Aktuelles (09.07.2014)

 

Wettbewerb Entente Florale 2014 - Meerane begeistert mit "pfiffigem" Slogan

Jury überzeugte sich über gelungene Projekte unter dem Motto "Das Grau von Gestern ist das Grün von morgen"

Am Freitag vergangener Woche war die Jury des Bundeswettbewerbes "Entente Florale - Gemeinsam aufblühen" zu Gast in der Stadt Meerane, die eine der sieben diesjährigen Teilnehmerstädte ist. Die Qualität der Grünflächen und -anlagen sowie die Kreativität der Verantwortlichen, Bürger und Unternehmen für die eigene Stadt und das Stadtgrün zählen zu den Kriterien, mit denen die Jury die Städte und verschiedene Projekte in Augenschein nimmt.
Die Stadt Meerane hat ihre inzwischen dritte Teilnahme an diesem Wettbewerb unter das Motto "Das Grau von Gestern ist das Grün von Morgen" gestellt - ganz im Sinne der Umgestaltung zahlreicher Altindustriebrachen und Abbruchgrundstücke in den vergangenen Jahren - und das kam gut an! "Der Slogan ist echt pfiffig", bescheinigte der Vorsitzende der Jury Alexander Nix, Landschaftsarchitekt aus Bergisch-Gladbach. "Doch nicht nur der Slogan hat mich beeindruckt, sondern das, was Sie uns gezeigt haben. Sie gehen die Probleme offensiv, kreativ und begeistert an, damit eröffnen Sie neue Räume in der Stadt und neue Perspektiven", betonte er in einer kleinen Auswertung zum Ende der Bereisung und fügte hinzu: "Wir haben eine große Vielfalt gesehen, von ökologischen bis zu gestalterischen Projekten. Von der Kita bis zu Vereinen sind die Menschen ihrer Stadt eingebunden, so sind schöne kleine grüne Flecken in der Stadt entstanden, auch mit dem Engagement von Bürgern, Vereinen und Unternehmen."

Entsprechend des Mottos hatten die Fachbereichsleiterin Umwelt Erdmute Tauche und Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer verschiedene Stationen für die Bereisung ausgewählt, die das Bemühen der Stadt um mehr Grün verdeutlichen. Nach der Begrüßung der Jury im Umweltbüro der Stadtverwaltung ging es zuerst zu Fuß auf einen kleinen Rundgang durch die Meeraner Innenstadt. Der Spielplatz am Bornberg mit dem geöffneten Seiferitzbach, der Skulpturenpark, die Außenanlagen des Europäischen Gymnasiums mit einem grünen Klassenzimmer und einem entstehenden Biotop gehörten ebenso dazu wie der Pestalozziplatz und das Axa-Gelände. Mit Ausnahme des Pestalozziplatzes stellen alle diese Flächen gelungene Umgestaltungen nach dem Abbruch von Industriebrachen dar.
Besonders gefielen bei diesem Rundgang auch die kleinen Gärten, die in den vergangenen Jahren z.T. auf Abbruchflächen von Gebäuden entstanden sind, wie der Garten an der Leipziger Straße, der Garten am Alten Rathaus, der Willibald-Krause-Platz oder der Wunderlich-Garten. "So ein schönes Kleinod mitten in der Stadt", hieß es zum Beispiel zum Wunderlich-Garten, in dem auch die große Blutbuche ihre Bewunderer fand. Hier kam z.B. der Hinweis der Jury, zu prüfen, ob dieser Baum als "Baum-Denkmal" eingeordnet werden kann. Am Wunderlich-Garten ist außerdem eine der umgestalteten Trafo-Stationen zu sehen, ein Projekt der Stadtwerke Meerane GmbH mit dem Künstler TASSO, über das die Jury ebenfalls informiert wurde.
Mit zwei Kleinbussen wurden im Anschluss weitere Projekte besichtigt wie das umgestaltete Gelände am Meeraner Bahnhof, die Renaturierungsfläche ehemalige Ifa an der Waldenburger Straße, die Außenanlagen des Bürgerheims Meerane, das Gornzigtal als besonders wertvolles Biotop, der "Meeraner Meerchenwald" und die Kindertagesstätte "Arche Noah". Zum Abschluss der Bereisung sah sich die Jury den großen Kräutergarten des Romantik Hotels Schwanefeld an.
Zu den einzelnen Stationen stellten die Jurymitglieder, alles Fachleute, die von verschiedenen Verbänden in die Jury entsandt wurden, interessiert Fragen. Neben Bürgermeister Professor Dr. Ungerer und Erdmute Tauche begleiteten daher auch Kämmerin Kerstin Eis und Cornelia Kux vom Bereich Grünpflege der Meeraner Stadttechnik die Jury. Auch das Wetter hatte Meerane an diesem Tag auf seiner Seite - ein wunderbar blauer Himmel zeigte sich während der gesamten Bereisung.

"Der Besuch der Jury war sehr angenehm, wir freuen uns besonders über Hinweise und Anregungen, denn wir sehen uns als lernendes System und profitieren von diesen Gesprächen. Ich hoffe, dass es uns gelungen ist, die Problemlagen einer Kleinstadt zu verdeutlichen. Die Anpassungsprozesse und Umgestaltungen des notwendigen Stadtumbaus machen die Arbeit jedoch auch spannend und interessant", erklärte Bürgermeister Professor Dr. Ungerer.
Wie die Stadt Meerane im Wettbewerb abgeschnitten hat - vergeben werden Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen - dies wird zur offiziellen Auszeichnungsveranstaltung bekannt gegeben, die am 4. September 2014 im Rahmen der Landesgartenschau in Gießen stattfinden wird. Alexander Nix hat die Stadt Meerane dazu herzlich eingeladen. "Wir werden uns gern präsentieren", sagte Professor Dr. Ungerer die Teilnahme zu.

Skulpturenpark. Grünes Klassenzimmer, Europäisches Gymnasium
Pestalozziplatz Axa-Gelände
Der Vorsitzende der Jury Alexander Nix (4.v.l.) und die Mitglieder der Jury mit Bürgermeister Professor Dr. Ungerer, Erdmute Tauche, Kerstin Eis und Cornelia Kux.
Willibald-Krause-Platz Garten am Alten Rathaus
Gornzigtal
Besuch in der Kita "Arche Noah" im Wirtschaftszentrum. Die Einrichtung verfolgt vielfältige Projekte zur Naturerziehung. So gibt es Hochbeete, ein Insektenhotel, eine Kräuterspirale und vieles mehr zum Gärtnern für die Kleinsten; durchgeführt wird auch eine "Waldwoche".
Kräutergarten des Romantik Hotels Schwanefeld
   

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