Aktuelles (26.03.2013)

 

„Lauf Forrest, lauf!“

In 311 Tagen um die Welt


Am 18. März 2013 war der nunmehr weltbekannte Läufer Robby Clemens in der Stadtbibliothek zu Besuch. Hier präsentierte er eine hochspannende, nachdenkenswerte aber auch lustige Auswahl an Geschichten, Fotos und Filmaufnahmen während seiner Weltumrundung zu Fuß.
Dabei berichtete er seine ganz persönliche Geschichte, wie er nicht nur interessante Länder durchquerte und auf tolle Menschen traf, sondern auch, welch bewegender Moment ihn überhaupt in die Laufschuhe steckte: „Ich hatte mich als Geschäftsinhaber des Familienbetriebes verkalkuliert, setzte alles auf eine Karte, die leider die falsche war und so saßen nicht nur meine Eltern auf der Straße“, erklärte er den zahlreich erschienen Publikum. Das führte dazu, dass er einen exzessiven Lebensstil führte und fast am Alkohol gestorben wäre. „Mein Hausarzt machte mir klar, dass ich mich kümmern müsste, wenn ich nicht schon in jungen Jahren mein Leben beenden möchte.“ Das brachte ihn zum Nachdenken und so nahm er an einem Workshop über gesunde Lebensweise teil. Dort wurde er motiviert, es doch einmal mit dem Laufen zu probieren. „Mit 125 Kilogramm auf der Waage, brach ich nach meinen ersten 200 Metern im heimischen Stadion zusammen, doch ich wollte nicht aufgeben und probierte es immer wieder“, blickte er in diese aufregende Zeit zurück. So mühte er sich Tag für Tag ab, Meter um Meter zu schaffen, rührte keinen Tropfen Alkohol mehr an und fing an nach Trainingsplan zu laufen. „Ich war einfach nur noch glücklich und wollte das an andere weitergeben, also nahm ich schon ein Jahr später an Benefizläufen teil.“ Für ihn war fortan klar: „Laufen ist mein Leben!“ Das war 2001. Doch es sollte noch sieben Jahre dauern bis er zu seinem „Worldrun“ am 3. Januar 2007 aufbrach.
Mit einem Team an Ärzten und Physiotherapeuten an seiner Seite und einer langen Vorbereitungszeit konnte er sein langjährig gehegtes Ziel erreichen und durchquerte 27 Länder. Dabei schwankten die Temperaturen von Minus 17° bis plus 51°.
Auf dem Weg durch Death Valley geriet er körperlich an seine Grenzen und beinahe hätte er die Reise nicht fortsetzen können. Doch sein unbändiger Wille, ließ ihn nicht los und er zog die Laufschuhe wieder an.
„Es war nicht immer einfach, durch manche Länder zu kommen, aber ich habe mich immer an die Sitten und Gebräuche gehalten. Ich wollte den Menschen dort zeigen, dass ich sie achte und bekam viel menschliche Wärme zurück“, betonte er.
Und nach seinem zweistündigen Vortrag dankte auch das Publikum mit einem tosenden Applaus. Auch die Fachbereichsleiterin Kultur, Angelika Albrecht zeigte sich hocherfreut und wünschte dem Läufer für seine weiteren sportlichen Aktivitäten alles Gute.

Vor zahlreichem Publikum berichtete der Worldrunner Robby Clemens in der Stadtbibliothek von seinen Erlebnissen. Robby Clemens hat sich mit diesem Lauf einen lang gehegten Wunsch erfüllt.
 

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