauplätze der Bundespolitik zu entdecken. Wir besuchten das Staatsministerium für Verteidigung, den Bundestag, das Bundeskanzleramt und die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Bei einer Stadtrundfahrt und anschließender Freizeit konnten wir dann die Hauptstadt unsicher machen.
Auch bei der Mitarbeiterausfahrt der Stadtverwaltung waren wir dabei. Die Fahrt ging nach Leipzig, wo wir zuerst das zeitgeschichtliche Forum besuchten und dann an einer Studiotour beim MDR teilnahmen. Beim gemeinsamen Mittagessen kamen wir mit Mitarbeitern ins Gespräch und erlebten einen interessanten Tag.
Um den Zusammenhalt unter den Auszubildenden zu stärken und „die Neuen“ einmal vorzustellen, fand beispielsweise eine kleine Weihnachtsfeier statt, bei der wir fernab des Arbeitsplatzes Gelegenheit hatten, uns besser kennenzulernen und unsere bisherigen Erfahrungen auszutauschen. In gemütlicher Runde verbrachten wir einen gemeinsamen Abend auf der Bowlingbahn.
Ein besonderes Highlight war der Straßenfasching im Januar, bei dem wir als Azubis an vorderster Front dabei sein durften. Als Radläufer oder auf dem Wagen waren wir mitten im Geschehen. Und so konnten wir das bunte Treiben miterleben, Bonbons verteilen und mit den Meeraner Bürgern und vielen anderen Faschingsbegeisterten feiern.
Es zeigt sich: eine Ausbildung bei der Stadtverwaltung Meerane ist viel mehr als nur Schreibtischarbeit oder Schule. Wir werden in alle Aktivitäten mit einbezogen und bekommen die Gelegenheit uns an vielen Stellen zu beweisen.

     
 Das Bundeskanzleramt in Berlin.    Plenarsaal des Bundestages.
     
 Ganz vorn dabei zum 22. Meeraner Straßenfasching am 24. Januar 2015.    Die Auszubildenden unterstützten den Umzugswagen der Stadtverwaltung Meerane
   
   In gemütlicher Runde beim Bowling.

 

Die Auszubildenden im 2. Lehrjahr berichten

Am 7. Oktober starteten wir um 08:15 Uhr unsere Mitarbeiterausfahrt ins Erzgebirge. Unser erstes Ziel war das Wasserwerk in Burkersdorf. In einer kurzen Begrüßung erfuhren wir, welchen Weg das Trinkwasser zurücklegt, bevor es zu uns in den Haushalt gelangt. Bei einer Kostprobe konnten wir uns von der Qualität des Wassers überzeugen und stellten fest, dass man nicht immer Wasser aus dem Supermarkt kaufen muss.
Es folgte eine Besichtigung auf dem Gelände, bei der wir Einblicke in die Trinkwasseraufbereitung bekamen. Nach den vielen Informationen hatten wir uns eine kurze Pause an der Talsperre Eibenstock verdient. Dort genossen wir die schöne Aussicht auf die Gebirgslandschaft.
Im Anschluss war es an der Zeit, einen „Happen zu essen“ und die leeren Mägen zu füllen. Aufgrund von Missverständnissen mit der für den Mittag geplanten Gaststätte standen wir jedoch vor einer versperrten Zufahrt. Nun musste schnell eine Alternative gefunden werden. Wir setzten unsere Reise fort, bis uns unser Weg in die Tschechische Republik führte, wo sich jeder kurzfristig selbst versorgen konnte.
Dann ging es weiter in Richtung Burg Stein in Hartenstein. Dort wurden wir durch die historische Burganlage geführt und bekamen mittelalterliche Waffen und Folterwerkzeuge zu sehen. Der Museumsmitarbeiter wusste allerlei spannende Geschichten zu berichten und gab uns damit interessante Einblicke in das Leben von damals. Nach einem gemeinsamen Gruppenbild ließen wir den Ausflug bei Kaffee und Kuchen im Romantikhotel Waldidyll ausklingen. Anschließend reisten wir wieder zurück nach Meerane. Auch wenn uns an diesem Tag das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte, war es ein schöner Ausflug, der uns die Gelegenheit gab, mit unseren Kollegen einmal abseits des Arbeitsalltages ins Gespräch zu kommen.

