Aktuelles (31.03.2016)

 

„Woche der offenen Unternehmen“ 2016

Meeraner Unternehmen unterstützten Berufsorientierungsaktion

In der Woche vom 7. bis 12. März 2016 fand in Sachsen die „Woche der offenen Unternehmen“ statt – eine der wichtigsten Aktionen zur Berufsorientierung für Jugendliche. Diese konnten sich hier ganz gezielt bei Unternehmen über Ausbildungs- und Studienangebote sowie berufliche Perspektiven nach der Schulzeit informieren.
Zur „Woche der offenen Unternehmen“ boten auch wieder zahlreiche Meeraner Firmen den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit, ihr Unternehmen kennenzulernen, sich über Ausbildungsberufe zu informieren und mit Mitarbeitern, Ausbildern und Auszubildenden ins Gespräch zu kommen.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Meeraner Unternehmen, die sich in diesem Jahr an der „Woche der offenen Unternehmen“ beteiligt haben, ebenso an alle, die in den vergangenen Jahren die Aktionswoche unterstützt haben!

Im Jahr 2016 waren dabei:
Bublitz und Profe GmbH
Bürgerheim Meerane gGmbH
CCL Label Meerane GmbH
Dehner Gartencenter
dm Drogeriemarkt Meerane
Hotel Meerane GmbH & Co. KG
Kaufland Meerane
Kursana Domizil Meerane
Magna Exteriors & Interiors (Meerane) GmbH
Media Markt TV-Hifi-Elektro GmbH Meerane
Meeraner Dampfkesselbau GmbH
N+P Informationssysteme GmbH
Prager & Schweers GmbH
Romantikhotel Schwanefeld
Stadtverwaltung Meerane
Strata Bau GmbH
Zahnarztpraxis Dr. med. Bressau

Die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung Meerane hat auch in diesem Jahr einige der Unternehmensbesuche von Schülerinnen und Schülern während der „Woche der offenen Unternehmen“ begleitet.

 

CCL Label Meerane GmbH
Das im Meeraner Wirtschaftszentrum angesiedelte Unternehmen CCL Label Meerane GmbH beteiligte sich zum wiederholten Male an der „Woche der offenen Unternehmen“. Hier erhielten die interessierten Schülerinnen und Schüler einen umfangreichen Einblick in die Arbeitswelt eines Medientechnologen für Druck und einer Fachkraft für Lagerlogistik. Denn diese zwei Fachberufe werden hauptsächlich im Unternehmen ausgebildet.
Wie Ausbildungsleiter Lutz Kraska den Jugendlichen erklärte, ist ein guter Realschulabschluss wichtig, wobei in den Fächern Deutsch, Mathematik und Naturwissenschaften die Noten nicht schlechter als 3 sein sollten. Selbstverständlich gab er auch Einblicke in die Firmengeschichte und nahm die interessierten Schüler auf einen Rundgang durch die Produktionsräume mit. So konnten sie sich einen umfangreichen Einblick in das Arbeitsumfeld verschaffen und erhielten aus erster Hand wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung im Unternehmen. „Wir bilden schließlich für den Eigenbedarf aus und konnten bisher 95 Prozent unserer gesamten Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss übernehmen“, betonte Lutz Kraska. Deshalb lege man schon vom ersten Ausbildungstag an viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit und integriere die Auszubildenden sofort mit ins Team. „Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, motivierte er die Jugendlichen und legte ihnen nahe, die Schule ernst zu nehmen, um sich mit einem guten Endzeugnis der 9. Klasse bewerben zu können. „Wenngleich derzeit die Chancen sehr gut für den Nachwuchs auf dem Arbeitsmarkt aussehen, so stellen wir dennoch nur Bewerber ein, die auch zum Unternehmen passen“, betonte er und beantwortete gern die Fragen der interessierten Schüler. Der anschließende Rundgang gab zudem noch weitere Einblicke in die Praxis.

