Aktuelles (29.04.2016)

 

„Wir sind angekommen!“ – Evangelische Grundschule St. Martin lud zu Festveranstaltung ein

Am 22. April 2016 hatte die Evangelische Grundschule St. Martin zu einer Festveranstaltung unter dem Motto „Wir sind angekommen“ anlässlich der Fertigstellung der Baumaßnahmen im neuen Schulgebäude eingeladen. Zu den Gästen zählten Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer und Vertreter der Stadtverwaltung Meerane, viele Pädagogen aus Meeraner Schulen sowie das für den Umbau verantwortliche Ingenieurbüro List & Partner.

Denn wie Titus Gibbert, Vorsitzender des Trägervereins der Schule, in seinen Begrüßungsworten erklärte, ist nun der größte Kraftakt – vom Krankenhausumbau zu einer Schule – geschafft. Dafür dankte er allen Beteiligten aufs Herzlichste und freute sich gemeinsam mit den Lehrerinnen, dass man den Gästen ein tiefgründiges Theaterstück zur Feier des Tages als Premiere vorführen konnte. Dabei ging es um das Knüpfen und Pflegen von Freundschaften. Als Drehbuchgrundlage diente die weltbekannte Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry. Darin wurde die Frage „Was ist Zähmen?“ beantwortet, und Titus Gibbert fand die Parallele zum Schulumbau und -umzug und übergab der Schulleiterin Kristina Bayer das Wort.

Kristina Bayer blickte auf die anfängliche Idee zurück, berichtete über Zweifel und über den Mut, die eigenen Ängste zu zähmen und aus einer Idee Wirklichkeit werden zu lassen. Deshalb ging ein besonderer Dank an das Meeraner Stadtoberhaupt. „Wir sind mit unseren Ideen zu Ihnen gekommen und haben offene Türen erfahren. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich, und wir wissen das sehr zu schätzen“, betonte sie. Nun war die Idee laut ausgesprochen. Doch änderte diese nichts daran, dass das in Betracht gezogene neue Domizil einst Krankenhaus war. Wie sollte da nur eine Schule daraus werden? Zusammen mit dem Ingenieurbüro machte man sich Gedanken, legte die bauliche Marschroute fest und krempelte die Ärmel hoch – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Sanierungszeitraum von November 2014 bis Februar 2015 brachten auch Eltern und Vereinsmitglieder insgesamt 650 Arbeitsstunden auf, um das Krankenhaus in eine Schule zu verwandeln.

So war auch Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer in seiner Gastansprache voll des Lobes und betonte: „Die Schule ist wirklich der Stolz des Trägervereins!“ Dennoch ließ er nach einem Blick in die Geschichte – als der Stolz der Städte im 19. Jahrhundert sowohl die Schulen als auch die Krankenhäuser waren – nicht unerwähnt, dass man die Problematik der Schulpolitik verfolge und hoffe, dass sich in den nächsten Jahren positive Veränderungen ergeben. Bevor er das Wort an Superintendent Johannes Jenichen übergab, hatte er noch als symbolisches „Einzugsgeschenk“ einen überdimensionalen 1000-Lire-Schein dabei – mit dem Porträtfoto von Maria Montessori. Diese entwickelte einst ein pädagogisches Bildungskonzept, das die Zeitspanne vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen beinhaltete.

Johannes Jenichen lobte ebenfalls die Zusammenarbeit aller Beteiligten und dankte in seinen Schlussworten dem Trägerverein, den Lehrerinnen und Eltern für ihre selbstlose Unterstützung während der Umbauphase. Mit gemeinsamen Kräften hatte man also eine schwierige Idee umgesetzt und die Probleme gezähmt. Der Schulumbau bewies also – ebenso wie die Erzählung „Der kleine Prinz“ – dass das freundschaftliche Miteinander zum Ziel führt.

Das Schulgebäude von der Hofseite. Schulleiterin Kristina Bayer.
Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer. Superintendent Johannes Jenichen.
Theateraufführung zur Feierstunde.
Blick in die neuen Räumlichkeiten der Schule.

<< zurück