Mit Herzblut fürs Archiv: Glückwünsche zur erfolgreichen Weiterbildung an Jens Menge
Zwischen historischen Dokumenten, Büchern, Akten und Bauplänen hat Jens Menge seinen Traumberuf gefunden. Nun hat er seine zweijährige Weiterbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Archiv erfolgreich abgeschlossen. Am 19. Mai 2026 nahm er sein Ausbildungszeugnis von Bürgermeister Jörg Schmeißer entgegen, verbunden mit herzlichen Glückwünschen. Der Gratulation schlossen sich auch Elly Glotz, Sachgebietsleiterin Zentraler Service, sowie Berit Eiselt, Sachgebietsleiterin Personalwesen, an.
Sein Berufsleben begann Jens Menge im Jahr 1987 als Instandhaltungsmechaniker in der Meeraner Weinbrennerei. 1990 wechselte er zur Stadtverwaltung Meerane, wo er zunächst im Städtischen Werkhof tätig war. Ab 1998 erfolgte der Wechsel in die „innere“ Verwaltung. Dort qualifizierte er sich zunächst zum Verwaltungsfachangestellten und später zum Verwaltungsfachwirt weiter. Besonders zeichnet ihn seine Bereitschaft aus, sich neuen Herausforderungen zu stellen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Ich habe mich immer den anstehenden Aufgaben angepasst“, sagte Jens Menge. Seit 2018 betreut er das Archiv der Stadt Meerane und ist damit verantwortlich für die zentrale Aufbewahrungsstelle für abgeschlossenes, im Verwaltungsalltag jedoch nicht mehr benötigtes Dienst- und Schriftgut der Stadtverwaltung Meerane. Als er diese Aufgabe übernahm, lag noch viel Arbeit vor ihm, wie er im Gespräch berichtete. Schritt für Schritt arbeitete er sich voran und schuf Ordnung in der Vielzahl historischer Unterlagen, die bis etwa ins Jahr 1850 zurückreichen und einen Umfang von rund 1.000 laufenden Regalmetern umfassen. Mit der Umstellung auf eine „papierlose“ Verwaltung stehen bereits neue Herausforderungen bevor: Künftig werden anfallende Akten elektronisch archiviert.
Das berufsbegleitende Weiterbildungsprogramm an der Fachhochschule Potsdam zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung Archiv vermittelte ihm zusätzlich fundiertes und praxisnahes Wissen für den Umgang mit Archivgut. Im Rahmen der Weiterbildung fanden zudem Exkursionen in Archive in Potsdam und Berlin statt. Dabei erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Archivarbeit im Wandel der Zeit. „Nochmal die Schulbank zu drücken, war ungewohnt und herausfordernd, aber gleichzeitig auch bereichernd“, so Jens Menge und er betonte: „Bildung bringt immer etwas, das gilt für alle Menschen und für jedes Alter!“
Die Arbeit im Archiv war für Jens Menge schon lange sein Wunschberuf. „Etwas zu suchen – und schließlich auch zu finden – ist spannend. Außerdem liegt mir die Arbeit mit Fakten“, berichtete er. Den Wechsel ins Archiv hat er nie bereut. Dabei ist die Tätigkeit weit weniger einsam, als viele vermuten. Fast täglich erreichen ihn Anfragen aus der Stadtverwaltung oder von externen Stellen. Einen großen Teil seiner Arbeit nehmen zudem Recherchen in den historischen Personenstandsregistern des Standesamtes für Familien- und Ahnenforscher aus ganz Deutschland ein. Darüber hinaus beantwortet er auch Anfragen aus aller Welt, unter anderem aus den USA, Kanada, Argentinien, Brasilien, England, Frankreich, Belgien, der Schweiz, Tschechien und Russland. Die Geburts-, Heirats- und Sterberegister reichen bis in das Jahr 1876 zurück und umfassen rund 115.000 Personendatensätze in Papierform, die in insgesamt 315 alten Registerbüchern niedergeschrieben sind.
Auch außerhalb seiner Tätigkeit bei der Stadtverwaltung engagiert sich Jens Menge mit großer Leidenschaft für die Stadt Meerane. Er ist aktiver Kamerad der Meeraner Feuerwehr und betreut außerdem die historische Ausstellung zur Feuerwehrgeschichte im Neobarocken Postgebäude. „Ich bin eigentlich immer mit der Stadt Meerane beschäftigt und das mache ich gerne“, sagt er mit einem Lächeln.
Ein Satz, der Bürgermeister Jörg Schmeißer besonders freut. Ein so großes Engagement und die Bereitschaft, sich mit Herzblut für die Stadt einzusetzen, verdienten hohe Anerkennung. „Was Sie geleistet haben, ist nicht selbstverständlich. Wir sind dankbar, solch engagierte Mitarbeiter zu haben, die sich im Interesse der Stadt weiterbilden und ihre Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Das gilt für Sie sowohl als Mitarbeiter der Stadtverwaltung als auch als Kamerad der Feuerwehr. Vielen Dank!“, betonte der Bürgermeister.