Aktuelles (04.04.2016)

 

Jugend und Kunst – geht das überhaupt? - Neue Schülerarbeiten in der "Galerie im Treppenhaus"

Jugend und Kunst gelten als zwei verschiedene Schuhe – sagt man so. Doch nicht alles, was der Volksmund zum Besten gibt, stimmt. Der Beweis wurde am 23. März 2016 zum wiederholten Male in der „Galerie im Treppenhaus“ im Kunsthaus am Meeraner Markt angetreten. Denn an diesem Tag hatten die kreativen Schülerinnen und Schüler der Grundschule Lindenschule ihre Vernissage, und gekommen waren so viele Gäste, dass am Ende nur noch Stehplätze übrig waren.
Auch die Vorsitzende des Meeraner Kunstvereins e.V., Dr. Birgit Salzbrenner, zeigte sich in ihren einleitenden Worten sehr erfreut: „Wir sind stolz, dass sich alle Meeraner Schulen an der Galerie im Treppenhaus beteiligen und die Möglichkeit nutzen, hier Arbeiten aus dem Kunstunterricht vorzustellen!“
Ebenfalls unter den Gästen weilte Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, welcher sich sehr für die Ausstellungen der Meeraner Schüler interessiert und am Ende auch noch eine Überraschung für die Lindenschüler im Gepäck hatte. Doch dazu später mehr.

Zunächst ergriff Schulleiterin Annette Pohle das Wort und sprach ihren Schützlingen ein dickes Lob aus. „Ich bin so stolz auf euch und auch ein wenig neidisch. Nein, ich bin ehrlicherweise sehr neidisch, dass ihr hier in so einem tollen Ambiente eure Kunstwerke ausstellen dürft“, sagte sie und ergänzte mit einem Schmunzeln: „Als ich so alt war wie ihr, hätte ich das auch gern gemacht, aber da gab es solche Möglichkeiten nicht.“ Dann gab sie einen Überblick über bereits durchgeführte Kunstprojekte in der Lindenschule und dankte allen Beteiligten für die Unterstützung und den Schülerinnen und Schülern für ihre Ausdauer – getreu dem Motto der schwäbischen Künstlerin Beate Böttner: „Kunst erschaffen ist meist harte Arbeit und bestenfalls immer Vergnügen.“

Über die Arbeit und das damit einhergehende Vergnügen informierte die Kunsterziehungslehrerin Annett Narloch. Sie leitete das Projekt und lobte die hervorragenden Bedingungen in der Schule: „Wir haben hier den Luxus, einen eigenen Unterrichtsraum für Kunsterziehung nutzen zu können! Das hat nicht jede Schule.“ So könne man sich auch zwei Unterrichtsstunden am Stück der Kunst widmen. „Wir müssen also unsere Werke nicht schon nach 45 Minuten wieder aus der Hand legen, sondern können uns richtig vertiefen. Das kommt auch der Kreativität der Schülerinnen und Schüler zu Gute“, freute sie sich und lud alle Gäste zu einem Rundgang in der „Galerie im Treppenhaus“ ein.

Zum Abschluss der Vernissage übernahm Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer das Wort und teilte zur Freude der Grundschüler und Lehrer mit, dass die weiße freie Giebelwand der Turnhalle der Lindenschule von der Schule künstlerisch gestaltet werden kann. Dafür gab es großen Beifall, gefolgt von den Worten „Die Ausstellung ist eröffnet“, welche traditionsgemäß die Organisatorin Erika Jentzsch vom Meeraner Kunstverein zum Publikum spricht.

Erika Jentzsch kümmert sich im Vorfeld stets um die Planungen der Ausstellungen und steckt ihr Herzblut in die „Galerie im Treppenhaus“. Sie freut sich gemeinsam mit den jungen Künstlern, wenn alle Kunstwerke den Eingangsbereich zur Galerie auf eine würdige und ansprechende Art und Weise zieren.
Wer nicht die Möglichkeit hatte, bei der Vernissage dabei zu sein, kann die Arbeiten der Lindenschüler in der „Galerie im Treppenhaus“ bis Ende April 2016 in Augenschein nehmen und sich persönlich davon überzeugen, dass Jugend und Kunst zusammen passen!



Foto rechts: Die musikalische Umrahmung der Vernissage zur neuen Ausstellung in der "Galerie im Treppenhaus" übernahmen die Schülerinnen und Schüler der Lindenschule selbst, unterstützt auch von Schulleiterin Annette Pohle.
In der zweiten Ausstellung in diesem Jahr in der "Galerie im Treppenhaus" im Kunsthaus stellen Schülerinnen und Schüler der Grundschule Lindenschule Arbeiten vor, die im Kunstunterricht entstanden sind. In den Klassen 1 bis 4 wurde mit Farbe und Kohle gemalt, mit Pinsel und Finger getupft, es wurden Wachsradierungen angefertigt, Collagen zusammengefügt und lustige Eulen aus Kartons und Tüten hergestellt.

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