Aktuelles (20.05.2015)

 

Information zur Unterbringung von Flüchtlingsfamilien in der Stadt Meerane

Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer: „Wie am 26. März anlässlich der Einwohnerversammlung zur Unterbringung von Asylbewerbern mitgeteilt, informieren wir regelmäßig über die Personenzahl der in unserer Stadt lebenden Flüchtlingsfamilien. Entsprechend den Zuweisungen durch den Landkreis Zwickau werden mit Stand 19. Mai 64 Personen in unserer Stadt leben.“

 

Pressemitteilung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge vom 08.05.2015

27.178 Asylanträge im April 2015

Im April 2015 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 27.178 Asylanträge gestellt. Dies bedeutet einen Anstieg von 136,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat April 2014.

Entschieden hat das Bundesamt im April 2015 über die Anträge von 19.199 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg von 104 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat April 2014 (9.412 Entscheidungen). 5.140 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (26,8 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 87 Personen (0,4 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU -Richtlinie 2011/95/EU. Bei 149 Personen (0,8 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Die Zahlen im Einzelnen:

Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im April 2015 27.178 Personen einen förmlichen Asylantrag gestellt, davon 24.504 als Erstanträge und 2.674 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 15.675 Personen (136,3 Prozent) gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 4.876 Personen (-15,2 Prozent) gesunken.

Insgesamt 13.709 Anträge wurden von Staatsangehörigen der Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt, das sind 50,4 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.

Hauptherkunftsländer im April 2015 (auch im Vergleich mit den zwei vorangegangenen Monaten):

Nr.

Februar 2015

März 2015

April 2015

1.

Albanien

1.794

3.020

4.794

2.

Kosovo

7.728

11.729

4.608

3.

Syrien

4.237

4.620

4.461

4.

Serbien

2.849

2.833

2.279

5.

Irak

960

1.192

1.398

6.

Afghanistan

998

926

1.144

7.

Mazedonien

958

1.186

972

8.

Bosnien-Herzegowina

693

690

738

9.

Ukraine

340

395

460

10.

Pakistan

360

247

457


Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im April 2015 :

Hauptherkunftsländer

Asylanträge

davon Erstanträge

davon Folgeanträge

Gesamt

27.178

24.504

2.674

davon:

Albanien

4.794

4.743

51

Kosovo

4.608

4.319

289

Syrien

4.461

4.224

237

Serbien

2.279

1.462

817

Irak

1.398

1.282

116

Afghanistan

1.144

1.119

25

Mazedonien

972

617

355

Bosnien-Herzegowina

738

472

266

Ukraine

460

453

7

Pakistan

457

434

23

Die Zahl der Asylerstanträge im April 2015 (24.504) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (10.199) um 140,3 Prozent und sank gegenüber dem Vormonat (28.681) um -14,6 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Albanien, Kosovo und Syrien.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im April 2015 (2.674) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (1.304) um 105,1 Prozent und sank gegenüber dem Vormonat (3.373) um 20,7 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Kosovo.

Im April 2015 hat das Bundesamt über die Anträge von 19.199 Personen (Vorjahresmonat: 9.412, Vormonat: 22.754) entschieden. 5.140 Personen (26,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 132 Personen (0,7 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 5.008 Personen (26,1 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Im April 2015 erhielten 87 Personen (0,4 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im April 2015 bei 149 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 8.629 Personen (44,9 Prozent). Anderweitig erledigt ( z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.194 Personen (27,1 Prozent).

Laufendes Jahr 2015

In der Zeit von Januar bis April 2015 haben insgesamt 114.125 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 100.755 als Erstanträge und 13.370 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (49.780 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 64.345 Personen (129,3 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis April 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren:

Hauptherkunftsländer

Jan-April 2014

Jan-April 2015

Kosovo

1.722

27.767

Syrien

7.406

20.498

Serbien

6.593

11.416

Albanien

2.629

11.292

Irak

1.536

5.198

Afghanistan

3.321

4.513

Mazedonien

2.769

4.090

Bosnien-Herzegowina

2.383

2.876

Eritrea

1.449

1.817

Russische Föderation

2.024

1.721

Die Erst- und Folgeanträge verteilten sich bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis April 2015 wie folgt:

Hauptherkunftsländer

Asylanträge

davon Erstanträge

davon Folgeanträge

Gesamt

114.125

100.755

13.370

davon:

Kosovo

27.767

25.427

2.340

Syrien

20.498

19.412

1.086

Serbien

11.416

7.175

4.241

Albanien

11.292

11.053

239

Irak

5.198

4.552

646

Afghanistan

4.513

4.374

139

Mazedonien

4.090

2.486

1.604

Bosnien-Herzegowina

2.876

1.711

1.165

Eritrea

1.817

1.787

30

Russische Föderation

1.721

1.395

326

Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2015 (100.755) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (43.519) um 131,5 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Kosovo, Syrien und Albanien.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2015 (13.370) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (6.261) um 113,5 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Von Januar bis April 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 77.146 Entscheidungen (Vorjahr: 42.876) getroffen. Insgesamt 25.658 Personen (33,2 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 782 Personen (1,0 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 24.876 Personen (32,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Weitere 439 Personen (0,6 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis April 2015 bei 594 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 29.613 Personen (38,4 Prozent). Anderweitig erledigt ( z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 20.842 Personen (27,0 Prozent).

Ende April 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 209.700, davon 187.837 als Erstanträge und 21.863 als Folgeanträge (Vormonat: 199.831 anhängige Verfahren, davon 178.249 Erst- und 21.582 Folgeanträge; zum 31. April 2014 103.353 anhängige Verfahren, davon 94.175 Erst- und 9.178 Folgeanträge).

Quelle: Bundesministerium des Innern

 

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