Aktuelles (28.05.2013)

 

Erste Abiturienten am Europäischen Gymnasium Meerane


Ehemalige Fünftklässler mausern sich am Europäischen Gymnasium Meerane zu Abiturienten

von Olaf Kettner und Kerstin Sommer, Schulleitung

Es macht Freude, auf dem Klassenfoto der ersten Klasse 5m die Gesichter unserer heutigen Abiturienten zu suchen, und nicht alle sind auf Anhieb wiederzuerkennen. Nicht zu glauben, wie schnell diese 8 Jahre vergangen sind, in denen wir Schritt für Schritt die Entwicklung der heranwachsenden Persönlichkeiten erleben konnten.
Vieles galt es zu meistern in dieser Schulzeit: neue Schule, neue Mitschüler, neue Lehrer und in nahezu jedem Schuljahr neue Unterrichtsfächer. Bereits in Klasse 6 fiel die Entscheidung für die Fremdsprache Spanisch oder Französisch.
Ab Klasse 8 standen dann weitere zwei Wege zur Wahl: das naturwissenschaftliche oder das sprachliche Profil, in denen die Schüler fächerverbindende Bildungsinhalte bzw. die dritte Fremdsprache vermittelt bekamen.
Mit der Besonderen Leistungsfeststellung kam das erste Mal eine Prüfungssituation auf die Heranwachsenden zu, und auch die Kurswahl für die Sekundarstufe II stand vor der Tür.
Zu den Leistungskursen Mathematik oder Deutsch wählten die Schüler den zweiten Leistungskurs Englisch, Geschichte oder Physik.
Der Start in die Klasse 11 fiel vielen Schülern zunächst schwer, denn nun war ein höheres Maß an Selbständigkeit gefordert und das führende Händchen der Klassenleiterin fehlte. Der vermehrte Stundenumfang und wesentlich höhere Lehrplananforderungen sowie das langfristige Erstellen der Facharbeiten mussten erst einmal unter einen Hut gebracht werden. Letztendlich lösten es die Schüler hervorragend und meisterten die Klasse 11 erfolgreich.
Das 12. Schuljahr entpuppte sich dann als reichlich kurz. Bereits im Januar stand das „Vorabitur“ als Vorbereitung auf das große Ziel „Abitur“ auf dem Plan. Und am 16.04.2013 liefen unsere jüngeren Schüler ehrfürchtig und auf Zehenspitzen durchs Haus – die schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Deutsch hatten begonnen.
Nun ist dies auch schon wieder Geschichte, und am 13.05.2013 starteten die mündlichen Prüfungen. Mit Spannung erwarten wir die Ergebnisse, konnten doch im Vorfeld alle Schüler zum Abitur zugelassen werden.
Doch nicht nur Lernen und Mühen machten die Schulzeit aus, auch viele schöne, interessante, gemeinsame Erlebnisse sind im Rucksack der Erinnerungen. Besonders begeistert berichten die Schüler immer wieder von den gemeinsamen Sprachexkursionen nach England, Irland, Frankreich und Spanien. Wer vom Fernweh gepackt wurde, konnte an Exkursionen nach China, Vietnam oder Südafrika teilnehmen, von denen die Schüler heute noch begeistert schwärmen.
Viele gemeinsame Klassenaktivitäten bereicherten den Schulalltag, nicht zuletzt die von den Schülern durchgeführten „Motto-Tage“ in ihrer allerletzten Schulwoche.
So recht wollen sie es selbst noch nicht glauben, dass die Schulzeit vorbei ist und ein wenig Wehmut ist schon dabei. Wir sind uns sicher, dass alle ihren eigenen Weg ins Leben finden werden, denn darauf wurden sie gut vorbereitet.
Am Ende bleibt auf beiden Seiten ein Gefühl der Dankbarkeit und des Stolzes, denn wir sind miteinander gewachsen.

Die heutigen Abiturienten zum Schulstart in Klasse 5 und kurz vor der ersten schriftlichen Abiturprüfung in der Aula des Europäischen Gymnasiums Meerane.


