Ausstellung

 

Ilona Langer zeigt Ausstellung „Fantasie <-> Nachdenken“ in der Galerie ART IN

Ausstellung bis zum 2. November 2008

Mit der Ausstellung „Fantasie <-> Nachdenken“ stellt sich die Chemnitzer Künstlerin Ilona Langer derzeit in der Meeraner Galerie ART IN vor.

Ilona Langer wurde 1941 in Chemnitz geboren. Nach einer Lehre und Tätigkeit als Gebrauchswerberin und einem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig arbeitete sie viele Jahre als Grafikerin am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt.
Freiberuflich künstlerisch tätig ist sie seit 1980. Mit der großflächigen intensiven Malerei, wie sie in der Ausstellung zu sehen ist, hat Ilona Langer erst 1997 begonnen.

Zur Ausstellungseröffnung am 10. September 2008 konnte der Vorsitzende des Meeraner Kunstvereins Prof. Dr. Wolfgang Zscherpel viele kunstinteressierte Besucher und auch die Künstlerin in der Galerie ART IN begrüßen.

Die einführenden Worte zur Ausstellung sprach Michael Goller, Maler aus Chemnitz, der mit den Besuchern einen Gang durch die Ausstellung unternahm.
„Im Ausstellungstitel treffen sich mit ‚Fantasie‘ und ‚Nachdenken‘ zwei Gegensätze, die sich im Gespräch mit Ilona Langer allmählich als rekursiver Prozess herausstellen. Die Fantasie als Fähigkeit, konkret Gesehenes und Erlebtes aufzunehmen und zu vermischen. Auf der anderen Seite steht für Ilona Langer das Nachdenken als rational gereinigte Schöpfung aus dem Fantasie-Urgrund“, sagte er in Bezug auf den Ausstellungstitel.
Michael Goller kennt Ilona Langer bereits seit einigen Jahren. „Ilona Langer findet. Sie findet materielles und nichtmaterielles. Mit mentaler Offenheit beobachtet sie die sich verändernde Außenwelt, schnappt auf, sammelt ein. Draht, Holz, Schlagzeilen, Statistiken. Die Dinge sind eine Tatsache. Sie bringen ihre Geschichte ins Atelier der Künstlerin und fordern sie ebenso heraus wie uns Betrachter, die wir vielleicht zum ersten Mal einem dieser Werke begegnen. Ilona Langer empfindet die eigenständige, bisweilen störrische Identität der entstehenden Werke und ist offen für deren Wünsche, gibt dem Werk eine Wendung, die vorher nicht abzusehen war. Deshalb gibt es auch nie konkrete Entwürfe im Atelier. Das Überraschende ist Bestandteil der Arbeit, die nicht das neugeborene Wesen einschränken will. Wie Meister Gepetto, der überrascht ist, als die geschnitzte Marionette plötzlich zu sprechen anfängt und er ihr den Namen Pinocchio gibt, so besiegelt auch Ilona Langer die neu gewonnene Identität durch die Verleihung eines Namens. So tragen viele Bilder Namen, wie etwa ‚David und Goliath‘“, beschreibt er sie und ihre Arbeit dem Publikum.

Ein zentrales Thema von Ilona Langer ist Freiheit. „Sie will mit ihrer Arbeit zeigen, wie frei man sein kann, trotz der manchmal ungünstigen vorgegebenen Lebensumstände. Freiheit war Diktaturen aller Art suspekt, wie Ilona Langer aus eigener Lebenserfahrung belegen kann und heute ist sie wichtiger denn je, wo der Mensch oft innerhalb wirtschaftlicher Zwänge lediglich funktionier“, sagt Michael Goller. Die Künstlerin selbst beschrieb es einmal so: „Freiheit heißt nicht nur Freiheit von, sondern auch Freiheit für und Freiheit mit.“

Die Ausstellung "Fantasie <-> Nachdenken" ist bis zum 2. November 2008 in der Galerie ART IN zu sehen.

Öffnungszeiten der Galerie ART IN, Marienstraße 22:
Dienstag bis Donnerstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

<< zurück