Aktuelles (29.01.2015)

 

Aus der Sitzung des Stadtrates am 27. Januar 2015 berichtet

Zur ersten Sitzung im Jahr 2015 begrüßte Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer am 27. Januar 2015 die Mitglieder des Stadtrates, Mitarbeiter der Verwaltung und Gäste im Neuen Rathaus.

Nach der Kenntnisgabe der Niederschriften vom 25.11.2014 und 16.12.2014 und der Bekanntgabe der in der nichtöffentlichen Sitzung am 16.12.2014 gefassten Beschlüsse erfolgte im Rahmen der Stadtratssitzung das Gedenken zum 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er ist als Jahrestag bezogen auf den 27. Januar 1945, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen Konzentrationslager Auschwitz.
„Wir gedenken heute aller Opfer des Nationalsozialismus, wir gedenken den in unserer Stadt verfolgten und getöteten Bürgerinnen und Bürgern, darunter auch denen, deren Leben den Nationalsozialisten als unwert galt“, sagte Professor Dr. Ungerer. Nach einem Gesetz der Nationalsozialisten wurden in Deutschland ab 1939 bis 1945 zwischen 250.000 und 300.000 behinderte und kranke Kinder, Frauen und Männer ermordet, davon rund 70.000 Patienten in Heil- und Pflegeanstalten oder Psychiatrien in den Jahren 1940/1941 im Zuge der sogenannten Aktion „T4“, informierte er und verlas die Namen der Einrichtungen und die Opferzahlen.
Unter den Opfern sind auch Meeraner Bürgerinnen und Bürger, deren Spuren in verschiedene damalige Einrichtungen führen, z.B. nach „Sonnenstein“ in Pirna. Dort gibt es ein Forschungsprojekt, in dessen Rahmen alle Opfer erfasst werden sollen. „Aufgabe ist es, an die Opfer zu erinnern und die Ereignisse aufzuarbeiten“, betonte Professor Dr. Ungerer.
Aus Meerane sind derzeit 18 Namen von Opfern belegt. Die Stadt ist dabei, die letzten Wohnadressen dieser Bürger zu ermitteln, denn auch für diese sollen „Stolpersteine“ gesetzt werden, informierte der Bürgermeister.
Im Rahmen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus wird es am 21. Februar 2015 eine Gedenkveranstaltung für Erich Knauf geben, kündigte der Bürgermeister weiterhin an. Der am 21. Februar 1895 in Meerane geborene Erich Knauf, Journalist, Schriftsteller, Lektor und Liedtexter, wurde am 2. Mai 1944 von den Nationalsozialisten nach einem Urteil des „Volksgerichtshofes“ im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.

In der anschließenden Einwohnerfragestunde wurden Fragen zur Baumschutzsatzung der Stadt gestellt, dann folgte mit Tagesordnungspunkt 5 die Wahl des Vorsitzenden und der Beisitzer des Gemeindewahlausschusses sowie deren Stellvertreter für die Bürgermeisterwahl am 07.06.2015 in der Stadt Meerane.
Der Gemeindewahlausschuss der Stadt Meerane für die Bürgermeisterwahl 2015 besteht aus dem Vorsitzenden und sechs Beisitzern.
Als Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses wurde Frau Iris Anders (Stadtverwaltung Meerane) vorgeschlagen, als Stellvertreterin Frau Susann Kallwitz (Stadtverwaltung).
Für die Beisitzer und Stellvertreter wurden folgende Personen vorgeschlagen:
Beisitzer/in / Stellvertreter/in
Martin Neumann / Jörg Sommer (Meeraner Bündnis)
Brigitte Rossbach / Nicole Bernhard (Freie Wähler)
Jürgen Funk / Martin Walf (CDU)
Lothar Schilling / Peter Barchmann (Die Linke)
Dieter Führer / Karl-Heinz Liebezeit (SPD)
Klaus Gentsch / Patrick Gentsch (NPD)
Christoph Martens (FDP)
Die Stadträtinnen und Stadträte stimmten den Vorschlägen einstimmig zu.

Zum folgenden Tagesordnungspunkt 6 Unterschutzstellung von Teilen aus Natur und Landschaft nach § 18 SächsNatSchG informierte die Fachbereichsleiterin Umwelt Erdmute Tauche.
Entsprechend des Sächsischen Naturschutzgesetzes können Teile von Natur und Landschaft zu Naturdenkmalen erklärt werden. Naturdenkmale zeichnen sich durch ihre Eigenart, Schönheit und Seltenheit auf Grund ihres Alters, der historischen Bedeutung und durch ihren Standort auf geschichtsträchtigen Geländen aus, erläuterte Erdmute Tauche.
Die Verwaltung hat dafür drei Bäume vorgeschlagen, die im ehemaligen Axa-Gelände stehen:
– Rotbuche – Fagus sylvatica (Stammumfang 4,45 m, Höhe ca. 25 m)
– Stiel Eiche – Quercus robur (Stammumfang 3,24 m, Höhe ca. 28 m)
– Roteiche – Quercus rubra (Stammumfang 4,29 m, Höhe ca. 30 m)
Die Mitglieder des Stadtrates stimmten dem Beschlussvorschlag zu.

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