Aktuelles (27.02.2014)

 

Pressemitteilung der Stadt Meerane zum Stadtgebiet Crotenlaide

Eine Anfrage der Tagespresse zur Situation der Gemarkung Crotenlaide beantwortete Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer wie folgt:

Die Gemarkung Crotenlaide der Stadt Meerane ist als „Krotendorf“ seit 1515 nachweisbar und zählte zur „Mehranischen Flur“. Sie liegt im nördlichen Teil der Stadt Meerane und grenzt unmittelbar an die Gemarkung Hainichen des Freistaates Thüringen an. Durch die Gemarkung Crotenlaide fließt mit dem Meerchen das bedeutendste Fließgewässer der Stadt Meerane.
Seit dem 1.10.1923 ist die Crotenlaide Teil der Stadt Meerane. Die Gemarkung Crotenlaide ist in unmittelbarer Nachbarschaft der Gemarkungen (Ober)Götzenthal und Untergötzenthal, die erstmals urkundlich 1525 erwähnt sind. Auch Götzenthal zählte zur „Mehranischen Flur“.
In seiner historischen Entwicklung ist die Crotenlaide ein Gut, das verschiedenen Gutseigentümern gehörte, bis es 1923 im Stadtgebiet Meerane aufging. Götzenthal ging 1928 im Stadtgebiet Meerane auf.

Heute zählen zur Crotenlaide folgende Straßen: Crotenlaider Weg, Am Sperlingsberg und Teile An der Wehrwiese und Götzenthal. In der Crotenlaide wohnen 102 Personen.
Das Gebiet Crotenlaide ist grundsätzlich durch sanierte Gebäude und Neubauten gekennzeichnet. Die Gebäude sind von den Eigentümern vorbildlich entwickelt. Es hat nach Kenntnis der Stadt Meerane nur einen Leerstand zu verzeichnen.
Das „Gut Crotenlaide“ hat seinen überwiegend landwirtschaftlich geprägten Charakter weitgehend erhalten. Dies spiegelt sich auch in der baulichen Entwicklung wider, wobei sich die Sanierungen und Neubauten nahtlos und harmonisch in das eher dörfliche Bild einfügen.
Neu gerichtet hat die Stadt Meerane die Straße „Am Sperlingsberg“, neue Brücken über das Meerchen wurden an den Straßen „An der Wehrwiese“ und „Götzenthal“ gebaut, die Straße „Merlacher Weg“ wurde in Richtung Grenze Thüringen saniert. Im laufenden Jahr wird die Brücke über den Meerchenbach „Merlacher Weg“ neu gebaut.

Sanierungsbedürftig und eingeplant ist der Crotenlaider Weg (Abschnitt „Merlacher Weg“ bis „An der Wehrwiese“). Hier erfolgt eine Verzahnung mit dem geplanten Abwasserkanalbau des AZV.
Aus Sicht des AZV Götzenthal und der Stadt Meerane ist das umfassendste Vorhaben in den kommenden Jahren die Entflechtung des Abwassersystems. Für die Crotenlaide sieht das Abwasserbeseitigungskonzept den Aufbau eines Trennsystems vor. Ziel ist die Ausgrenzung des in den Meerchenbach eingeleiteten ungeklärten Mischwassers, da der Meerchenbach derzeit als Abwasserhauptsammler fungiert. Erforderlich ist der Bau eines Schmutzwasserkanals. Die vorhandenen Mischwasserkanäle werden als Regenwasserkanäle weitergenutzt.
Derzeit vollzieht die Stadt Meerane mit dem AZV Götzenthal die Fördermittelbeantragung für die Schmutzwasserausgrenzung und den erforderlichen Kanalbau Dittrichbach; danach folgt unmittelbar die Fördermittelbeantragung Meerchenbach für die Gebiete Crotenlaide/Götzenthal sowie Crotenlaider Straße.
Mit diesen Maßnahmen ermöglichen der AZV und die Stadt Meerane den Haushalten in der Crotenlaide eine zentrale Abwasserbeseitigung, die den wasserrechtlichen Grundlagen entspricht. Eine konkrete Information der Bürgerinnen und Bürger erfolgt unmittelbar nach Bestätigung der zur Umsetzung erforderlichen Fördermittel.

Die Stadt Meerane besitzt in der Gemarkung Crotenlaide kein Eigentum mit Ausnahme der Fläche des ehemaligen Gasthofes „Crotenlaide“; das baufällige Haus wurde 2012 abgebrochen. Die Buswartestelle „Merlacher Weg“ ist komplett privat.

Nicht zum Gebiet „Crotenlaide“ gehört die Crotenlaider Straße. Die Crotenlaider Straße, und mit ihr verknüpft die Rosa-Luxemburg Straße, gehören zur Gemarkung Meerane und sind historisch schon immer Bestandteil der Stadt Meerane. Es sind Pflasterstraßen mit einer Länge von 880 Metern und 470 Metern. Eine komplette Sanierung bzw. ein grundhafter Ausbau wäre sicher wünschenswert, jedoch finanziell nicht darstellbar, so dass die Straßenschäden jeweils behoben werden. Die an der Crotenlaider Straße liegenden brachgefallenen Objekte befinden sich im Privatbesitz.
Der Stadt Meerane gehört die Fläche des ehemaligen Palla-Komplexes in der Rosa-Luxemburg-Straße/Ecke Moritz-Ostwald-Straße, die von der Stadt Meerane beseitigt wurde.

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