Ausstellung

 

Heimatmuseum zeigt 1000 Ostereier aus aller Welt

Das Meeraner Heimatmuseum lädt mit der diesjährigen Osterausstellung, die noch bis 4. Mai 2014 geöffnet ist, große und kleine Besucher zum Entdecken und zum Staunen ein. Rund 1000 Ostereier sind hier derzeit zu sehen, die nicht nur aus den verschiedensten Ländern und Kulturen stammen, sondern auch aus ebenso vielfältigen Materialien bestehen. Dazu zählen natürlich bemalte und verzierte Hühnereier – ebenso wie Enten-, Straußen-, Emu- und Nandueier – aber auch Ostereier aus Keramik, Perlmutt, Salzteig, Speckstein, Balsaholz, Kristallglas, Thüringer Glas, Emaille, Hutschenreuther Porzellan oder Pappmaché. Ebenso vielfältig sind die Bearbeitungstechniken: Es gibt Ostereier mit Strohintarsien, Acrylmalerei, Metallbeschlägen und russischer Lackmalerei zu sehen, Eier beklebt mit Perlen oder mit Wachs- und Kratztechnik gestaltet.
Die rund 1000 Ostereier stammen aus der Sammlung von Barbara und Günter Müller aus Auerbach, die sich seit 20 Jahren mit großer Leidenschaft dem Thema Ostereier verschrieben haben. Insgesamt zählt ihre Sammlung über 2000 Ostereier. Barbara Müller hat die Stücke für die Ausstellung in Meerane ausgewählt und das Ausstellungskonzept erarbeitet.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 9. April 2014 begrüßten Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer und die Fachbereichsleiterin Kultur Angelika Albrecht die interessierten Besucher. Angelika Albrecht wies auf besondere Ausstellungsstücke hin, wie z.B. ein nur 1cm großes Wellensittich-Ei. Sie dankte dem Ehepaar Müller herzlich für die Gestaltung der Ausstellung.
Bürgermeister Professor Dr. Ungerer blickte in seinem Vortrag in die Geschichte zurück, informierte über die Entstehung des Brauches, Eier zu verschenken, sowie über die Traditionen, Bedeutungen und Mythen der verschiedenen Kulturen. So war es zum Beispiel nicht immer der Osterhase, der die Eier versteckte. „Außer dem Hasen waren noch andere Tiere mit Eiern zugange. In Hessen versteckte lange Zeit der Fuchs die Ostereier, in Holstein und Sachsen der Hahn, im Elsass der Storch und in der Schweiz der Kuckuck. Warum sich gerade der Hase durchsetzen konnte, bleibt letztlich ein Geheimnis“, sagte er.
Das 18. Jahrhundert war dann die Wiege des künstlerisch und handwerklich gefertigten Ostereies, welches in der Folgezeit ungeahnte Gestaltungsmöglichkeiten erfahren hat, berichtete der Bürgermeister: „Aus der Form des einfachen Ei wurden Luxusgegenstände aus den kostbarsten Materialen. Ausschlaggebend dafür war die Mode des Ostereierschenkens, der man besonders an den europäischen Höfen mit Spitzenprodukten künstlerischen Handwerks und Könnens huldigte. Der französische Hof unter Ludwig XV., 1770–1774, ließ Ostereier von Malern wie Watteau, Lancret und Boucher mit zeitgenössischen galanten Szenen, auch erotischen Szenen, bemalen. Der russische Hofjuwelier Farbergé, 1885–1917, stellte jedes Jahr ein sogenanntes ‚Überraschungsei‘ für die Zarenfamilie her.“

Öffnungszeiten des Heimatmuseums zur Osterausstellung
Dienstag, Donnerstag: 14:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag: 14:00 bis 17:00 Uhr
sowie nach Vereinbarung, Tel. 03764 2027
Öffnungszeiten zu Ostern: Ostersonntag: 14:00 bis 17:00 Uhr

Hinweis: Am Donnerstag, 1. Mai 2014 (Maifeiertag) bleibt das Heimatmuseum im Alten Rathaus geschlossen.

Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßten Bürgermeister Professor Dr. Ungerer und die Fachbereichsleiterin Kultur Angelika Albrecht die Besucher.

Interessiert nahmen die Gäste die Ostereier aus aller Welt in Augenschein. Tatsächlich stammen die ausgestellten Exponate aus vielen Ländern und Kulturen der Erde.

Die Fotos zeigen nur einen kleinen Teil der Exponate. Noch bis 4. Mai 2014 ist Gelegenheit, die Sonderausstellung zu sehen.


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