Kontrovers vor Ort: „Das Zeitalter der Desinformation. Wie Algorithmen, KI und Desinformationskampagnen die politische Mobilisierung verändern“ mit Dr. Felix Schilk

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kontrovers vor Ort“ findet am 10. März 2026 um 19:00 Uhr im Neobarocken Postgebäude in Meerane ein Vortrag mit anschließender Diskussion mit Dr. Felix Schilk unter dem Titel „Das Zeitalter der Desinformation. Wie Algorithmen, KI und Desinformationskampagnen die politische Mobilisierung verändern“ statt.

Die Partnerschaft für Demokratie Meerane informiert darüber, was die Gäste bei der Veranstaltung erwartet: Bei Desinformation handelt es sich um Informationen, die bewusst verbreitet werden, um Menschen und die Öffentlichkeit zu täuschen. Vor allem rechtsextreme Medien und Parteien setzen Desinformation seit vielen Jahren strategisch ein, um politische Gegner zu diffamieren und Debattenräume zu besetzen. Dabei treffen sie oft auf bereitwillige Multiplikatoren, die sie bei der Verbreitung unterstützen. Im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf wurden Desinformationen genutzt, um systematisch Misstrauen in die Zuverlässigkeit des Wahlprozesses zu erzeugen. Die russischen Staats- und Propagandamedien fluten die Sozialen Netzwerke seit Beginn der Vollinvasion in der Ukraine verstärkt mit Erzählungen, die gesellschaftliche Polarisierung anheizen, Konflikte instrumentalisieren und den Glauben an Verschwörungserzählungen verstärken. Im Vortrag werden die Mechanismen von derartigen Desinformationskampagnen analysiert und diskutiert, wie demokratische Gesellschaften mit dieser Herausforderung umgehen können. Der Referent Dr. Felix Schilk, geboren in Freiberg, ist Soziologe an der Universität Tübingen und beschäftigt sich mit den Arbeitsschwerpunkten Politische Soziologie, Rechtsextremismus, Antisemitismus und Verschwörungstheorien.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltungsreihe „Kontrovers vor Ort“ wird von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung durchgeführt und vor Ort von der Partnerschaft für Demokratie als Kooperationspartner unterstützt.