Aktuelles (29.08.2014)

 

Wahlaufruf des Bürgermeisters zu den Landtagswahlen am 31. August 2014

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am 31. August 2014 sind wir zur Wahl des 6. Landtages des Freistaates Sachsen aufgerufen.

Mit den Landtagswahlen am kommenden Sonntag entscheiden wir über die Zusammensetzung des neuen sächsischen Parlaments für die 6. Legislaturperiode 2014 bis 2019.
Wie bei der Bundestagswahl haben wir zwei Stimmen:
Mit der Direktstimme (oder auch Erststimme) entscheiden wir über die Person, die unseren Wahlkreis im Landtag vertritt.
Mit der Listenstimme (oder auch Zweitstimme) entscheiden wir darüber, welche Parteien im Landtag wie stark vertreten sind. Damit bestimmen wir über die Zusammensetzung des Landtages. Da der neue Landtag dann den Ministerpräsidenten wählt, entscheiden wir mit dieser Stimme auch über den Ministerpräsidenten und die neue sächsische Staatsregierung.

Wahlberechtigt sind in unserer Stadt 13.876 Bürgerinnen und Bürger. Bei den letzten Landtagswahlen im Jahr 2009 hat knapp die Hälfte aller Wahlberechtigten ihr Wahlrecht ausgeübt. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,6 Prozent.
Wählen bedeutet, ein wichtiges Bürgerrecht wahrzunehmen und die Zukunft Sachsens mitzugestalten. Bestimmen Sie bitte mit Ihrer Stimmabgabe, welche Personen und demokratischen Parteien Ihr Vertrauen für die nächsten fünf Jahre besitzen.
Der Ruf und die Forderung nach freien Wahlen vor 25 Jahren war eine der zentralen Forderungen der friedlichen Revolutionsbewegung. Heute sind freie Wahlen ein selbstverständliches Bürgerrecht. Sie sind das Zentrum eines freiheitlichen Staates und müssen gelebt werden.

Mein großer Dank geht bereits heute an alle Bürgerinnen und Bürger, die am Sonntag ihren Dienst in den Wahlvorständen als Wahlhelfer leisten. Sie ermöglichen die Durchführung demokratischer Wahlen mit ihren Grundsätzen allgemein, unmittelbar, gleich, geheim und frei.

Herzlichst

 


 

Zur Information ZDF-Politbarometer vom 28.08.2014 zur Landtagswahl

Nach Angaben des ZDF-Politbarometers vom 28.08.2014 zeichnet sich drei Tage vor der Landtagswahl eine geringe Wahlbeteiligung ab. Auf der Zielgeraden kann sich die CDU verbessern, die Linke bleibt trotz leichter Verluste zweitstärkste Kraft. Spannend bleibt vor allem, wer von den kleineren Parteien es schafft, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen: die besten Aussichten hat die AfD, die NPD steht auf der Kippe und für die FDP sind die Chancen eher schlecht

Wenn schon jetzt Landtagswahl wäre, dann käme die CDU auf 40,5 Prozent (plus 1,5 im Vergleich zur letzten Woche) und die Linke auf 19 Prozent (minus eins), die SPD auf 15 Prozent (unverändert), die FDP auf drei Prozent (unverändert), die Grünen auf 5,5 (minus 0,5), die NPD auf unverändert fünf Prozent und die AfD auf sieben Prozent (unverändert). Die anderen Parteien kämen zusammen auf fünf Prozent (unverändert).

Bei Umfragen müssen jedoch immer statistische Fehlerbereiche berücksichtigt werden, so dass insbesondere für die NPD nicht zuverlässig gesagt werden kann, ob es für den Einzug in den Landtag reichen wird. Gut ein Drittel ist noch unsicher, ob und wen sie wählen wollen.

Insgesamt geben die Zahlen lediglich das Stimmungsbild für die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt wieder und stellen keine Prognose für den Wahlausgang am kommenden Sonntag dar. Bis dahin kann es für die verschiedenen Parteien durch unterschiedliche Mobilisierungserfolge noch zu Veränderungen kommen. Zudem geben nur 61 Prozent aller Wahlberechtigten an, sicher zu sein, ob und wen sie wählen wollen.

In der Schlussphase des Wahlkampfs kann nach Angaben des ZDF-Politbarometers offensichtlich Ministerpräsident Stanislaw Tillich profitieren: Bei der Frage, wen man lieber als Ministerpräsidenten will, Stanislaw Tillich oder den Spitzenkandidaten der Linken, Rico Gebhardt, sprechen sich inzwischen 65 Prozent (plus drei) für Tillich aus und nur 13 Prozent (minus eins) für Gebhardt (weder noch: sieben Prozent; weiß nicht: 15 Prozent).

(Quelle: ZDF-Politbarometer 28.08.2014)

 

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