Aktuelles (02.12.2016)

 

Der Bedeutung des Kerzenlichtes auf der Spur

Weihnachtsausstellung im Heimatmuseum wurde eröffnet

In seiner Eröffnungsrede zur Ausstellung im Heimatmuseum am 25. November 2016 begab sich Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer auf die Suche nach der Bedeutung des Kerzenlichtes. „ Das Kerzenlicht, bezeichnend für die Verbindung Gottes mit den Menschen, der sie durch die Dunkelheit zum Licht führt und über die Finsternis siegt“, beginnt er seine Ausführungen und blickt in die Zeit der Römer zurück, welche für diesen Fortschritt verantwortlich seien. So berichtete er beispielsweise über die damalige Technik: „Anstelle von Hanf oder Stroh kam im alten Rom gerollter Papyrus zum Einsatz, der mehrfach in flüssigem Bienenwachs getaucht wurde“, was dazu führte, dass die Kerzen schon damals eine recht gute Qualität aufwiesen.

Doch wie der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry feststellte „ist das Wesentliche einer Kerze nicht das Wachs, das seine Spuren hinterlässt, sondern das Licht“, zitierte das Stadtoberhaupt und schloss mit folgenden Gedicht ab, bevor er das Wort an die Museumsleiterin, Cornelia Sommerfeld, übergab.

Die vier Kerzen – Adventsgedicht - unbekannter Verfasser: In Versform gebracht von Josef Werner Schmitt

Im Advent, zur Weihnachtszeit,
da war es hell im Zimmer.
Vier Kerzen waren aufgereiht,
und leuchteten wie immer.
Doch zum Flackern und zum Knistern
hörte man die Kerzen flüstern.

Die erste Kerze seufzt und spricht:
“Mein Licht brennt für den FRIEDEN,
die Menschen aber woll'n mich nicht,
es ist nur Streit hienieden."
Die Kerze verlor den schönen Glanz,
wurde klein und kleiner und erlosch dann ganz.

Die zweite Kerze traurig spricht:
“Für den GLAUBEN will ich brennen,
doch Gottes Worten glaubt man nicht,
Glauben will man nicht mehr kennen.”
Ein Luftzug wehte durch das Haus,
die zweite Kerze, die ging aus.

Die dritte Kerze kraftlos spricht:
“Die LIEBE will ich künden,
doch mit Neid und Hass im Angesicht
kann kein Lieb' man finden.”
So flüsterte sie und ward ganz klein,
erlosch und verlor den hellen Schein.

Ins Zimmer trat ein kleines Kind,
sah die Kerzen, die nicht scheinen,
erloschen durch den kalten Wind,
fast fing es an zu weinen.
Mit Tränen es sehr traurig spricht:
“Leuchtet, ich brauche euer Licht!”


Da fällt die vierte Kerze ein:
“HOFFNUNG will ich geben,
mit meinem hellen Schein
soll'n alle Kerzen leben.
Hoffnung will ich hell verkünden
und alle Kerzen neu entzünden!”

Die Sachgebietsleiterin Sammlungen und Museen übernahm dann das Wort, Dankte dem Bürgermeister und dem Posaunenchor und freute sich über die zahlreichen Gäste zur Eröffnung der Weihnachtsausstellung. Dabei berichtete sie über die verschiedenen Exponate und deren Entstehung. So kann man sich beispielsweise die Werkzeuge zur Herstellung von Kerzen ansehen, ebenso die Airbrushgeräte und natürlich passend zum gesamten Thema der Ausstellung – Kerzen in all ihren Größen, Farben und Varianten.

„Das Besondere an dieser Weihnachtsausstellung ist, dass die Exponate auch käuflich erworben werden können, zum einen eine kleine Auswahl auf unserem Weihnachtsmarkt oder direkt hier im Museum mit Bestellformular“, betont Cornelia Sommerfeld zum Schluss und eröffnet unter Beifall die Ausstellung, welche noch bis 15. Februar 2017 in Augenschein genommen werden kann.

Geöffnet ist die Weihnachtsausstellung bis zum 15. Februar 2017 wie folgt:
Montag 09:00–12:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag 09:00–12:00 und 14:00–17:00 Uhr
Sonntag 14:00–17:00 Uhr (außer am 1.1.2017)
Geöffnet ist auch am Sonntag, 25. Dezember 2016 (1. Weihnachtsfeiertag) in der Zeit von 14:00–17:00 Uhr.


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