Aktuelles (22.01.2014)

 

Münchner Kunstfund enthält zwei Arbeiten des gebürtigen Meeraner Malers Otto Griebel

Der Münchner Kunstfund enthält auch zwei Werke des gebürtigen Meeraner Malers Otto Griebel: Kind am Tisch und das Aquarell Die Verschleierte.
Bei dem Kunstfund handelt es sich um einen Bestand von 1280 Kunstwerken aus dem Besitz Cornelius Gurlitts (* 1932), Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956). Ein Teil der Werke galt seit 1945 als verschollen; andere waren in der kunstgeschichtlichen Forschung zuvor unbekannt. Bei zahlreichen Werken wird vermutet, dass es sich um NS-Raubkunst handelt. Die gerahmten und ungerahmten Bilder wurden im Februar/März 2012 in Cornelius Gurlitts Schwabinger Wohnung im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Augsburg beschlagnahmt. Der Öffentlichkeit wurde dies erst durch einen Bericht des Nachrichtenmagazins Focus am 3. November 2013 bekannt. (Quelle: Wikipedia)

Fotos der Bilder...Link zur Seite www.lostart.de

Auf der Internetseite www.3sat.de erschien im Rahmen der 3sat-Kulturzeit-Reihe "Gurlitts Schatzkiste - Teil 8" der folgende Beitrag zu den beiden gefundenen Bildern von Otto Griebel... Link zum Beitrag: www.3sat.de

Otto Griebel (geb. 21. März 1895 in Meerane, verstorben 7. März 1972 in Dresden) war ein deutscher Maler der Neuen Sachlichkeit und der proletarisch-revolutionären Kunst.
Otto Griebel begann 1909 eine Lehre als Dekorationsmaler, kurze Zeit später wechselte er an die Königliche Zeichenschule in Dresden, wo er Otto Dix kennenlernte. Von 1911 bis zur Einberufung 1915 studierte Griebel die Glasmalerei bei Josef Goller an der Kunstgewerbeschule Dresden. Und er malte erste Ölbilder.
1919 wurde Griebel ein Meisterschüler von Robert Sterl an der Dresdner Akademie, und er lernte Oskar Kokoschka kennen. 1919/1920 arbeitete er bei den Dadaisten mit, es bildeten sich Freundschaften mit George Grosz und John Heartfield. Griebel übersiedelte nach Berlin. 1924 beteiligte er sich an der Dresdner Sezession. Er war Mitglied beim Jungen Rheinland in Düsseldorf, dem Bielefelder Wurf, der Berliner Novembergruppe und Mitbegründer der „Roten Gruppe“ in Dresden.
Auch für die Kunst des Puppenspiels wurde Griebel ein bedeutsamer Mann. Durch seinen Freund Otto Kunze, einen 1888 in Dresden geborenen Handpuppenspieler, kam er mit dem Puppentheater in Verbindung und "fasste" Kunzes geschnitzte Handpuppenköpfe, er gestaltete auch die entsprechenden Bühnenbilder. Griebel war selbst als Handpuppenspieler tätig. Er konnte sich aber nicht entschließen, das Puppenspiel zu seinem Beruf zu machen.
1933 wurde Griebel von der Gestapo verhaftet, sein Werk wurde als feindlich-kommunistische Kunst eingestuft. Nach seinen Angaben wird der größte Teil seines Werkes im Februar 1945 beim Luftangriff auf Dresden zerstört. Nach dem Krieg dann war Griebel bis 1960 an der Fakultät für Arbeiter und Bauern an der Kunsthochschule Dresden tätig. Er starb 1972 in Dresden. (Quelle: Wikipedia)


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