 

Kaufland Meerane
Im Kaufland Meerane erhielten die Jugendlichen die Informationen über die dort angebotenen Ausbildungsberufe sozusagen aus erster Hand: Florian Baumert, selbst Auszubildender im Unternehmen, stellte die Meeraner Filiale der Kaufland Warenhandel GmbH & Co.KG vor. Das begann gleich mit einem Blick hinter die Kulissen, denn zuerst führte er die jungen Gäste in den Mitarbeiterbereich, zeigte Büro- und Pausenräume. Außerdem informierte er über den „Testkunden“, der den Markt regelmäßig besucht – natürlich inkognito – und verschiedene Kriterien bewertet, darunter Sauberkeit, Freundlichkeit oder die Kassiertätigkeit.
Dann ging es auf einen Rundgang durch das Kaufland Meerane, angefangen in der Gemüse- und Frischeabteilung bis zum Non-Food-Bereich wurden alle Bereiche kurz vorgestellt. Denn während der ersten beiden Jahre der Ausbildung durchlaufen die Auszubildenden auch alle Abteilungen, erklärte Florian Baumert. Dabei bietet das Meeraner Kaufland auf rund 4000 Quadratmetern ca. 50.000 Artikel. Zielgruppenorientierte Treue-Aktionen, Saisonangebote oder die Top-Angebote der Woche werden ebenfalls von den Mitarbeitern betreut.
Auch in der Kühlabteilung schauten die Schülerinnen und Schüler in Räume, die dem normalen Kunden versperrt bleiben, und wer sich schon immer mal gefragt hat, was mit den leeren Flaschen und Flaschenkästen passiert, die der Leergut-Automat gerade verschluckt hat – die Jugendlichen, die bei dieser Führung dabei waren, wissen jetzt Bescheid! Die Lagerräume und die Warenanlieferung wurden besucht, ebenso das Abfalllager.
Während des Rundganges informierte Florian Baumert über Wissenswertes zu den angebotenen Ausbildungen und zum Ausbildungsablauf. Kaufland Deutschland bietet bei rund 81.000 Mitarbeitern in den über 640 Filialen rund 1.200 Ausbildungsplätze jährlich. Angeboten werden mehr als 20 Ausbildungsberufe und über 10 duale Studiengänge. Zu den Ausbildungsberufen gehören zum Beispiel Kauffrau/-mann im Einzelhandel, Industriekauffrau/-mann, Kauffrau/-mann für Büromanagement, Informatikkauffrau/-mann, Fachfrau/-mann für Systemgastronomie, Fleischer (w/m), Fachkraft für Lagerlogistik (w/m) und Fachlagerist (w/m), aber auch Mechatroniker (w/m) und Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (w/m). Das duale Studium kann unter anderem in den Richtungen BWL–Konsumgüter-Handel, BWL–Spedition und Logistik, BWL–Immobilienwirtschaft und Wirtschaftsinformatik aufgenommen werden.

Florian Baumert (Bild rechts, 3.v.r.), Auszubildender zum Einzelhandelskaufmann, stellte den Schülerinnen und Schülern das Meeraner Kaufland vor und informierte über die angebotenen Ausbildungsberufe.
 

