Aktuelles (03.03.2014)

 

Unausgewogene Informationen der Tagespresse zu den ehemaligen Postgebäuden

Zur unausgewogenen Berichterstattung in der Tagespresse vom 3. März 2014 zum Postareal in der Poststraße stellt die Stadt Meerane klar.

In den Jahren 1900 bis 1902 wurde das „Kaiserliche Postamt“ im neobarocken Stil errichtet. Es zählt zu den architektonischen Höhepunkten des Bauens in Meerane um die Jahrhundertwende. Das vorhergehende Postamt, in dem die Post seit 1866 untergebracht war, war zu klein geworden. Es wurde nach der Indienststellung des neobarocken Postgebäudes 1902 von der Post nicht mehr benutzt. Das Gebäude diente zuletzt bis 1982 als Bankgebäude für die Gewerbebank. 

Beide Gebäude unterscheiden sich auch in ihrer Größe. Das Flurstück der neobarocken Post (Poststraße 20/24) hat eine Größe von 3.190 qm, gegenüber 610 qm des Gebäudes in der Poststraße 26.

Seit dem Ankauf des Postareals im Jahre 2010 durch die Stadt Meerane wird das neobarocke Postgebäude für Ausstellungs- und Archivzwecke verwendet. Es beherbergt das Verwaltungsarchiv der Stadtverwaltung und Ausstellungsräume zur Textil- und Technikgeschichte der Stadt Meerane. Ferner ist der Zustelldienst der Deutschen Post untergebracht.
Die Ziele der Schaffung von Archiv- und Ausstellungsflächen konnten im neobarocken Postgebäude realisiert werden. Dies wird auch für die historische Waffensammlung gelten, die sich gegenwärtig noch außerhalb der Stadt befindet. Dazu dauern die Verhandlungen noch an.

Entsprechend § 90 Sächsische Gemeindeordnung darf die Gemeinde Vermögensgegenstände veräußern, wenn sie sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben nicht braucht. Das neobarocke Postgebäude hat ausreichend Platz für die städtischen Zwecke, so dass das Gebäude in der Poststraße 26 („Alte Post“) derzeit nicht gebraucht wird.

Bereits am 19.5.2010 teilte die Stadt Meerane dazu mit: „Die Alte Post wird ebenfalls erhalten bleiben, lediglich ein maroder Seitenflügel im hinteren Bereich wird abgebrochen. Der Sanierungsaufwand ist hier höher. Zwar ist das Gebäude in einem guten baulichen Zustand, doch sämtliche Versorgungsanlagen, Fassade, Fenster etc. sind marode.“

Zur Verdeutlichung veröffentlicht die Stadt Meerane nochmals ihre Mitteilung vom 19.5.2010.

Aktuelles (19.05.2010)
Postgebäude werden Domizil für städtische Ausstellungen und Archive

Die ehemaligen Gebäude der Post in der Poststraße – das neobarocke Postgebäude (Nr. 20-24) und die alte Post (Nr. 26) – befinden sich seit 1. März 2010 im Besitz der Stadt Meerane. Nachdem der Stadtrat im Mai 2008 beschlossen hatte, das Vorkaufsrecht für diese Gebäude auszuüben, liefen die Verhandlungen mit dem bisherigen Eigentümer, der Deutschen Post, die Anfang des Jahres erfolgreich abgeschlossen werden konnten, informierte Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer.

