Aktuelles (17.06.2016)

 


Der Stoff, aus dem die Träume sind - Premiere der Theater AG der Tännichtschule heimst Lorbeeren ein

Eine spannungsgeladene Atmosphäre erwartete die mehr als zahlreich erschienenen Gäste am 9. Juni 2016 in der Tännichtschule Meerane. Der Grund: Die Theater AG hatte zur Premiere der Eigenproduktion „Der arme Weber von Meerane“ geladen. Der große Probenraum im Untergeschoss der Schule – welcher aufgrund seines Auditoriums eine hervorragende Akustik und Sicht auf die Akteure bietet – platzte aus allen Nähten. Keiner wollte sich die Premiere entgehen lassen – so auch Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer. Er meinte im Gespräch mit der Schulsozialarbeiterin Rebecca Klukas, dass man bei einem derartigen Ansturm auch direkt auf die Stadthalle ausweichen könne. Damit wurde bereits eines klar: Mit einer derartigen Resonanz hatte niemand gerechnet.
Denn im Vorfeld galt es einige Hürden zu meistern. So gaben Rebecca Klukas und Ronny Ristok, welcher für die Textfassung des spannenden Stückes verantwortlich war, zuvor ein paar Einblicke in die Arbeit der Theater AG und informierten, welche Gedanken und Ideen dem Stück vorausgegangen sind. „Diesmal war es der Wunsch der Akteure, dass es in der Geschichte um Liebe und Mord gehen sollte“, berichteten sie, und so kam es auch.

Vorhang auf für: „Der arme Weber von Meerane“!
Eine an Tagen fortgeschrittene Dame wandelt zu später Stunde in ihrem Haus umher und liest aus einem Brief – ihrem Brief, den sie für die Nachwelt schrieb, in der Hoffnung, man würde ihn eines Tages finden. Denn genau diese Zeilen würden zu einem Schatz der besonderen Art führen. Während sie langsam und bedächtig Wort um Wort vorträgt, umgibt sie eine sagenumwobene Aura, welche durch die perfekte Wahl der Musik untermauert wird. Die Spannung im Publikum ist zu spüren. Wie wird es weitergehen? Was für einen Schatz meint die Dame? Wird man ihn finden?
In der knapp anderthalbstündigen Aufführung ist jede Minute der Aufmerksamkeit gefragt, denn es geht um das einstige Meerane als Weberstadt im 19. Jahrhundert, um eine moderne Schatzsuche, dem Stoff, aus dem die Träume sind, eine Flucht nach Amerika und um die Schüler der Tännichtschule. Genau die richtigen Zutaten für ein modernes spannendes Stück; und auch wenn es starken regionalen Bezug zu Meerane hat, hat es durchaus das Potential, auf anderen Bühnen ebenfalls wahrgenommen zu werden.
Die Szenenwechsel sind klar strukturiert, und die Kostüme zeigen deutlich, in welcher Epoche man sich befindet. Damit hat die Theater AG gezeigt, dass man viel Wert auf Details legt, um die Zuschauer mit allen ihren Sinnen zu fesseln. Das ist den jungen Schauspielern mit Bravour gelungen, denn der tosende Applaus am Ende machte dies mehr als deutlich. Man darf also gespannt sein, wie es weitergeht.

Ein gespanntes Publikum, darunter auch Bürgermeister Professor Dr. Ungerer und die Gäste aus der Lörracher Hellbergschule, zur Premiere des Theaterstückes am 9. Juni 2016.
Zwei Aufführungen gab es von dem Stück „Der arme Weber von Meerane“. Nach der Premiere am 9. Juni war am 12. Juni nochmals Gelegenheit, dieses Stück zu erleben.
 

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