Aktuelles (17.11.2014)

 

Gedenkstunde zum Volkstrauertag - Ein Tag der Erinnerung und der Besinnung

Die Gedenkstunde der Stadt Meerane zum Volkstrauertag 2014 fand am vergangenen Sonntag am Ehrenmal für die Opfer des I. Weltkrieges auf dem Friedhof Meerane statt. Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer begrüßte dazu Mitglieder der Reservistenkameradschaft des Reservistenverbandes der Landesgruppe Sachsen, Pfarrer Christian Freyer von der Evangelischen Kirchgemeinde St. Martin Meerane und zahlreiche Gäste, darunter Pfarrer Clemens Baumert von der Katholischen Kirchgemeinde St. Marien Meerane, Meeraner Stadträtinnen und Stadträte, Bürgerinnen und Bürger. Der Posaunenchor Meerane umrahmte die Feierstunde musikalisch.
Nach der Kranzniederlegung an der Ehrenhalle 1. Weltkrieg ergriff Bürgermeister Professor Dr. Ungerer das Wort. In seiner Ansprache zum Volkstrauertag erinnerte er an die Opfer und das Leid, das beide Weltkriege über Millionen Menschen auf der ganzen Welt gebracht hatten und berichtete auch über die damalige Situation in der Stadt Meerane. So waren für den Ersten Weltkrieg etwa 4.500 Männer aus Meerane in den Krieg gezogen, das waren knapp 20% der damaligen Stadtbevölkerung. 1100 Meeraner kehrten nicht zurück; ihre Namen sind in der Gedächtnishalle zu lesen. "Wir erinnern uns heute an das Leiden und Sterben der Soldaten während der Kriege. Wir erinnern und gedenken heute den Menschen, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Kultur zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder wegen einer Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde. Wir trauern heute um die Männer, Frauen und Kinder, die ihr Leben, ihre Lebensträume und ihr Lebensglück verloren. Wir gedenken heute der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft und als Flüchtlinge ihr Leben und ihre Heimat verloren. Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage. Wir trauern um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die seit 1992 im Auslandseinsatz ihr Leben verloren", so der Bürgermeister.
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Mit dem Lied "Sag mir, wo die Blumen sind" leitete Pfarrer Christian Freyer seine Ansprache ein. "Das Schreckliche des Krieges kann nicht begriffen werden, nie. Vielleicht darf es auch nicht begriffen werden", sagte er und berichtete von Gesprächen in seiner Gemeinde, wo ihm Menschen erzählen: "Ich habe meinen Vater nicht kennengelernt, er ist im Krieg geblieben." Das Leid der Kriege hat zahllose Familien geprägt und prägt diese bis heute, so der Pfarrer, der auch ein Zitat von Albert Schweitzer aufgriff: "Meine Bestimmung ist, dem Geist der Ehrfurcht vor dem Leben, welcher auch der Geist des Friedens ist, seinen Weg zu bahnen.“
Der Obergefreite der Reserve Tino Werler von der Reservistenkameradschaft des Reservistenverbandes der Landesgruppe Sachsen erinnerte an die Kriege und Kampfhandlungen unserer Tage. "Wir haben uns zur Trauer und zum Gedenken an die Opfer versammelt, wir gedenken auch der getöteten Bundeswehrsoldaten und Einsatzkräfte", sagte er.

Kranzniederlegung an der Ehrenhalle 1. Weltkrieg.
Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer. Obergefreiter der Reserve Tino Werler.
Pfarrer Christian Freyer von der Evangelischen Kirchgemeinde St. Martin und Konfirmantinnen aus der Gemeinde.
Mitglieder der Reservistenkameradschaft des Reservistenverbandes der Landesgruppe Sachsen. Der Posaunenchor der Kirchgemeinde St. Martin Meerane umrahmte die Gedenkstunde musikalisch.
Gedenkstunde zum Volkstrauertag 2014 am Ehrenmal I. Weltkrieg auf dem Meeraner Friedhof.

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