Aktuelles (16.12.2013)

 

Vier Plaketten für Städtebauliches Engagement verliehen

Gelungene Neubau- oder Sanierungsobjekte zeichnet die Stadt Meerane seit zwei Jahren mit der „Plakette für städtebauliches Engagement“ aus. Die Inhaber von Wohnhäusern, Geschäftshäusern und auch Industriegebäuden konnten sich seitdem über diese Auszeichnung freuen, die eine symbolische Anerkennung des Engagements für ein schöneres Stadtbild von Meerane ist.
Verliehen werden jährlich zehn Plaketten mit einer Urkunde; die Mitarbeiter des Fachbereiches Bauen wählen die Objekte aus.
Anfang Dezember 2013 wurden vier weitere Plaketten verliehen. Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer überreichte gemeinsam mit Barbara Könnemann die Auszeichnungen.

Neubau Werkstatt- und Bürogebäude Kfz-Technik EBERT, Chemnitzer Straße 17
Der Neubau des Werkstatt- und Bürogebäudes Kfz-Technik EBERT in der Chemnitzer Straße 17 ist auf dem Grundstück der alten Entbindung von Meerane entstanden. Von März bis Juli 2013 dauerten die Bauarbeiten, Anfang September 2013 eröffnete Kfz-Meister Mike Bernd Ebert seinen Meisterbetrieb. Das Gebäude umfasst Werkstatt mit zwei Arbeitsplätzen und Hebebühnen sowie Büro- und Sozialräume. Seit der Eröffnung entwickelt sich das Unternehmen sehr gut, bestätigte der Kfz-Meister im Gespräch mit Bürgermeister Professor Dr. Ungerer. Der Bürgermeister gratulierte Mike Bernd Ebert und seinem Vater Dr. Bernd Heinz Ebert zu dem gelungenen Werkstattneubau. Beide freuten sich sehr über die Auszeichnung und auch über die vielen positiven Rückmeldungen zur Entwicklung des Grundstückes an der Chemnitzer Straße. „Wir freuen uns, wenn wir einen kleinen Baustein zur Stadtentwicklung leisten konnten“, sagte Dr. Ebert.

Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, Dr. Bernd Heinz Ebert, Mike Bernd Ebert und Barbara Könnemann (v.l.) vor dem neuen Werkstatt- und Bürogebäude in der Chemnitzer Straße 17.


Sanierung Wohnhaus Zwickauer Straße 97
Vor 115 Jahren, 1898, wurde das Wohnhaus in der Zwickauer Straße 97 erbaut, doch dieses Alter sieht man dem Gebäude wirklich nicht an. Ein Schmuckstück ist nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten in diesem Jahr entstanden. Wie Volker Gerth, dessen Eltern das Haus 1974 gekauft hatten, im Gespräch mit Bürgermeister Professor Dr. Ungerer informierte, sind Dach, Fenster und Fassade neu, auch innen sind alle drei Etagen saniert. In einem Schieferstein im Dachbereich sind die Jahreszahlen festgehalten: 1898 / 2013. Blickfang an der Giebelseite ist eine Sonnenuhr und eine schön gestaltete Hausnummer.
„Wir haben uns sehr gefreut, als sie hier losgelegt haben, und wir freuen uns, Ihnen heute die Plakette für Städtebauliches Engagement überreichen zu können“, sagte der Bürgermeister. Barbara Könnemann hatte einen Auszug aus den alten Bauakten der „Amtshauptmannschaft Glauchau“ dabei, der auch die historischen Ansichten enthielt. Erster Besitzer des Hauses war demnach Paul Börner, Besitzer der Eisengießerei.
„Meine Familie und ich freuen uns sehr über die Auszeichnung, herzlichen Dank“, sagte Volker Gerth.

Bürgermeister Professor Dr. Ungerer, Sebastian Voigt, Sylvia Voigt, Volker Gerth und seine Mutter Elfriede Gerth und Barbara Könnemann (v.l.), rechts das Wohnhaus Zwickauer Straße 97.


Sanierung Wohnhaus An der Steilen Wand 80

Auch das Wohnhaus von Jürgen und Christa Förster, An der Steilen Wand 80, hat schon einiges erlebt. Erbaut wurde es bereits 1895, und auch zu diesem Wohnhaus fanden sich Unterlagen im Bauarchiv der Stadt Meerane. Christa Förster, die die Plakette für Städtebauliches Engagement entgegennahm, war sehr erstaunt und freute sich auch darüber sehr. Wie sie berichtete, war bei den Sanierungsarbeiten ein Eisenträger mit der Jahreszahl 1898 zutage getreten, so dass man diese Jahreszahl als Baujahr geschätzt hatte. „An der Steilen Wand haben wir bereits eine Plakette verliehen, wir freuen uns, auch Ihnen diese heute überreichen zu können. Sie tragen mit dazu bei, dass unsere Stadt schöner wird“, so der Bürgermeister.
Wie Christa Förster berichtete, wurden in diesem Jahr Dach und Fassade saniert, einschließlich des Sockels aus Naturstein. „Über die Auszeichnung freuen wir uns sehr, vielen Dank“, sagte sie.

Bürgermeister Professor Dr. Ungerer, Christa Förster und Barbara Könnemann (v.l.) vor dem Wohnhaus An der Steilen Wand 80.


Sanierung Wohnhaus Leipziger Straße 21
Über 150 Jahre alt ist das Stadthaus Leipziger Straße 21. Erbaut wurde das denkmalgeschützte Gebäude bereits 1861. Das Haus ist schon länger im Besitz der Familie, Achim und Gaby Porzig kauften es 1989 vom Großvater von Frau Porzig. „Wir wohnten damals schon seit 1986 hier im Haus und hatten uns eine Wohnung ausgebaut. Nach 1989 wurden dann Bad und Heizung eingebaut, vor zehn Jahren haben wir das Dach neu gemacht, auch Wasser- und Elektroinstallation sind neu. Eigentlich sind wir seit 20 Jahren beim Umbau“, berichtet Achim Porzig lachend.
In diesem Jahr wurden nun Fenster mit Schallschutz eingebaut und die Fassade denkmalgerecht saniert. „Die Fassade ist ein Schmuckstück geworden, das Gebäude ist bestens gelungen“, lobte Bürgermeister Professor Dr. Ungerer. Wie Gaby und Achim Porzig erzählten, wurde die Fassadengestaltung mit dem Denkmalschutz abgestimmt. „Wir freuen uns heute selbst sehr, wie schön es geworden ist“, sagten sie und bedankten sich herzlich für die Auszeichnung mit der Plakette für Städtebauliches Engagement. Ein liebevolles Detail an der Fassade ist ein Schriftzug Leipziger Straße mit dem sächsischen Wappen.
Barbara Könnemann war auch zum Gebäude Leipziger Straße 21 im Bauarchiv fündig geworden und hatte einen Auszug aus den alten Bauakten mitgebracht, der auch eine historische Ansicht enthielt.

Barbara Könnemann, Achim und Gaby Porzig und Bürgermeister Professor Dr. Ungerer (v.l.). Das Gebäude Leipziger Straße 21 ist ein klassisches Meeraner Stadthaus. Die Fassade wurde denkmalgerecht saniert.

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