Das haben wir zusammen geschafft

von Ina Hertel, Klassenleiterin (Klasse 8-10)
Das sind sie nun, die Neuen. Prüfende Blicke aus zahlreichen Augenpaaren von Achtklässlern, die ihre neue Klassenlehrerin kennenlernen. Nach und nach stellt sich heraus, wo jeder so seine Ecken und Kanten aber auch sein Unverwechselbares hat. Ein Schüler, der immer gut drauf ist und einen mit seinem Lächeln ansteckt, eine Schülerin, die herrlich auf ihrem weißen Akkordeon spielt, eine Schülerin, die englische Literatur liest wie andere die Tageszeitung, eine Schülerin, die mit ihrem Sinn für Gerechtigkeit immer den Finger hebt, wenn etwas in der Klasse aus der Bahn läuft. So herrlich bunt und verschieden werden aus den großen Kindern Erwachsene.
Es gibt nichts Schöneres als Schüler dabei zu begleiten. Heute lachen wir über eine Note Drei in Fleiß, für die einst die Lehrerin am liebsten zum Mond geschickt wurde. Heute hat sich das ausgewachsen. Zwischendurch fiel der Groschen, dass das Selbsttun hilft, erwachsen zu werden.
Unvergesslich bleiben die Momente auf unserer Sprachreise nach Irland, als alle Jungen nachts bei 10 Grad in die irische See springen, wir im Stockdunkeln am Strand nach einem Schlüssel der Gasteltern suchen, wie rotwangige Jungs sich im Irish Dance versuchen und die Worte einer Schülerin: „Man, heute Morgen habe ich unter der Dusche sogar englisch gedacht!“. Bilder von Klassenfahrten bleiben im Kopf: vor dem Brandenburger Tor zur Klassenfahrt nach Berlin, alle erwartungsvoll im Theater des Westens zum „Schuh des Manitu“, unsere Flucht vor dem Regen auf dem Leipziger Hauptbahnhof oder das Woodstock-Feeling im Altenburger Theater.
Nach jeden Ferien waren sie ein Stück größer und reifer, mit jeder neuen Aufgabe konnten sie wachsen. Und wie typische Eltern macht man sich Gedanken darüber, ob sie dieses und jenes wohl schaffen und hat Bammel, wenn sie ganz selbstverständlich neben dem Schulstress noch die Fahrerlaubnis machen oder drückt die Daumen, wenn sie die Facharbeit schreiben.
Jetzt habt ihr eine wichtige Etappe geschafft! Das haben wir zusammen geschafft. Und nicht nur ihr seid gewachsen.


Wie alles begann…
Im September 2005 fing alles auf einer Etage in einem großen Schulhaus an, welches uns nicht allein gehörte. Es gab nur uns, die 5. Klasse und genau 6 Schüler in Klasse 10.
Nach zwei Jahren lief das staatliche Gymnasium im Hause aus, und plötzlich hatten wir enorm viel Platz, den es auszufüllen galt. Mit jedem Schuljahr kamen ein bis zwei neue Klassen hinzu, und somit waren wir mit 13 Jahren die ältesten Schüler.
Als „Ureinwohner“ der Schule hatten wir das große Ziel vor Augen, der erste Abiturjahrgang am „Europäischen Gymnasium Meerane“ zu werden.
Unsere Schulzeit verging wie im Flug, und schon sind wir mitten in unseren Abiturprüfungen.
Unter dem Motto „Westminster ABI, 12 Jahre warten auf die Krone“ verbrachten wir die letzten Schultage einerseits mit einer bunten und schrillen Mottowoche, aber andererseits auch mit stressigen Prüfungsvorbereitungen.
Dank unseres Schulleiters Herrn Kettner und seinem Kollegium stehen nun alle Zeichen auf Erfolg, und es scheint ein gelungener Abschluss zu werden. Neben den noch ausstehenden mündlichen Abiturprüfungen wird das letzte Problem werden, ein passendes Abikleid für das stilvolle Ambiente in der „Neuen Welt“ Zwickau zum diesjährigen Abiball zu finden, welcher der krönende Abschluss sein wird.
Nathalie


