Aktuelles (14.01.2011)

 

"Abriss verboten" - Künstler der IBUg stellen sich in der Galerie ART IN im Kunsthaus Meerane vor
Ausstellung bis 13. März 2011


Der Meeraner Künstler TASSO hatte vor einigen Jahren die Idee, ein Graffiti- und Street-Art-Event mit dem Namen IBUg - IndustrieBrachenUmgestaltung - in Meerane zu organisieren. Er wollte zeigen, dass Kunst von internationalem Niveau, in einem ganz speziellen, regionsbezogenen Rahmen, auch in einer Kleinstadt entstehen kann.
Seinem Aufruf sind seit der ersten IBUg2006 in der ehemaligen Ifa-Brache am Merzenberg insgesamt über 90 Künstler gefolgt. Aus Deutschland, aber auch aus Italien, Großbritannien, Polen, Tschechien, Korea, USA, Österreich und der Schweiz kamen Graffiti- und Streetart-Künstler nach Meerane, um hier jeweils zwei Wochen im Sommer an einer einzigartigen Veranstaltung mitzuwirken. In den leerstehenden Fabrikgebäuden konnten die Künstler ihrer Kreativität nachgehen, gaben der alten Industriearchitektur neues Leben.

TASSO (2.v.l.) und die Meeraner Schneidermeisterin Petra Lorenz mit weiteren IBUg-Künstlern.

 


In den vergangenen Jahren zog die IBUg immer mehr Besucher und die Aufmerksamkeit der Medien an und stieß sogar bei Architekten, Designern, Modellabels und der ausländischen Presse auf Resonanz.
Nun ist die IBUg in die Galerie ART IN ins Kunsthaus gekommen. Unter dem Motto "Abriss verboten" hat TASSO in Zusammenarbeit mit dem Meeraner Kunstverein die Graffitikünstler wieder nach Meerane gerufen. Über 25 stellen hier ihre Arbeiten aus und zeigen, was die Aktivisten der IBUg sonst so erschaffen.
Die Event-Wochenenden der IBUg, an denen die Öffentlichkeit eingeladen ist, stießen in den vergangenen Jahren stets auf eine sehr große Resonanz, kein Wunder also, dass die Vernissage zur Ausstellung "Abriss verboten" am Mittwochabend über 250 Besucher, darunter viele junge Leute, in die Galerie lockte, die hier eine abwechslungsreiche, nicht alltägliche, Vernissage erlebten.
Die Laudatio hielt Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer, der unter anderem die Aussage von TASSO's Bild "Über Kunst kann man geteilter Meinung sein" aufgriff. "Die IBUg, ein Festival urbaner Kultur, ist eine Erfolgsgeschichte. Die IBUg hat einen hohen ästhetischen Anspruch entwickelt, und ich bin sehr froh, dass wir sie auch 2011 noch einmal in unserer Stadt erleben werden", sagte er. Die IBUg 2011 wird im ehemaligen Palla-Textilwerk in der Gartenstraße stattfinden, informierte Professor Dr. Ungerer.

Die Organisatoren zeigten am Ende alle zufriedene Gesichter - über die gelungene Ausstellung, eine phantastische Vernissage und die vielen begeisterten Besucher. "Es ist einfach toll", sagte TASSO, der allerdings zugab, dass die Organisation der Bilder für die Ausstellung schwieriger war als die Organisation einer IBUg.
Viele der Arbeiten, darunter auch die von TASSO, sind direkt für die Ausstellung "Abriss verboten" entstanden, einige hatte TASSO auch in den vergangenen Jahren schon von verschiedenen Künstlern gesammelt, für eine eventuelle Ausstellung, die nun Wirklichkeit geworden ist.
"Abriss verboten", das gilt übrigens für das Kunsthaus, in dem die Ausstellung gezeigt wird. Die Brachen, in denen in den vergangenen Jahren die IBUg stattfand, sind z.T. schon abgerissen bzw. läuft der Abriss gerade. Aber das ist den Künstlern schon bei ihrer Arbeit immer bewusst. Graffiti wird daher manchmal auch als "Zerfallskunst" bezeichnet.

Öffnungszeiten der Galerie ART IN, Kunsthaus, Markt 1
Dienstag bis Donnerstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr (nicht feiertags)
sowie nach Vereinbarung

Die Vorsitzende des Meeraner Kunstvereins, Dr. Birgit Salzbrenner, begrüßte die Besucher. Die Laudatio zur Ausstellung hielt Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer.

Die Street-Art-Gruppe "Fraternitas" aus Altenburg.

Rebecca Klukas, Knut Kielmann und Band.
"The IBUg orchestra".
Galerieleiterin Barbara Zückmantel mit IBUg-Initiator TASSO.  
Über 250 Besucher erlebten die abwechslungsreiche Vernissage zur Ausstellung "Abriss verboten".
   

 

 

 

"Über Kunst kann man geteilter Meinung sein", meint TASSO. Dieses Werk hat er der Stadt Meerane geschenkt, es ist im Kunsthaus zu sehen.
   
   

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