Aktuelles (02.02.2015)

 

Evangelische Grundschule St. Martin startet im Februar am neuen Standort

Umzug in ehemaliges Krankenhaus steht bevor

Die Evangelische Grundschule St. Martin wird mit dem zweiten Schulhalbjahr 2014/2015 am 23. Februar den Schulbetrieb in ihrem neuen Domizil im ehemaligen Krankenhaus in der Hospitalstraße aufnehmen. In den Winterferien soll der Umzug über die Bühne gehen, dann startet der Unterricht für die 81 Schülerinnen und Schüler am neuen Standort.

Die Evangelische Grundschule, im Jahr 2006 gegründet, hatte bisher Räume im Kirchgemeindehaus in der Kantstraße, doch diese – und auch der Außenbereich – wurden mit der Entwicklung der Schule zu klein, insbesondere weil auch mehrere Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf betreut werden. Derzeit sind dies 13 Mädchen und Jungen, das entspricht 16 Prozent der Schüler, informiert Anja Ziegler, stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins Evangelische Grundschule St. Martin e.V. Für die Betreuung der Integrativkinder (Förderschwerpunkte geistige Entwicklung, Lernen, Sprache, körperlich-motorische Entwicklung, soziale-emotionale Entwicklung) benötigt die Schule mehr Personal und mehr Platz.
Dies wird im neuen Schulhaus gegeben sein. Für die Integrationsassistenz, für externe Fachkräfte zum Beispiel im Bereich Sprache oder Ergotherapie sowie für Förderpädagogen gibt es hier bessere Bedingungen, ebenso ist mehr Platz für die Fachkabinette.
Auch die Stadt Meerane ist froh über die Fortentwicklung dieses städtischen Gebäudes. „Wir freuen uns, dass wir einen Partner haben, der eine wichtige Arbeit im pädagogischen Bereich leistet und sich insbesondere auch dem Thema Inklusion widmet. Mit der unbefristeten Verpachtung besitzt der Trägerverein auch die entsprechende Sicherheit für die Weiterentwicklung der Schule“, betont Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer.

Das ehemalige Krankenhaus hat bereits „Schulerfahrung“, denn während der Generalsanierung der Mittelschule Tännichtschule war das Gebäude das Übergangsdomizil für 14 Monate. Doch für eine Interimslösung gelten andere Standards als für die Dauernutzung als Schulgebäude, so dass verschiedene Umbauarbeiten und Anpassungen, z.B. im Bereich Brandschutz, vorgenommen werden mussten, erläutert Anja Ziegler. Diese und der Umbau des Hortbereiches, für den die Stadt Meerane als Eigentümer des Gebäudes Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost erhalten hatte, verzögerten den Umzug um sechs Monate.
„Über den Erhalt der Fördermittel und die damit verbundenen Umbauarbeiten für den Hortbereich haben wir uns sehr gefreut. Nun freuen sich alle umso mehr auf die guten Bedingungen, die der Schule und dem Hort im neuen Schulgebäude zur Verfügung stehen“, bestätigt der Vorsitzende des Trägervereins Titus Gibbert.

Im 1. Bauabschnitt wurde das erste Obergeschoss für den Hortbereich ausgebaut sowie ein Mehrzweckraum im Dachgeschoss, den Schule und Hort gemeinsam nutzen, unter anderem für die Mittagsversorgung und Veranstaltungen. Die Schulräume im zweiten Obergeschoss sowie die Verwaltungsräume wurden vom Trägerverein mit Eigenmitteln renoviert. „Mit der Unterstützung vieler Eltern konnten wir hier vieles in Eigenleistung erledigen“, erzählt Anja Ziegler.
Mit Schulbeginn am 23. Februar 2015 wird im Hortbereich noch nicht alles fertig sein, hier werden übergangsweise Unterrichtszimmer genutzt. Im Laufe des Frühjahres wird der 1. Bauabschnitt dann abgeschlossen. Titus Gibbert hob in diesem Zusammenhang die sehr gute Zusammenarbeit mit dem beauftragten Planungsbüro List & Partner hervor.
Neben den vier Klassenräumen gibt es in der Evangelischen Grundschule künftig auch zwei Förder- und Therapieräume, einen Gruppenraum und eine Bibliothek. Dazu kommt ein deutlich größeres Freigelände. Bislang konnte die Evangelische Grundschule jeweils rund 700 Quadratmeter Räumlichkeiten im Kirchgemeindehaus sowie im Freigelände nutzen. Künftig stehen rund 1.800 Quadratmeter Räumlichkeiten sowie ein rund 2.900 Quadratmeter großes Außengelände für Schule und Hort zur Verfügung.

Zur Gestaltung des Außengeländes wurde eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeitern, Eltern und Vertretern des Trägervereins gebildet, die nun Ideen entwickelt. Der Schulgarten wird hier entstehen, verschiedene Spielgeräte ziehen aus dem bisherigen Freigelände mit um. „Ein großer Wunsch der Kinder ist eine große Ballspielfläche, denn auch bei unseren Kindern steht Fußball hoch im Kurs“, erzählt Titus Gibbert. „Die Schule ist seit 2006 gewachsen und wird am neuen Standort weiterwachsen. Wir freuen uns hier sehr über das Engagement der Eltern, die sich einbringen. Das Grundanliegen, gemeinsam etwas zu schaffen, sieht auch die Konzeption unserer Schule vor“, fügt er hinzu und Anja Ziegler ergänzt: „Wenn sich jeder einbringt, können wir unseren Kindern ein schönes Umfeld bieten. Das ist uns wichtig, und das wird von den Eltern, die sich für unsere Schule entscheiden, mitgetragen.“

Nun sind alle – Schüler, Lehrer, Mitarbeiter und Eltern – gespannt auf die ersten Schultage im neuen Haus. Die Schüler werden alle Räumlichkeiten kennenlernen, und auch für die Eltern will man in den ersten Wochen kleine Führungen anbieten.

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