Aktuelles (22.05.2014)

 

Projekttag zum Anfassen - Tännichtschüler erkunden Neues Rathaus Meerane

Zwischen Theorie und Praxis besteht meist eine große Lücke. Um diese zu schließen, fand am 16. Mai 2014 im Neuen Rathaus ein Projekttag der Neuntklässler der Meeraner Tännichtschule zum Thema „Unsere Gemeinde – Politik vor Ort“ statt. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler nicht nur Gelegenheit zum Expertengespräch mit Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, sondern konnten auch in den einzelnen Dezernaten und Fachbereichen den Mitarbeitern über die Schulter schauen, um ihre Fragen-Kataloge zum Projekttag abzuarbeiten.

Bevor es jedoch mit der "Rathaus-Rallye" los ging, gab Gemeinschaftskundelehrerin Antje Ungerer Hinweise zur Durchführung des Projektes und legte den Schülern nahe, so viele Fragen wie möglich vor Ort zu stellen und gute Notizen zu machen, um eine solide Ausarbeitung vorlegen zu können. Inhaltsreiche Arbeitsblätter dienten zur Orientierung.
Als optimale Hilfe stellte sich dabei das fast zweistündige Gespräch mit dem Bürgermeister heraus. Er umriss kurz in seinen einleitenden Worten die Historie der Stadt Meerane, deren Einwohnerentwicklung bis heute und vermittelte praxisnah kommunalpolitisches Handeln. Als Grundlage für seine Ausführungen nutzte er die aktuellen Entwicklungen an und in der Tännichtschule. So zeigte er, wie die mehrjährige Planungsphase auf öffentlicher Verwaltungsebene ablief, erläuterte die Wege vom Stadtratsbeschluss bis hin zur Fördermittelfreigabe vom Freistaat und der bevorstehenden offiziellen Einweihung durch die Sächsische Staatsministerin für Kultus.
Während seiner Ausführungen machten sich die Tännichtschüler fleißig Notizen und ließen es sich nicht nehmen, am Ende auch viele Fragen an das Stadtoberhaupt zu richten. "Was gefällt Ihnen daran, Bürgermeister zu sein?", "Wie lange dauert Ihr Arbeitstag?", "Wofür haben Sie Ihren Professorentitel erhalten?", "Was hat Sie dazu bewogen, überhaupt Bürgermeister zu werden?" - diese Fragen standen dabei ganz oben auf der Fragenhitliste. Gern und auch mit einem Augenzwinkern gab Professor Dr. Ungerer den wissbegierigen Neuntklässlern Auskunft über seine Arbeit.
Doch nicht nur Fragen zum Bürgermeisteramt selbst waren von Interesse. Auch das kommunale Geschehen in der Stadt wurde unter die Lupe genommen. So gab es z.B. ausführliche Erklärungen zur Baumfällaktion im Stadtpark, Hintergründe zur Aufhebung der Alkoholverbotsverordnung oder auch die Information, wieviel Geld die Stadt jährlich für Schmierereien ausgeben muss. Aber auch wirtschaftliche Themen waren von Belang, und Professor Dr. Ungerer erklärte anschaulich die Arbeitsweise als Dienststellenherr im Rathaus.

Nach dieser sehr ausführlichen Fragerunde startete die "Rathaus-Rallye". Arbeitsblätter wurden ausgegeben, die Schüler in fünf Gruppen eingeteilt und los ging es. Jetzt galt es, die einzelnen Fachbereiche aufzusuchen und dort vor Ort mit den Mitarbeitern Fallbeispiele zu erörtern bzw. fachspezifische Fragen zu klären. Vom Bürgerbüro über die Kämmerei bis hin zum Baudezernat nahmen die Schüler alles genau unter die Lupe und "löcherten" die Mitarbeiter ausführlich mit ihren Fragen. Schließlich galt es, so ausführliche Antworten wie möglich zu notieren!


Ganz zum Schluss nutzte die 9. Klasse noch die Gelegenheit, sich höchstpersönlich beim Bürgermeister für die Erneuerung ihrer Schule zu bedanken. Nach der Generalsanierung des Gebäudes war am 19. Mai 2014 der erste Unterrichtstag. Professor Dr. Ungerer freute sich sehr und wünschte den Schülern viel Freude und Spaß am Unterricht.

Foto links: Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer gab Einblicke in die Arbeit einer Kommune.

Gesprächsrunde im Ratssaal des Neuen Rathauses am Lörracher Platz.

 

Zur "Rathaus-Rallye" besuchten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Fachbereiche der Stadtverwaltung Meerane im Neuen Rathaus: So ließ sich Simone Teichert, Mitarbeiterin im Bürgerbüro, während der Arbeit über die Schulter schauen und gab ausführlich Auskunft zu verschiedenen Fragen. Im Gewerbeamt informierten sich die Schüler, was zum Beispiel bei einer Gewerbeanmeldung beachtet werden muss, und sie schauten auch im Büro des Bürgermeisters vorbei.

 

   

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