Aktuelles (03.03.2016)

 

Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer informiert:


56 aus 1000. Meerane ist dabei. Vorteil Volkshaus.

Wir schreiben das Jahr 1927. Am 1. Mai wurde der Grundstein für das „Volkshaus“ gelegt und am 19. November 1927 der vordere Bauabschnitt eingeweiht. Der Erweiterungsbau mit Turnhalle und Saal samt Bühne dauerte vom Frühjahr 1928 bis Mitte Dezember 1928. Die Turnhalle wurde im Sommer 1929 eingeweiht. Auch der heute weithin sichtbare Kulissenturm der ehemaligen Bühne stammt aus dieser Zeit. Eigentümerin des Volkshauses war damals die Genossenschaft „Verein Volkshaus GmbH“, deren Träger die gesamte freigewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft von Meerane war.
Heute ist das Volkshaus im Eigentum der Stadt Meerane und diente über viele Jahrzehnte dem Sport in unserer Stadt. Es beherbergte zu DDR-Zeiten auch das legendäre Lehrschwimmbecken.
Seit dem Jahr 2000 wird das Volkshaus durch den Jugendclub „Beverly Hill‘s e. V.“ genutzt. Der Jugendclub besteht seit 31 Jahren, ist heute ein anerkannter Träger der Jugendhilfe und wird durch den Landkreis Zwickau und die Stadt Meerane unterstützt. Er hat seine Räumlichkeiten vorbildlich gestaltet und ausgebaut.
Das Gesamtbauwerk steht auf Grund seiner stadtgeschichtlichen und und stadtbildprägenden Bedeutung unter Denkmalschutz. Es hat mittlerweile erhebliche bauliche Mängel und ist in seiner Nutzung teilweise eingeschränkt. Zur weiteren Erhaltung ist eine komplette Sanierung erforderlich. Die geschätzten Gesamtkosten liegen dafür bei 1,9 Mio. Euro. Ein passendes Förderprogramm gab es für das Volkshaus nicht, so dass guter Rat teuer war, tja, bis der Oktober 2015 kam und das Bundesbauministerium einen Förderaufruf zu einem neuen „Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bekannt gab.
Unser erster Gedanke: Dieser Titel „Sport, Jugend und Kultur“ passt zum sanierungsbedürftigen Volkshaus. Wir schickten beim zuständigen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit Sitz in Bonn das Volkshaus mit einer Projektskizze ins Rennen.
Unser zweiter Gedanke: Einen Zuschlag zu erreichen wird schwer, da bei einem Bundesprogramm viele Gemeinden und Städte aus dem gesamten Bundesgebiet um die bereitgestellten 140 Mio. Euro ringen werden.
So kam es dann auch. Eingereicht wurden 1.000 Projektanträge mit einer Gesamtsumme von 3.000 Millionen Euro Baukosten. Die dafür notwendigen Fördermittel wurden auf 2.000 Millionen Euro berechnet. Da nur 140 Millionen Euro Förderung zur Verfügung standen, war das Förderprogramm rund fünfzehnfach überzeichnet.
Am 26. Februar 2016 verkündete nun Frau Bundesbauministerin Barbara Hendricks das – aus Meeraner Sicht – tolle Ergebnis: Der Bund hat aus den 1.000 Anträgen 56 Anträge ausgewählt. Mit dabei das Volkshaus der Stadt Meerane. In Sachsen wurden drei Kommunen bedacht: Altenberg, Bad Düben und eben Meerane. Die Volkshaussanierung wird mit 835.000 Euro gefördert. Wir müssen bis Ende 2018 fertig werden und starten mit den baulichen Aktivitäten im kommenden Jahr 2017, so dass 90 Jahre nach dem ersten Bauabschnitt die Sanierung erfolgen wird. Für Meerane ein Riesenerfolg. Wir freuen uns für den Jugendclub, für den Sport, die Jugend und die Kultur unserer Stadt. Ich danke namens der Stadt Meerane und ihren Bürgerinnen und Bürgern dem Bundesbauministerium und Bundesministerin Barbara Hendricks für diese Entscheidung.

Foto oben: Das Meeraner Volkshaus um das Jahr 1970.

Das Lehrschwimmbecken im Meeraner Volkshaus. Fotos: Archiv Stadt Meerane/ Sammlung Koch



Pressemitteilung des Bundesbauministeriums Nr. 036/16 | Berlin, 26.02.2016

Hendricks fördert Sanierung kommunaler Einrichtungen mit 140 Millionen Euro

56 Infrastrukturprojekte in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur

Bundesbauministerin Barbara Hendricks fördert die Sanierung von 56 kommunalen Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur in den kommenden drei Jahren mit 140 Millionen Euro. Das Programm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" ist Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung und zielt auf die Behebung des Investitionsstaus bei der sozialen Infrastruktur. Gefördert werden investive Projekte mit besonders sozialer und integrativer Wirkung.
Bundesbauministerin Barbara Hendricks sagte anlässlich der Auswahlentscheidung: "Ich freue mich, dass wir die bauliche Erneuerung vieler Sport-, Jugend- und Kulturgebäude in allen Bundesländern auf den Weg bringen können. Die 140 Millionen Euro, die bis 2018 in diesem Programm zur Verfügung stehen, unterstützen damit die soziale Integration aller Bevölkerungsgruppen und das sportliche und kulturelle Leben vor Ort."
Die Förderquote liegt in der Regel bei 45 Prozent, bei nachgewiesener Haushaltsnotlage der Kommune bei 90 Prozent. Gefördert wird die Sanierung sowie in bestimmten Fällen auch der Ersatzneubau sozialer Gebäude; energetische Maßnahmen sind dabei eingeschlossen.
Insgesamt gingen zu diesem Programm fast 1000 Projektvorschläge mit einem Antragsvolumen von rund zwei Milliarden Euro ein (Investitionsvolumen drei Milliarden Euro). Das Bundesprogramm war damit mehrfach überzeichnet. Die Auswahl der Förderprojekte erfolgte anhand fachlicher Kriterien sowie unter Berücksichtigung einer bundesweit angemessenen Verteilung in Anlehnung an den Königsteiner Schlüssel. Besonderes Augenmerk bei der Auswahl lag auf der zügigen Umsetzbarkeit der Projekte.

Am 2. März 2016 hat Bürgermeister Professor Dr. Ungerer ein Schreiben von Frau Bundesbauministerin Barbara Hendricks zur Aufnahme des Projektes "Jugendclub in Meerane" in die Förderung erhalten:

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