Aktuelles (20.04.2015)

 

„Wir haben die Tiefe der Oberfläche entdeckt

Trischan und Trischan gastierten mit Grammatikakrobatik in der Stadthalle

Michael Trischan – Moment, ist das nicht der Schauspieler aus „In aller Freundschaft“? Ja, genau der ist es. In der Serie ist er allerdings als Pfleger Hans-Peter Brenner bekannt. Seinen weißen Kittel hatte er am 16. April 2016 nicht mit in die Stadthalle gebracht. Vielmehr brillierte er mit schwarzem Anzug – zusammen mit seinem Sohn Attila – auf der Bühne und bot einen Literaturquerschnitt vom Feinsten an.

Von Goethe über Ringelnatz bis hin zum „Ein Mensch“-Dichter Eugen Roth und Heinz Erhardt fehlte nichts im Programm. Von humorvoll bis deftig herb, war alles vertreten, was die Literatur zu bieten hat. So wurden alltägliche Befindlichkeiten unter die Lupe genommen und nervende Nachbarn, bornierte Kleingeister und missgünstige Freunde beleuchtet. Auch unsterbliche Sätze wie „Auf Schwarz sieht man alles“ und „Du musst viel Spinat essen, da ist Eisen drin“ wurden auf die Bewährungsprobe gestellt und wie Michael Trischan dem zahlreich erschienenen Publikum erklärte, sei er immer noch auf der Suche nach dem Eisenstück im Spinat, was ihm als Kind vollmundig versprochen wurde.

Mit derlei Klamauk erheiterte das Vater-Sohn-Gespann die Gäste und ließ nicht unerwähnt, „die Tiefe der Oberfläche entdeckt“ zu haben. Ja, „Schwampf“ ist ein Programm – rundherum gelungen und nicht nur für Literaturliebhaber sondern auch für die, welche meinen, die alten Schinken seien zu angestaubt, um sich überhaupt damit zu beschäftigen.

Was hat es nun mit dem „Schwampf“ auf sich? Das können wir natürlich an dieser Stelle nicht verraten, denn nur im Liveprogramm wird das Geheimnis gelüftet.
Schauspieler Michael Trischan (li.) mit seinem Sohn Attila präsentierten das humoristische Programm „Schwampf“ in der Stadthalle. Der kleine Saal in der Stadthalle war gut gefüllt.

Attila Trischan (li.) begleitete seinen Vater am Flügel. In der Pause wurden Autogramme gegeben.

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