     

 

Amy und Anna-Lena, Auszubildende 3. Ausbildungsjahr

Neben dem praktischen Teil der Ausbildung in der Stadtverwaltung Meerane sowie dem theoretischen Berufsschulkomplex in Zwickau erwartet jeden Auszubildenden im 3. Ausbildungsjahr die sogenannte dienstbegleitende Unterweisung, welche am Studieninstitut in Chemnitz stattfindet.
Aber was steckt eigentlich hinter dem Begriff „dienstbegleitende Unterweisung (dbU)“? Wir wollen es erklären:
In den letzten 10 Wochen vor der Prüfung findet die dbU statt, welche nochmals viel Fleiß, Disziplin und Durchhaltevermögen erfordert, da gerade die Zeit vor der Prüfung für uns Auszubildende von besonders großer Bedeutung ist.
Aber keine Angst, die Anstrengung lohnt sich, da die dbU bestens auf die Abschlussprüfung vorbereitet, sodass man diese danach auch mit einem guten Gefühl bestreiten kann.

Die dienstbegleitende Unterweisung ist ähnlich wie der Berufsschulunterricht, nur das hier die Arbeit mit dem Gesetz und die Rechtsanwendung an erster Stelle stehen. Das heißt, hier geht es nicht um ein Auswendiglernen, sondern der Umgang mit dem Gesetz für die Falllösung hat Priorität. Daher stehen Prüfschritte und Prüfreihenfolgen im Mittelpunkt.
Zum einen werden hier noch einmal Themen aus der Berufsschule wiederholt und zum anderen auch neue Themengebiete behandelt. Nachdem ein Themengebiet (beispielsweise Polizeirecht, Gewerberecht, Baurecht, Kommunalrecht, Haushalt- und Kassenwesen, Betriebswirtschaftslehre) von einem Dozenten, der aus diesem entsprechenden Bereich in der Verwaltung stammt, behandelt wurde, folgt eine Klausur.
Die Klausuren dauern in der Regel 120 Minuten und umfassen einen Themenkomplex. Hier kann der Auszubildende überprüfen, ob er mit der Zeit gut zurechtkommt und wo eventuell noch Defizite bestehen. Die Klausuren schaffen schon ein wenig Prüfungsflair und sind auch sehr prüfungsrelevant aufgebaut. Sie wirken sich jedoch nicht auf das Ergebnis aus und werden nicht als Teilnote oder ähnliches gewertet, sie dienen ausschließlich der Übung!
Man sollte diese Klausuren aber trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn sie sind eine hervorragende Prüfungsvorbereitung.

In einer Klasse sind rund 30 Schüler aus ganz verschiedenen Verwaltungen. Bei so vielen Schülern kann es schon mal schwer fallen, sich 8 Stunden am Tag auf einen Themenkomplex zu konzentrieren, und trotzdem schaffen es die Dozenten, die Mitarbeit von allen Schülern durch konsequente Nachfragen und Aufgaben zu gewinnen. Der Unterricht ist auch deswegen ziemlich abwechslungsreich gestaltet, weil hier eine gute Mischung zwischen der Fallbearbeitung mit dem Gesetz und dem Zuhören und Mitschreiben gegeben ist. Der Unterschied zur Berufsschule ist der, dass hier die Rechtsanwendung und die intensive Prüfungsvorbereitung den Vorrang haben. Durch die verschiedenen Fallvariationen und Fallanwendungen prägt sich der doch relativ trockene Stoff auch viel besser ein.
Abschließend können wir sagen, dass die dbU eine wirklich gute Vorbereitung auf die Abschlussprüfung war und uns die Angst davor genommen wurde. Hier fand eine wirklich tolle Prüfungsvorbereitung statt!

