Aktuelles (13.05.2016)

 

Artenreich und vielfältig – Landschaftspflege durch Schafe

Seit 2012 ist Meerane Mitglied im Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“. In dem Bündnis engagieren sich Städte, Gemeinden und Landkreise für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt. Ziel ist es, städtische Grünflächen wie Parks, Gärten, Gewässer, Stadtwälder oder Brachflächen mit ihrer Vielfalt an Nutzungsarten und Nutzungsintensitäten zu einem bunten Mosaik unterschiedlichster Lebensräume und somit beste Voraussetzungen für großen Artenreichtum zu entwickeln. (Infoflyer „Für Mensch und Natur – Kommunen für biologische Vielfalt“, 2015)

„Ein praktisches Beispiel aus unserer Stadt ist die extensive Nutzung und Pflege einer innerstädtischen Brachfläche durch Beweidung. Die kleine Schafherde – Rhönschafe und Fuchsschafe – eines regionalen Wanderschäfers ist seit Anfang Mai auf der ca. 2 Hektar großen ehemaligen Fläche der IFA-Karosseriewerke an der Waldenburger Straße sozusagen im Einsatz“, informiert die Fachbereichsleiterin Umwelt der Stadtverwaltung Meerane, Gitte Baumkötter.
Die Fläche ist seit der Renaturierung 2009 eine naturnahe Gewässeraue mit Tümpeln, Ufergehölzen und Wiesen, die bisher aufwendig gemäht wurden. Sie bietet neben Schutz vor Hochwasser auch zahlreichen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum, z.B. für die Wechselkröte.
Gitte Baumkötter: „Da extensiv genutzte Weiden besonders artenreich sind, entsteht eine größere Vielfalt an Lebensbedingungen für Flora und Fauna. Außerdem wirkt naturnahe Beweidung wesentlich klimafreundlicher als intensive Grünlandnutzung. Selbst im Vergleich zur Mähnutzung reduzieren Beweidungsverfahren die Emission von Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Extensives Weideland bringt daher viele Pluspunkte für den Klimaschutz – und für die Menschen, denn die Tiere auf der Weide beleben das Stadtbild. Sie halten die Flächen offen und schaffen abwechslungsreiche Landschaften.“

Blick von der Talstraße auf die Fläche an der Waldenburger Straße.

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