Aktuelles (08.10.2013)

 

Heiße Debatten im Vorfeld

Über Kunst lässt sich (nicht) streiten

Da präsentiert es sich nun – erhaben und bunt: Das riesige Wandbild mit dem Titel „Es war nicht alles gut, was schlecht war“ an der Fassade im Skulpturenpark und sorgt seitdem für anregende Diskussionen und Gespräche der Vorbeigehenden.

So war es denn auch kein Wunder, dass sich zur Außenvernissage am Mittwoch mit dem Meeraner Künstler und Projektleiter Jens TASSO Müller jede Menge Besucher und Kunstinteressierte ein Stelldichein gaben.
Mit dabei, die Schatzmeisterin des Meeraner Kunstverein e.V. (MKV), Christina Zesch, welche mit freudigen Worten „Es ist geschafft“, die Vernissage eröffnete. Sie freute sich, dass das Wandbild zu kontroversen Diskussionen anregt und das enorm viele Meeraner Firmen, Einzelpersonen und Kunstverbundene mit ihren Spenden zum Gelingen beigetragen haben. Ein besonderer Dank ging dabei an die Stadt Meerane: „Es war nicht immer alles einfach, was einfach aussah, doch von städtischer Seite wurden wir sehr gut unterstützt und konnten dieses Projekt zum erfolgreichen Ende bringen“.

Und Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer betonte: „Ohne das emsige Wirken des MKV würden wir jetzt nicht hier stehen und die beeindruckende Liste an Unterstützern zeigt, dass auch in Meerane der Teamgeist ganz oben steht“. Zudem ging sein Dank an die Anwohnerin, Inge Lang, welche gern ihre Hausfassade für dieses Experiment zur Verfügung stellte.
Dann übergab er das Wort an TASSO, welcher gleich zu Beginn betonte, dass das Ziel nicht gewesen sei, „ein gefälliges Bild zu schaffen“. „Wir hoffen, dass die Leute sich Zeit nehmen, um das Gesamtwerk zu betrachten und vielleicht mit ihrem eigenen Erlebten zu vergleichen.“

So zeigt das Bild DDR-typische Szenen vom Volkspolizisten über den NVA-Soldaten bis hin zu einem überdimensional groß wirkenden Kaufhaus mit dem Schriftzug „Mangelwarenhaus“. Auch ein Bautzener Postkartenmotiv ist zu finden, ebenso wie ein scheinbar unsichtbarer Wartburg mit dem Hinweis „Horch und Guck“. „Manche Botschaften sind deutlich, doch es ist von uns Künstlern so gewollt, dass einige Details nicht sofort erkennbar sind“, berichtet TASSO zum Schluss und widmet sich dann den Fragen des Publikums und berichtet über die Arbeit mit den Künstlerkollegen DeCoe, Erik, Farbgefühl, Fred, Jan Thau, KIOSK, Lake, Marc Jung, Phillip und Toralf.

Der Skulpturenpark befindet sich in der Poststraße/Einmündung Packhofstraße in Meerane und ist jederzeit zugänglich.

Das Wandbild im Skulpturenpark trägt den Titel: „Es war nicht alles gut, was schlecht war“.

Der Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, Christina Zesch, Schatzmeisterin Meeraner Kunstverein e.V. und Projektleiter Jens TASSO Müller zur Außenvernissage am 2. Oktober 2013 (v.l.n.r.).

Christina Zesch bedankte sich bei Anwohnerin Inge Lang, welche die Fassade ihres Hauses für dieses Projekt zur Verfügung stellte.

Tasso vor einem Ausschnitt des Wandbildes.



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