N+P Informationssysteme GmbH
„Wege in die IT-Branche“ – unter dieses Motto hatte das Unternehmen N+P Informationssysteme GmbH seine Informationsveranstaltung für interessierte Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Woche der offenen Unternehmen gestellt. Die N+P Informationssysteme GmbH als inhabergeführtes, mittelständisches IT-Systemhaus gehört mit derzeit über 150 Mitarbeitern zu den führenden Anbietern komplexer IT-Lösungen in Deutschland.
Dass die IT-Branche dabei zu den begehrten Branchen bei jungen Menschen gehört, zeigten die Teilnehmerzahlen. Über 25 Jugendliche, allerdings überwiegend Jungen, konnten Personalreferentin Michaela Pflugbeil und IT-Consultant sowie ehemalige BA-Studentin Stephanie Langer, die die Veranstaltung durchführten, begrüßen. Unterstützt wurden sie dabei vom IT-Systemkaufmann Markus Dinter sowie Marcus Harz, der im Unternehmen derzeit eine Fortbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration durchläuft.
Vorgestellt wurden die verschiedenen Berufsbilder in der IT-Branche, und ganz speziell stellten Stephanie Langer, Markus Dinter und Marcus Harz ihre Ausbildungen vor. Sie informierten über die Inhalte und den Ablauf der theoretischen und praktischen Ausbildung, mögliche Aufgabengebiete und Einsatzmöglichkeiten.
Für den Fachinformatiker für Systemintegration gehören z.B. dazu: Tätigkeiten im Bereich IT-Service; Analyse, Planung und Realisierung kundenindividueller IT-Systeme; Installation und Konfiguration von Hard- und Softwarekomponenten bis hin zur vollständigen Inbetriebnahme; IT-Administration und Support für bestehende/laufende Systeme. Der IT-Systemkaufmann übernimmt Tätigkeiten und Arbeitsaufgaben sowohl im kaufmännischen als auch IT-technischen Bereich, darunter auch Auftragskalkulation und Angebotserstellung, und er unterstützt die Vertriebsbeauftragten und ist regelmäßig im Kontakt mit den Kunden.
Am Standort Meerane bietet N+P ab August 2016 die Ausbildung Fachinformatiker für Systemintegration (w/m) und die Ausbildung IT-Systemkaufmann (w/m) an.
Stephanie Langer, die Wirtschaftsinformatik studiert hat, informierte über die Möglichkeiten eines BA-Studiums mit dem Unternehmen N+P als Praxispartner. Weitere mögliche Fachrichtungen sind z. B. Praktische Informatik, Technische Informatik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Baubetriebsmanagement oder Mittelständische Wirtschaft. Bei N+P arbeitete Stephanie Langer bereits während des Studiums an anspruchsvollen Projekten mit, sammelte praktische Erfahrungen und erhielt so Einblicke in die verschiedenen Arbeitsabläufe.
Alle drei betonten, dass die Ausbildung sehr interessant und abwechslungsreich ist bzw. war, dies zeigte ergänzend ein sehr anschauliches Video, in dem ein 16-Jähriger über seine Ausbildung in der Branche informierte.
Dabei wies Stephanie Langer auch auf die nötigen Voraussetzungen und Stärken hin, über die ein Bewerber verfügen sollte. Dazu gehören neben dem besonderen Interesse an der IT, dem technischen Grundverständnis, guten schulischen Leistungen insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und Informatik und der Aufgeschlossenheit für neue/aktuelle Themen in Wirtschaft, Technik und IT auch Freude am Umgang mit Menschen sowie Kontakt- und Kommunikationsstärke.
Wer sich informieren möchte, findet alle Informationen unter www.nupis.de/de/karriere.

“Wege in die IT-Branche” wurden im Unternehmen N+P Informationssysteme GmbH vorgestellt.
 

Seniorenpflegeeinrichtung Bürgerheim Meerane gGmbH
Über den Ausbildungsberuf Altenpfleger/in konnten sich interessierte Schülerinnen und Schüler in der Seniorenpflegeeinrichtung Bürgerheim Meerane gGmbH informieren. Diese Ausbildung, die regulär 3 Jahre dauert, wird über Bildungsakademien oder Altenpflegeschulen angeboten; das Bürgerheim Meerane fungiert hier als Praxispartner für die praktische Ausbildung.
Geschäftsführerin Angelika Ursel und Pflegedienstleiterin Heike Vogel hatten für die Jugendlichen eine Mappe mit Informationsmaterial vorbereitet und nahmen diese mit auf eine einfühlsame Reise durch die Stationen des verantwortungsvollen Berufes. Sie gaben Einblick in die Ausbildung und informierten über das Ausbildungsziel, ließen aber auch nicht die Herausforderungen unerwähnt, die ein Pflegeberuf mit sich bringt: „Sie arbeiten hier für Menschen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen und benötigen deshalb zum einen eine starke Persönlichkeit, zum anderen aber auch viel Einfühlungsvermögen!“
Bei einem Rundgang durch das Bürgerheim lernten die Schülerinnen und Schüler die Seniorenpflegeeinrichtung kennen. Wie Geschäftsführerin Angelika Ursel aus Erfahrung weiß, sind ein Besuch in einer Einrichtung und die Erläuterungen und Einblicke in die verschiedenen Aufgabenbereiche in der Praxis äußerst wichtig, damit die angehenden Auszubildenden wirklich genau wissen, worum es in diesem Beruf geht.
„Der Beruf Altenpfleger/in ist sehr anspruchsvoll, gerade im medizinischen Bereich, und das gilt auch für die Ausbildung. Wer diesen Beruf ausübt, hat eine große Verantwortung und muss in kritischen Situationen und medizinischen Notfällen in der Lage sein, schnell und richtig zu handeln. Ich freue mich deshalb, wenn ich durch interessierte Fragen bei Jugendlichen spüre, dass wirkliches Interesse vorhanden ist. Und wer diesen Beruf ergreifen möchte, sollte unbedingt vorher ein Praktikum machen“, betonte Angelika Ursel.

