Aktuelles (20.10.2016)

 

Ulmensterben auch im Meeraner Wilhelm-Wunderlich-Park

Betroffene Bäume müssen entfernt werden

Auch der Meeraner Wilhelm-Wunderlich-Park ist nun vom Ulmensterben betroffen. Darüber informierte die für Meerane zuständige Revierleiterin vom Staatsbetrieb Sachsenforst, Janina Albrecht, im Rahmen der Stadtratssitzung am 18. Oktober 2016.
Sichtbar ist dies inzwischen auch für Spaziergänger und Besucher des Parks, denn die betroffenen Bäume haben bereits kein Laub mehr.

Das Ulmensterben ist für Europa nicht neu. Für die Verbreitung der Krankheit, die durch Schlauchpilze verursacht wird, ist insbesondere der Ulmensplintkäfer verantwortlich. Der Pilz „verstopft“ mit seinem Gift die Leitgefäße der Bäume, die letztlich aufgrund des Wassermangels absterben. Befallene Ulmen sind durch plötzliches Welken der Krone erkennbar, der Baum stirbt von der Krone herab.
Wie Janina Albrecht dazu erläuterte, stammt der Pilz ursprünglich aus Ostasien, gelangte über Handelswege nach Amerika und Europa. Seit ca. 1920 wird der Pilz immer aggressiver, so dass man ihn nicht mehr bekämpfen kann. Bereits in der zweiten Welle des Ulmensterbens in den 1960er/70er Jahren gab es in Europa starke Einschnitte der Ulmenpopulation. Allein in England kam es zwischen 1971 und 1978 zu einer Reduktion um ca. 70 Prozent des Ulmenbestandes (oder 20 Millionen Bäume) durch den Pilz.

Maßnahmen sind das Fällen der Bäume und die Beräumung.

Im Wilhelm-Wunderlich-Park sind derzeit ca. 30 Bäume betroffen, das Schadensbild ist dabei erst in diesem Jahr entstanden, so Janina Albrecht.
Bis zum April 2017 sollen die betroffenen Bäume entfernt werden. Gesund aussehende Bäume bleiben jedoch stehen, weil es immer die Hoffnung gibt, dass diese resistent gegen den Pilz sind, erklärte die Revierleiterin.

Betroffene Ulmen im Wilhelm-Wunderlich-Park.

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