 Dusty-Nicolá, Auszubildender 3. Ausbildungsjahr

Die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten zeichnet sich durch eine Vielfalt von unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern aus. Aber was stellt man sich darunter vor?

Es ist nicht nur die Beschäftigung hinter dem Schreibtisch mit viel Papier, wie manch einer glauben wird. Auch außerhalb von Büro und Verwaltungsgebäude warten interessante Tätigkeiten auf den Verwaltungsfachangestellten. So führte mich beispielsweise meine Ausbildung zur Präsentation des Berufsbildes auf der Berufsmesse am 29.10.2016 in der Internationalen Oberschule Meerane.
Nicht nur die Präsentation, auch die Organisation im Vorfeld stellte schon eine Herausforderung dar. So mussten diverse Werbeartikel beschafft, Plakate überarbeitet, Flyer erstellt und ansprechend gestaltet werden. Ein hohes Maß an Selbstorganisation und Verantwortung gingen mit den Aufgaben einher.
Nach der Vorbereitung stand der Präsentation auf der Berufsmesse nichts mehr im Wege. Dort haben sich viele Unternehmen vorgestellt und über ihre Tätigkeitsbereiche und Ziele der Ausbildung informiert. So wurden den Schülern Ideen für die berufliche Orientierung mitgegeben.
Mittendrin auch die Stadtverwaltung Meerane, vertreten durch unsere Ausbilderin Frau Ulrich und mich als Auszubildenden. Meine Hauptaufgabe bestand darin, den Schülern und deren Eltern die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten etwas näher zu bringen.
Es bereitete viel Spaß, den Besuchern etwas über den Beruf und auch von eigenen persönlichen Erfahrungen meiner bisherigen Ausbildungszeit zu berichten. Aus einem Monolog entwickelte sich schnell ein Dialog, bei dem ich viele kluge Fragen von interessierten Schülern gestellt bekam.
Abschließend war die Vorstellung unseres Berufsbildes als voller Erfolg zu betrachten.
Für mich selbst konnte ich neue Fähigkeiten in der Organisation, Kommunikation und Präsentation entwickeln. Und vielleicht waren ja auch ein paar künftige Kolleginnen und Kollegen unter den Schülern?

Stefanie, Auszubildende 3. Ausbildungsjahr

Die dreijährige Ausbildung zur/zum Verwaltungsfachangestellten ist erst der Anfang einer vielversprechenden Karriere. Die Stadtverwaltung Meerane bietet ihren Auszubildenden vielfältige Möglichkeiten für den Berufseinstieg und Aufstiegschancen. Nicht zuletzt aufgrund von Weiterbildungen wird im Anschluss an die Ausbildung der Weg für eine Karriere in der Kommunalverwaltung geebnet. Viele unserer früheren Auszubildenden haben diese Gelegenheiten genutzt und damit Zusatzqualifikationen erworben, die ihnen beruflich Tür und Tor öffnen.

Bereits am Ende der Ausbildung bietet sich für einige Auszubildende die Chance, an ihr erworbenes Wissen anzuknüpfen. Wer eine besonders gute Prüfungsleistung erreicht, bekommt zusammen mit dem Zeugnis das Angebot eines Stipendiums überreicht. Damit kann man dann berufsbegleitend beispielsweise den Titel Diplom Verwaltungsbetriebswirt (VWA) erwerben. Das Studium vertieft die theoretischen Kenntnisse aus der Ausbildung und ermöglicht es den Studierenden, anschließend höhere Positionen in der Verwaltungsstruktur einzunehmen.

Monique Schubert beendete ihre Ausbildung bereits 2011. Im Anschluss nahm die engagierte junge Frau das Studium zum Diplom Verwaltungs-Betriebswirt (VWA) über die Sächsische Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Angriff und beendete es mit Erfolg. Nun ist sie als Dezernentin der Allgemeinen Verwaltung tätig und übernimmt ein hohes Maß an Verantwortung. Ihr untersteht damit nicht nur die Hauptverwaltung, sondern ebenso der Fachbereich Kultur mit der Stadtbibliothek und der Stadthalle sowie der Fachbereich Schulen und das Meeraner Heimatmuseum. In ihrem beruflichen Alltag greift sie häufig auf das Wissen aus ihrem Studium zurück. So profitiert sie vor allem in den Bereichen Kommunalrecht und Personalrecht, aber auch in der Führungspolitik von ihrem dreijährigen Studium.

