Wunschgroßeltern: Ein Projekt verbindet Generationen
Vor knapp zwei Jahren startete die Stadt Meerane das Projekt „Wunschgroßeltern“ unter der Leitung der Seniorenbeauftragen Denise Schinzel.
Bei dem Projekt sollen Kontakte zwischen Jung und Alt gefördert werden, vor allem für Familien, bei denen die Großeltern weit weg wohnen oder nicht greifbar sind. Gleiches gilt für Senioren, die keine Kinder und Enkelkinder (in der Nähe) haben. Seit dem Start fanden bereits einige Termine statt, bei denen zunächst passende Familien- Großeltern-Paare gesucht und gemeinsame Kennenlern-Treffen auf neutralem Boden organisiert wurden. Aus diesen Terminen gingen bereits mehrere Wunschgroßeltern-Familien-Paare hervor.
Im Rahmen eines kurzen Interviews haben Wunschoma Heike Friedrich und Familie Häring/Eckard ihre Erfahrungen mit dem Projekt „Wunschgroßeltern“ geschildert. Die Beteiligten wurden auf unterschiedlichen Wegen auf das Projekt aufmerksam: durch einen Artikel im Meeraner Amtsblatt, über Bekannte sowie durch Informationen bei der Stadtverwaltung. Die Motivation war auf beiden Seiten groß: Die Wunschoma wollte mit Kindern die Welt neu entdecken und neue Kontakte knüpfen, während die Familie sich schöne gemeinsame Momente und eine Bereicherung für ihre drei Kinder erhoffte.
Heute ist Wunschoma Heike ein- bis zweimal wöchentlich in den Familienalltag eingebunden. Die gemeinsame Zeit wird vielfältig gestaltet, beispielsweise mit Spielen, Backen, Ausflügen und Aktivitäten in der Natur. Besonders schätzen alle die gemeinsame Freude und die wertvollen Begegnungen zwischen den Generationen. Ursprünglich wurde nur ein „Einzelkind“ seitens der Wunschoma erwartet, doch schnell entwickelte sich eine enge Beziehung zu allen drei Kindern. Für beide Seiten ist das Projekt eine große Bereicherung. Die Wunschoma erlebt mehr Abwechslung im Alltag, während die Familie zugleich eine spürbare Entlastung erfährt. Besonders in Erinnerung bleiben kleine, herzliche Momente wie spontane Umarmungen oder die große Freude der Kinder bei gemeinsamen Treffen.
Für alle Beteiligten steht fest, dass das Projekt eine wertvolle Bereicherung ist. Ihr gemeinsames Fazit lautet: „Einfach ausprobieren – es lohnt sich für alle“.
Das Projekt „Wunschgroßeltern“ lebt vom Engagement der Menschen vor Ort und freut sich jederzeit über weitere Interessierte. Wer Freude an der Beschäftigung mit Kindern hat, offen für neue Kontakte und gemeinsame Erlebnisse ist, für den könnte dieses Projekt genau das Richtige sein. Mögliche Aufgaben sind gemeinsames Spielen oder Basteln, Vorlesen, Spielplatzbesuche oder vieles mehr. Die Vermittlung zwischen Familien und Wunschgroßeltern erfolgt passend zu den jeweiligen Vorstellungen und Wünschen, wobei zunächst ein gegenseitiges Kennenlerntreffen auf neutralem Boden organisiert wird.
Interessierte Seniorinnen und Senioren können sich jederzeit bei der Seniorenbeauftragten der Stadt Meerane, Denise Schinzel melden:
Telefon: 03764/54227
E-Mail: seniorenbeauftragung-meerane@gmx.de