Mit Herz und Hund – Rettungshundestaffel des ASB KV Zwickau e.V. präsentierte ihre Arbeit in der Stadtbibliothek
„Es ist toll, dass wir eine so gut gefüllte Spendenbox mitnehmen können!“, freute sich Herr Gurk von der ASB KV Zwickau e. V., Rettungshundestaffel. Das ist auch kein Wunder, denn die positive Resonanz der Besucher hatten sich er und seine Mitstreiterin, Frau Schumann, redlich verdient.
Am Donnerstag, 19. März 2026, waren die beiden ehrenamtlichen Helfer der Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes Kreisverband Zwickau e.V. in der Stadtbibliothek Meerane zu Gast und berichteten in einem über einstündigen Vortrag anschaulich von ihrer Arbeit.
Zunächst gab Frau Schumann einen allgemeinen Überblick zur Rettungshundestaffel. Sie betonte, dass sich alle Tiere im Privatbesitz ihrer Halter befänden und alle Beteiligten die Arbeit ehrenamtlich durchführten. Zusätzlich muss Material und Einsatzfahrzeuge ebenfalls selbst angeschafft und bezahlt werden. Da kommt jede Spende gerade recht! Frau Schumann erklärte auch, weshalb die Rettungshundestaffel so wenig in der Presse präsent ist. Schließlich sei es wichtig, die Angehörigen betroffener Personen zu schützen und ihnen die Situation durch den „Medienrummel“ nicht noch zusätzlich zu erschweren. Erst, wenn Polizei oder Feuerwehr „grünes Licht“ gäben, würde eine Veröffentlichung des Einsatzes erfolgen.
Außerdem ordnete sie unter anderem die Größenordnung der Einsätze ein und erklärte dem Publikum, welche Ausbildung Helfer und Hund durchlaufen müssen, um Teil der Rettungshundestaffel zu werden. Erst nach dem Ablegen einer mehrteiligen Prüfung kann die Arbeit beginnen.
„Bei uns werden Hundeführer und Hund in der Trümmer- und der Flächensuche eingesetzt“, erklärte Frau Schumann. „Hauptsächlich suchen wir vermisste Personen, die die Polizei bislang nicht auffinden konnte. Auslandseinsätze gehören hingegen nicht zu unseren Aufgaben, doch da wir im vergangenen Jahr zu etwa 16.000 Einsätzen, allein in Sachsen, unterwegs waren, können wir uns über fehlende Arbeit trotzdem nicht beklagen.“ Mit einem Augenzwinkern ergänzte sie: „Natürlich finden die meisten Aktionen zur besten Tageszeit – nachts – und bei herrlichstem Wetter – Kälte, Regen oder Schneeschauer – in einfachstem Gelände – unwegsamen Wäldern oder eingestürzten Häusern – statt.“
Herr Gurk, der den zweiten Teil des Abends bestritt, ging näher ins Detail. Er ist schon lange bei der Rettungshundestaffel dabei und seine derzeitige Rottweiler-Hündin Frieda befindet sich gerade in der Ausbildung.
„Ich bin richtig froh, dieses Mal eine Hundedame zu haben. Sie geht doch wesentlich bedachter an die Arbeit als mein früherer Schäferhund Rex. Rüden sind eben die stürmischeren Rettungshunde.“ Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite. Besonders interessant fanden die zahlreichen Gäste den Bericht seiner Erlebnisse bei einer Weltmeisterschaft in Tschechien. Immerhin hatten Rex und er damals den dritten Platz erreicht! Das war dem Publikum einen beeindruckten Applaus wert.
Obwohl Herr Gurk stets in lockerer Weise von seinen Erfahrungen erzählte, kam nachdenkliche Stimmung auf, als er auch auf die schweren Seiten der Einsätze zu sprechen kam. „Bislang konnte ich mit meinen Rettungshunden eine Person lebend bergen, aber einmal haben wir nur noch den Tod des vermissten Menschen feststellen können. Das muss dann schon zunächst verarbeitet werden, ehe man weitermachen kann.“ Trotz aller Hürden wurde mit jedem Wort der beiden ehrenamtlichen Helfer deutlich, wie gern sie dieser nervenaufreibenden, anstrengenden, erfüllenden Tätigkeit nachgehen. Frau Schumann war am Vortragsabend extra aus Plauen angereist, um dabei sein zu können.
Dieses Engagement und der Wille, Menschen in Not zu helfen, spürte auch das Meeraner Publikum uns dankte den beiden Referenten der ASB KV Zwickau e.V., Rettungshundestaffel, mit großem Interesse an ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Eifrig wurden Fragen gestellt und die sich daraus ergebende Gesprächsrunde brachte nochmals spannende Fakten zum Vorschein.
Die gut gefüllte Spendenbox und der anhaltende Applaus der Zuhörer und Zuhörerinnen rundeten einen gelungenen Veranstaltungsabend ab.
„Wir freuen uns über die große Resonanz zu dieser Veranstaltung“, stellen Elke Fischer, die den Abend maßgeblich mit organisiert hatte und Adriana Bellmann, Leiterin der Stadtbibliothek, fest. „Dieses Format ist auf alle Fälle eine Wiederholung wert!“
Fotos: ASB KV Zwickau e. V., Rettungshundestaffel