Gemeinsam mit Frau Schubert absolvierte auch Frau Sarah Tautz das Studium zum Diplom Verwaltungs-Betriebswirt (VWA) neben dem Beruf. Sie ist nun im Dezernat Finanzen, Sachgebiet Steuern, Controlling, Beteiligungsmanagement eingesetzt und nutzt die Kenntnisse aus dem Studium vielfältig in ihrem Berufsleben.

Christian Köhler, der jetzt im Dezernat Finanzen, Sachgebiet Liegenschaften eingesetzt ist, beendete 2015 erfolgreich seine Ausbildung und erhielt eines der begehrten Stipendien. Damit begann er im Herbst 2016 sein berufsbegleitendes Studium zum Diplom Informatik-Verwaltungs-Betriebswirt (VWA) und blickt erwartungsvoll in seine berufliche Zukunft.

Neben diesen drei Mitarbeitern nutzten schon viele andere junge Kollegen die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten, bei denen sie durch die Stadtverwaltung Meerane jederzeit Unterstützung fanden.

     

Monique Schubert (Bild links) und Sarah Tautz haben im Anschluss an ihre Ausbildung in der Stadtverwaltung Meerane erfolgreich ein Studium zum Diplom Verwaltungs-Betriebswirt (VWA) absolviert.

 

Stefanie, Auszubildende 2. Ausbildungsjahr

Unsere Ausbildung bietet entgegen der einen oder anderen Erwartung eine Menge Abwechslung sowie einen vielfältigen Einsatz in verschiedensten Bereichen. Im zweiten Ausbildungsjahr durfte ich einige Wochen im Landratsamt verbringen, dort wurde ich im Sozialamt eingesetzt. Dadurch bekam ich einen Einblick in verschiedene Bereiche, wie zum Beispiel die Eingliederungshilfe, die Hilfe zur Pflege und die Erstattung von Bestattungskosten.
Die „Eingliederungshilfe“ bietet Menschen mit Behinderung sowie denen, die von einer Behinderung bedroht sind, die Möglichkeit, deren Folgen zu mildern und eine Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Die Abteilung „Hilfe zur Pflege“ unterstützt pflegebedürftige Menschen, die den notwendigen Pflegeaufwand nicht aus eigenen Mitteln sicherstellen können.
Nach einer kurzen Vorstellung des Bereiches und einer Einweisung ging es auch schon los. Meine erste Aufgabe war das Buchen der Rechnungen der Fahrdienste, die die Kinder zur Ferienbetreuung brachten. Später durfte ich sogar Anträge auf ambulante Frühförderung bearbeiten, d. h. eine entsprechende Akte anlegen, prüfen, ob die Voraussetzungen für eine solche Förderung erfüllt sind, eine Verfügung verfassen, in der die Entscheidung begründet wird, und den daraus hervorgehenden Bescheid vorbereiten. Jeder Fall war individuell, verlangte neue Herangehensweisen und brachte neue Sichtweisen mit sich. In der Abteilung Hilfe zur Pflege durfte ich ebenfalls Anträge bearbeiten, diesmal jedoch auf stationäre Pflege. Ich schrieb Verfügungen und bereitete Bescheide vor. Anschließend buchte ich die Rechnungen der Pflegedienste und kontrollierte die erbrachten Leistungen mit den im Bescheid genehmigten Leistungen. Die Erstattung von Bestattungskosten war ein interessantes Gebiet, da man sich wohl eher selten damit befasst. Ich wurde mit Erbschaften und der Bestattungspflicht vertraut gemacht und durfte natürlich auch hier wieder Anträge bearbeiten. Die Zeit im Sozialamt bot mir viele neue Einblicke, sowohl für den Beruf, wie auch fürs Leben.