Aktuelles (11.09.2013)

 

Gesprühtes im Skulpturenpark – Graffiti „HipHop und Jugendkultur in der DDR“ entsteht

Seit einigen Tagen ist die am Skulpturenpark an der Poststraße angrenzende Fassade eingerüstet. Emsiges Treiben herrscht auf den einzelnen Rüstböden. Grund dafür: Der Meeraner Künstler Jens TASSO Müller erarbeitet zusammen mit dem Meeraner Kunstverein (MKV) und jungen Graffiti-Künstlern aus Ostdeutschland das Graffitiprojekt „HipHop und Jugendkultur in der DDR“.
„Dabei galt es, Künstler zu begeistern, welche genau diese Zeit miterlebt haben“, berichtet Projektleiter Tasso. Ursprünglich wollte er eigentlich alle ehemaligen Sprüher der DDR „zusammentrommeln“, um ein Gesamtkunstwerk zu entwerfen. „Insgesamt zehn konnte ich ausfindig machen, doch alle sind mittlerweile weltweit verteilt und konnten so spontan keine Zusage geben“. Also holte er junge Künstler ins Boot, welche zumindest noch das Ende der Sowjetischen Besatzungszone erlebten und damit auch den Hintergedanken des Projektes verstehen.
Zuerst hat man sich über Motive und Aufbau verständigt, nun laufen die Arbeiten. Abhängig von der Witterung wird das Graffiti in den nächsten Tagen fertig gestellt. Bis dahin sind die Künstler, welche aus Rostock, Jena und Berlin kommen, im Skulpturenpark anzutreffen.
„Übrigens arbeiten die Künstler fast für umsonst“, betont Tasso. Organisatorin Christina Zesch vom Meeraner Kunstverein freut sich, dass Sponsoren die Arbeit im Skulpturenpark immer wieder unterstützen.
„Zum Motiv“, meint Tasso, „gäbe es vieles zu erzählen, aber die zukünftigen Betrachter sollen sich selbst Gedanken machen, welche Informationen darin stecken“.

 
Junge Graffiti-Künstler aus Jena, Rostock und Berlin, darunter Toralf Zoldan, Bert Hoffmann, Marc Jung, Philipp Dümcker, ERIK und LAKE arbeiten mit dem Meeraner TASSO an der Fassade am Skulpturenpark an der Poststraße.
   

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