Einblicke in den Ausbildungsberuf Altenpfleger/in gab es in der Seniorenpflegeeinrichtung Bürgerheim Meerane gGmbH.
 

Stadtverwaltung Meerane
Erstmals beteiligte sich auch die Stadtverwaltung Meerane an der „Woche der offenen Unternehmen“, um über den Ausbildungsberuf der/des Verwaltungsfachangestellten zu informieren und interessierten jungen Menschen einen Einblick in die Arbeit in einer Verwaltung zu geben. Ausbildungsleiterin Desdemona Ulrich hatte sich dafür die passende Verstärkung gesucht, denn Anja Haase und Christian Köhler, die gemeinsam mit ihr über alles Wissenswerte informierten, waren vor einigen Jahren noch selbst Auszubildende in der Stadtverwaltung Meerane. „Ich freue mich, wenn unsere Auszubildenden weiter bei uns arbeiten und ihren Weg gehen. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten, sich durch Weiterbildung oder ein Studium fit für verschiedene Aufgabenbereiche zu machen. So trägt eine frühere Auszubildende heute als Dezernentin Verantwortung“, erklärte sie vorab.
In einer rund einstündigen Einführung wurden der Ausbildungsberuf der/des Verwaltungsfachangestellten und die Stadtverwaltung Meerane mit ihren Dezernaten und Fachbereichen und den dazugehörenden Aufgabenbereichen umfassend vorgestellt. Denn die verschiedenen Dezernate – Allgemeine Verwaltung, Finanzen, Sicherheit und Ordnung sowie Bauwesen und Umwelt – halten entsprechend unterschiedliche und vielfältige Aufgabenbereiche bereit. Wie die Ausbildungsleiterin hier ergänzte, werden die verschiedenen Neigungen und Interessen der Jugendlichen meist während der dreijährigen Ausbildung erkennbar, denn alle Bereiche werden durchlaufen.
Dazu gab es Informationen zur Berufsschule, zum Ablauf der Ausbildung, zu Ausbildungsmaterialien und zur Ausbildungsvergütung, aber die Ausbildungsleiterin informierte auch über das Bewerbungsverfahren und den Einstellungstest, den es für Bewerberinnen und Bewerber zu bewältigen gilt. Wer sich für eine Ausbildung interessiert, sollte mindestens einen guten Realschulabschluss mit der Note 2 in Mathematik und Deutsch mitbringen. Nicht zuletzt gab es noch einige Hinweise zur Gestaltung einer gelungenen Bewerbungsmappe.
Nach den vielen theoretischen Ausführungen folgte ein Rundgang durch das Neue Rathaus, bei dem die verschiedenen Fachbereiche aufgesucht wurden und Mitarbeiter kurz über ihre Tätigkeiten informierten.
Auch im Büro des Bürgermeisters schauten die jungen Besucher vorbei. Professor Dr. Ungerer nahm sich Zeit für ein Gespräch und verwies hier unter anderem auf die vielfältigen Perspektiven im Verwaltungsbereich, die ein Abschluss als Verwaltungsfachangestellte/r bietet, nicht zuletzt, weil in den nächsten Jahren in vielen Behörden ein Generationswechsel ansteht.

Schülerinnen der Tännichschule und des Europäischen Gymnasiums Meerane sowie vom Glauchauer Gymnasium wurden im Neuen Rathaus begrüßt. Ausbildungsleiterin Desdemona Ulrich, Anja Haase und Christian Köhler informierten über alles Wissenswerte (Foto links). Bei einem Rundgang durch die Verwaltung schauten die Schülerinnen auch im Büro des Bürgermeistes Professor Dr. Ungerer vorbei.

<< zurück