Aktuelles (30.05.2016)

 

Weitere Schenkungen für Ausstellung Fa. Gebrüder Bochmann

Mariliese Grundmann, Tochter des Unternehmers Alfred Bochmann, zu Besuch in Meerane

Seit drei Jahren sind im Heimatmuseum im Alten Rathaus drei Gemälde der Meeraner Unternehmerfamilie Gebrüder Bochmann zu sehen, großformatige Porträts der Textil-Unternehmer Franz Fürchtegott Bochmann und Franz Alfred Bochmann sowie ein Familienporträt, welches die Ehefrau und die Kinder von Alfred Bochmann zeigt.
Alle drei Gemälde sind Schenkungen von Frau Mariliese Grundmann aus Weil am Rhein. Sie ist die Tochter von Alfred Bochmann, das Familienporträt zeigt sie selbst im Alter von zwölf Jahren.
Neben den Schenkungen der Gemälde hat Frau Grundmann in den vergangenen Jahren auch die Entwicklung des Skulpturenparks an der Meeraner Poststraße unterstützt, sie spendete zwei Bänke und verschiedene Heckengehölze.

Vor wenigen Tagen besuchte Frau Mariliese Grundmann wieder einmal Meerane, begleitet von einem befreundeten Ehepaar, Familie Schmid aus Basel, und Matthias Christian Schanzenbach aus Dresden.
„Wir freuen uns sehr, dass es wieder einmal geklappt hat, dass Sie uns besuchen“, sagte Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer nach der Begrüßung der Gäste im Neuen Rathaus. Da diese sich an diesem Tag auch die neugestaltete Ausstellung zur Geschichte der Fa. Gebrüder Bochmann im Neobarocken Postgebäude sowie den Skulpturenpark anschauen wollten, waren auch Cornelia Sommerfeld, Sachgebiet Sammlungen und Museen, und Gitte Baumkötter, Fachbereichsleiterin Umwelt, bei diesem Treffen dabei, ebenso Professor Dr. Wolfgang Zscherpel, der die Ausstellung zur Fa. Gebrüder Bochmann erstellt hatte.

Für das Heimatmuseum hatte Mariliese Grundmann weitere zahlreiche Kopien von Dokumenten, Fotos und Unterlagen der früheren Fa. Gebrüder Bochmann dabei, die sie Cornelia Sommerfeld übergab.
Bürgermeister Professor Dr. Ungerer informierte im Gespräch über das Theaterprojekt „Der arme Weber von Meerane“ der Tännichtschule, welches die Geschichte der Meeraner Textilindustrie zum Thema hat, und ergänzte, dass das Interesse an der früheren Zeit auch den Schenkungen der Gemälde sowie weiterer wichtiger Dokumente für die Ausstellung zu verdanken ist. Darüber freute sich Mariliese Grundmann ganz besonders: „Das ist schön, dass junge Menschen nach ihren Wurzeln suchen“, sagte sie und ergänzte, dass es ganz sicher im Sinne ihres Vaters ist, dass diese Bilder wieder nach Meerane gekommen sind.
Die Familie Bochmann hatte 1948 Meerane aufgrund des wachsenden Verfolgungsdruckes durch das kommunistische Regime verlassen müssen.

Nach der Gesprächsrunde im Neuen Rathaus besuchten die Gäste das Neobarocke Postgebäude, wo nun auch über die Fa. Gebrüder Bochmann informiert wird und auch Reproduktionen der Gemälde aus dem Alten Rathaus zu sehen sind, worüber sich Mariliese Grundmann sehr freute. Anschließend spazierte man zum Skulpturenpark. Die Entwicklung dieses Parkes liegt Mariliese Grundmann auch deshalb am Herzen, weil sich dieser auf einem Teil des früheren Firmengeländes der Fa. Gebrüder Bochmann befindet. Sie freut sich sehr, dass dieses Gelände nun auf diese besondere Weise als Skulpturenpark entwickelt wird.

Mariliese Grundmann (li.) übergab zahlreiche Dokumente zur Fa. Gebrüder Bochmann an die Stadt Meerane.
Im Neobarocken Postgebäude sahen sich die Gäste die umgestaltete Ausstellung zur Fa. Gebrüder Bochmann an.
Abschließend wurde der Skulpturenpark in der Poststraße besucht.

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