Aktuelles (11.07.2014)

 

Informationen zum geplanten Teilausbau der Geschwister-Scholl-Straße

Aufgrund der unzureichenden Berichterstattung in der heutigen Ausgabe veröffentlichen wir zur Information der Meeraner Bürgerinnen und Bürger unsere vollständige Antwort auf die Anfrage der Freien Presse zum Teilausbau der Geschwister-Scholl-Straße:

Die Geschwister-Scholl-Straße, 270 Meter lang, verbindet die Leipziger Straße mit der Rosa-Luxemburg-Straße und hat ihre Fortsetzung mit der Straße Am Schützenplatz. Sie hat wichtigen Verbindungscharakter für den innerörtlichen Verkehr.
An der Straße liegen historische Gebäude der Gründerzeit (Villen wie auch mehrgeschossige Wohnhäuser) sowie die Goetheschule.

Die Pflasterung der Geschwister-Scholl-Straße im Bereich der Fahrbahn ist äußerst marode. Folgen sind:
– Erschütterungen durch die Unebenheiten in und an den anliegenden Häusern
– Lärmbeeinträchtigungen durch Rollgeräusche
– Lärmbeeinträchtigungen durch Erschütterungen insbesondere durch Schwerlastverkehr
– Gefährdung von Fahrzeugen durch die Unebenheiten der Fahrbahn
– Erhöhte Problematik für sich im Einsatz befindliche Fahrzeuge der Feuerwehr (Depot befindet sich in der Rosa-Luxemburg-Straße), da die Geschwister-Scholl-Straße eine wichtige Achse für Einsatzorte z.B. im Gewerbegebiet ist.

Die negativen Aspekte wurden durch die Anwohnerinnen und Anwohner der Stadtverwaltung vorgetragen. Ziel der Stadtverwaltung war, die dringliche Sanierung mit der ebenso dringlichen Sanierung der Kreisstraße 7308 (Leipziger Straße/Schwanefelder Straße) zu verknüpfen. Da es jedoch seitens des Landkreises keine verbindliche zeitliche Aussage über den Straßenbau gibt, begannen die Planungen der Stadt Meerane für die Sanierung der Geschwister-Scholl-Straße im Jahr 2012.

Ein grundhafter Ausbau der gesamten Straße beläuft sich auf ca. 600.000 Euro.

Da das Problem der Straße die Fahrbahn ist, reifte die Idee, die Fahrbahn zu richten und den Bereich des Parkens (ruhender Verkehr) im Pflaster zu belassen. Die Straße hat eine Breite von 9 Meter; es wird überwiegend beidseitig geparkt.
Die neue Fahrbahn in Asphalt für den fließenden Verkehr wird eine Breite von 5 – 5,50 Meter haben.
Dies wurde durch das Tiefbauamt der Stadt Meerane untersucht und kostenmäßig berechnet. Wichtiger Punkt der Untersuchung waren insbesondere die Leitungs- und Mediensysteme (Wasser, Abwasser etc.) im Unterbau der Straße. Der Stadtrat gab dann „grünes Licht“ für die Sanierung.

Die Kosten für diese Form der Sanierung belaufen sich auf 78.000 Euro, davon sind 63.665 Euro reine Baukosten, der Restbetrag Nebenkosten (Planung etc.).

Die Stadt Meerane beantragte für diese Art der Sanierung Fördermittel beim Freistaat Sachsen. Dazu erfolgten erfolgreiche Gespräche, so dass die Stadt Meerane einen Zuwendungsbescheid erhielt; letztlich wird die Zuwendung bei ca. 25.000 Euro liegen.

Da in der Stadt Meerane weitere Pflasterstraßen mit vergleichbaren Problemlagen existieren, ist diese Art der Fahrbahnsanierung insofern ein Modellprojekt, da es übertragen werden kann. Die Maßnahme ist effizient, da das Ziel der Fahrbahnsanierung mit einem geringeren Finanzaufwand erzielt wird; das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird optimiert. Die Probleme werden beseitigt.
Gegenwärtig untersucht das Tiefbauamt der Stadt Meerane, welche weiteren Straßen über dieses Modell saniert werden können. Gespannt ist die Stadtverwaltung, wie die Sanierung von den Anliegern beurteilt wird.

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