Ich bin stolz, zum ersten Abiturjahrgang zu gehören
Trotz des vermeintlichen Stresses, so z.B. die Vorbereitung auf Klassenarbeiten oder Klausuren, gab es für mich doch vorwiegend positive Momente während meiner Schulzeit.
Zunächst war der Lehrerwechsel ungewohnt, jedoch hatten wir nette Lehrer, die uns zielstrebig mit dem nötigen Wissen auf die Abiturprüfungen vorbereiteten und mit denen wir Spaß hatten.
Außerdem waren die Ausflüge und Klassenfahrten, z.B. nach Dublin, London und Paris, etwas ganz Besonderes und tolle Erlebnisse. Deshalb sind die Schuljahre der 8., 9. und 10. Klasse die besten für mich gewesen. Trotz geringerer Klassenstärke im Laufe der Jahre hatten wir eine schöne Zeit, viel Spaß und wir hielten als Klasse gut zusammen. Besonders vorteilhaft war für mich die Wohnortnähe zur Schule.
Ich bin stolz, dass ich im ersten Abiturjahrgang seit Bestehen des Europäischen Gymnasiums Meerane meine Schulausbildung absolvieren und beenden kann.
Andreas


In der Schule wird gelacht …
Nach 12 Jahren Schule steht das Abitur vor der Tür – oder besser gesagt – es ist schon fast abgeschlossen. Der Zeitpunkt, an dem man mit der Schulausbildung fertig ist und sich ins Berufsleben wagen wird, ist nah. Auch wenn man oft keine Lust hatte, das Wochenende hinter sich zu lassen und erneut in die Schule zu gehen, tat man es trotzdem, denn am Ende war es gar nicht so schlimm, wie man es Eltern und Freunde gerne glauben ließ.
Natürlich gab es viele Hausaufgaben zu erledigen, große Präsentationen und Aufsätze auszuarbeiten und für Arbeiten und Klausuren zu büffeln, aber man tat dies schließlich alles für sich, auch wenn das nicht zu jedem Zeitpunkt klar war und man den einen oder anderen Anstoß von den Eltern brauchte.
Ein großer Dank geht an unsere Lehrer, die fachlich überzeugten, viel für uns leisteten und immer ein offenes Ohr für uns hatten. Jederzeit konnten wir uns mit Fragen und Problemen an sie wenden. Sie waren jederzeit ansprechbar, freundlich und geduldig. Tauchten im Unterricht Fragen und Probleme auf, konnte man immer einen Fördertermin vereinbaren. Da die Lehrer meistens bis nachmittags in der Schule anzutreffen sind, konnte man fast immer einen zufriedenstellenden Termin finden. Der Unterricht hatte eine freundliche und offene Atmosphäre, mehrere Lehrer lockerten die Stimmung auch gern mit dem einen oder anderen Witz auf. Besonders Herr Baumgartl wusste mit seinen Kommentaren und Erklärungen die Klasse zum Lachen zu bringen. War man dem Lehrplan um ein paar Stunden voraus, zeigten Lehrer in einem der zwei Computerkabinette zum Lehrstoff passende Filme. Selbst für eine kleine Anzahl Schüler wurden Kurse und Unterrichtsfächer verwirklicht, so zählten wir im Geschichtsleistungskurs vier Schüler und im Französischunterricht nur drei.
Die Auslandsreisen stellten den unumstrittenen Höhepunkt des Schuljahres dar, besonders die Reise in der zehnten Klasse. Es galt zwischen verschiedenen Möglichkeiten eine zu wählen: Spanien, Frankreich, Vietnam oder Südafrika. Ich entschied mich für letzteres und somit für ein unvergessliches Erlebnis und den Höhepunkt meiner Schulzeit.
Till


<< zurück