Die Alte Post, Poststraße 26, wurde 1866 eingeweiht, das neobarocke Postgebäude, Poststraße 20-24, im Jahre 1902 (Bild links eine Ansicht der Poststraße um ca. 1910).
Vor acht Jahren, 2002, war die Post geschlossen worden.
Ursprünglich hatte die Deutsche Post geplant, beide Meeraner Postgebäude zusammen mit weiteren über 100 ehemaligen Postgebäuden in Sachsen an einen Immobilienfonds zu verkaufen. Per Notarvertrag wurde die Stadt Meerane davon im Frühjahr 2008 informiert.
„Bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, haben die sächsischen Kommunen jedoch das Vorkaufsrecht. Beide Gebäude sind sehr bedeutsam für Meerane, die neobarocke Post ist eines der beeindruckendsten Bauwerke in unserer Stadt. Wir wollten die weitere Gestaltung dieser Objekte selbst in die Hand nehmen und verhindern, dass diese in einen anonymen Fonds ‚abtauchen‘“, informierte Professor Dr. Ungerer über die Gründe, das Vorkaufsrecht auszuüben. Die Entscheidung fällte der Stadtrat nach einer Begehung beider Objekte. „Wir sind sehr froh, dass der Stadtrat diesen Beschluss gefasst hat. Beide Postgebäude sind stadtbildprägend, wir haben nun die Möglichkeit, diese zu entwickeln und den Bestand für die Zukunft zu sichern“, ergänzte er. Rund 304.000 Euro kosteten die beiden Gebäude, das Geld wurde aus der Rücklage entnommen.

Zur künftigen Nutzung gibt es bereits konkrete Pläne. Zuerst gab es Überlegungen, ein Zentrum für Seniorenbegegnung und Seniorenwohnen in der Alten Post einzurichten. Der Eigenbetrieb Seniora hat dies untersucht, die Umgestaltung wäre jedoch aufgrund der inzwischen erforderlichen hohen baulichen Standards unrentabel, erklärte der Bürgermeister.
„Unser Ziel ist, in beiden Objekten künftig das Stadtarchiv unterzubringen und in diesem Zusammenhang verschiedene Ausstellungen zu entwickeln und zu präsentieren. Der alte Paketsaal im neobarocken Postgebäude eignet sich zum Beispiel zur Präsentation der Technik-Sammlung der Stadt, zu der alte Textilmaschinen und Fahrzeuge gehören. Hier können auch die historischen Garagen auf dem Gelände genutzt werden“, informiert der Bürgermeister. Bisher befindet sich das Verwaltungsarchiv in der ehemaligen Schweitzer-Schule, die historische Technik ist an verschiedenen Standorten untergebracht.
Der Saal in der 1. Etage der neobarocken Post wird als Festsaal für unterschiedlichste Zwecke entwickelt, damit würde die Stadt wieder über einen historischen Festsaal verfügen.
Die Stadt bemüht sich derzeit auch um die Rückgabe ihrer historischen Waffensammlung. Diese wurde zu DDR-Zeiten beim Rat des Kreises eingelagert. Die baulichen Gegebenheiten des neobarocken Postgebäudes würden eine Ausstellung der historischen Waffen erlauben, so Professor Dr. Ungerer.

Das neue Postgebäude befindet sich in einem sehr guten Zustand, auch Heizung/Elektroanlagen sind hier bereits modernisiert. Der Paketzustelldienst der Deutschen Post AG wird weiterhin die Räume im rückwärtigen Teil des Gebäudes nutzen, in diesen Vertrag ist die Stadt eingetreten.
Die Alte Post wird ebenfalls erhalten bleiben, lediglich ein maroder Seitenflügel im hinteren Bereich wird abgebrochen. Der Sanierungsaufwand ist hier höher. Zwar ist das Gebäude in einem guten baulichen Zustand, doch sämtliche Versorgungsanlagen, Fassade, Fenster etc. sind marode.
Als erster Schritt wird nun die Umgestaltung des ehemaligen Paketsaales im neobarocken Postgebäude in Angriff genommen, erklärte Bürgermeister Professor Dr. Ungerer. Die Kostenschätzung wird derzeit erarbeitet. Überlegungen gibt es auch, den Postvorplatz neu zu gestalten. Künftig soll auch die Anbindung des Geländes von der Annenstraße aus gerichtet werden. Der Zeitrahmen für alle Vorhaben umfasst zwei bis drei Jahre, schätzt Professor Dr. Ungerer.

Fotos: In den beiden Postgebäuden an der Poststraße sollen künftig das Stadtarchiv und historische Sammlungen ihren Platz finden.

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