Aktuelles (30.04.2014)

 

Evangelische Grundschule St. Martin zieht ins ehemalige Krankenhaus

Weiterentwicklung der Schule im Gebäude Hospitalstraße 2–4

Die Evangelische Grundschule St. Martin wird sich mit Beginn des neuen Schuljahres 2014/2015 im städtischen Gebäude des ehemaligen Meeraner Krankenhauses in der Hospitalstraße 24 weiterentwickeln. Dies gaben der Vorsitzende des Trägervereins Evangelische Grundschule, Titus Gibbert, und Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer am 28. April 2014 im Rahmen eines Pressegespräches bekannt.

Die Evangelische Grundschule St. Martin, im Jahr 2006 gegründet, hat ihr Domizil bisher im Kirchgemeindehaus in der Kantstraße, doch die Räumlichkeiten – und auch der Außenbereich – wurden nun einfach zu klein, insbesondere weil auch mehrere Kinder mit erhöhtem Förderbedarf betreut werden.
„Wir als Trägerverein haben Ende 2012 mit der Stadt Meerane Kontakt aufgenommen und freuen uns nun sehr, dass wir künftig das Gebäude in der Hospitalstraße nutzen können. Wir haben im neuen Schulgebäude, insbesondere durch die behindertengerechte Ausstattung, optimale Bedingungen“, erklärte Titus Gibbert.
Bürgermeister Professor Dr. Ungerer bestätigte, dass der Stadtrat mit einem entsprechenden Beschluss frühzeitig die Weichen für den Umzug gestellt hat. Mehrere Besichtigungstermine mit dem Trägerverein, den Lehrern und Horterziehern hatten dazu stattgefunden. „Wir sind glücklich, dass wir einen Partner haben, der eine wichtige Arbeit im pädagogischen Bereich leistet und sich insbesondere auch dem Thema Inklusion widmet“, betonte der Bürgermeister und fügte hinzu: „Mit der unbefristeten Verpachtung an den Trägerverein besitzt dieser auch die entsprechende Sicherheit für die Weiterentwicklung der Schule.“
Anja Ziegler, Stellvertretende Vorsitzende des Vereins Evangelische Grundschule, informierte, dass mit Beginn des neuen Schuljahres 81 Mädchen und Jungen die Schule besuchen werden. Mehr als die Hälfte kommt aus umliegenden Gemeinden, sehr viele Schüler aus der Stadt Crimmitschau, zu deren Kirchgemeinde ein sehr guter Kontakt besteht. Im neuen Schuljahr wird der Anteil der Integrativkinder mit einem erhöhten Förderbedarf in den verschiedenen Förderschwerpunkten (geistige Entwicklung; Lernen; Sprache; körperlich-motorische Entwicklung; soziale-emotionale Entwicklung) 16 Prozent betragen. „Von Anfang an war unser Grundgedanke, eine ‚Schule für alle‘ zu sein. Der integrative Gedanke wird bei uns gelebt. Wir möchten allen Kindern ein normales Schulumfeld bieten. Wir möchten, dass die Kinder gemeinsam lernen und leben, dass sie erfahren, dass auch Beeinträchtigungen oder Behinderungen zum Leben gehören“, sagte Anja Ziegler.
Mit dem Umzug in das Gebäude in der Hospitalstraße 2–4, welches sich in den vergangenen Monaten ja bereits als „Ersatzschule“ für die Meeraner Tännichtschule während der Zeit der Generalsanierung bewährt hat, verbessern sich die Bedingungen für die gesamte Schule. Bislang konnte die Evangelische Grundschule jeweils rund 700 Quadratmeter Räumlichkeiten im Kirchgemeindehaus sowie im Freigelände nutzen. Künftig stehen rund 1.800 Quadratmeter Räumlichkeiten im ehemaligen Krankenhaus sowie ein rund 2.900 Quadratmeter großes Außengelände zur Verfügung, welches auch der Hort der Schule, der ebenfalls mit ins neue Gebäude zieht, nutzt.
Durch die Betreuung der Integrativkinder benötigt die Schule mehr Personal und mehr Platz. „Für die Integrationsassistenz, für externe Fachkräfte zum Beispiel im Bereich Sprache oder Ergotherapie sowie für Förderpädagogen gibt es nun bessere Bedingungen, ebenso ist mehr Platz für die Fachkabinette“, erklärte Schulleiterin Kristina Bayer. „Der Trägerverein steht hinter dem Konzept, darüber sind wir sehr froh. Im neuen Schulgebäude kann nun mehr umgesetzt werden“, fügte sie hinzu.
Dass alle an einem Strang ziehen, kann auch Hortleiter Markus Nürnberger bestätigen. „Zwischen Schule, Hort und den Eltern unserer Schüler besteht eine vorbildliche Zusammenarbeit. Unser Grundanliegen ist das Miteinander, das soziale Lernen, die Befähigung zu Konfliktbewältigung und Kompromissbereitschaft. Dafür gibt es bei uns zum Beispiel ein Kinderparlament, in dem die Kinder selbst Regeln für das Miteinander aufstellen“, berichtete er.

Bis zum Schulbeginn am 1. September 2014 ist nun noch einiges zu tun, insgesamt befindet sich das Gebäude jedoch in einem sehr guten Zustand. Die Sanitäreinrichtungen werden angepasst, und natürlich wird das Außengelände entsprechend gestaltet.
Bürgermeister Professor Dr. Ungerer: „Die Stadt Meerane wünscht der Evangelischen Grundschule St. Martin alles Gute zum Start des neuen Schuljahres im neuen Domizil!“

Foto: Kristina Bayer, Titus Gibbert, Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, Anja Ziegler und Markus Nürnberger (v.r.n.r.) zum Pressegespräch im Neuen Rathaus.  
   

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