Ausstellung

 


„Alles ist immer Jetzt“

Ausstellung mit Arbeiten von S.O. Hüttengrund
bis 10. Januar 2009 in der Galerie ART IN

Das Ausstellungsjahr 2008 in der Galerie ART IN beschließt der Künstler Siegfried Otto Hüttengrund. Bis zum 10. Januar 2009 sind seine Arbeiten unter dem Ausstellungstitel „Alles ist immer Jetzt“ hier zu sehen. Zum dritten Mal nach 1987 – damals in der Galerie in der Stadthalle – und 1998 in der Galerie ART IN stellt Siegfried Otte Hüttengrund in Meerane aus.
Bereits die Eröffnung der Ausstellung stieß auf großes Interesse. Prof. Dr. Wolfgang Zscherpel, Vorsitzender des Meeraner Kunstvereins, konnte zahlreiche Besucher begrüßen, die Galerie – unter den Gästen auch der Künstler - war bis auf den letzten Platz besetzt.

„Das SEIN ist das Echo meiner Absichten und meine äußeren Imaginationen sind ein Spiegel inneren Reichtums; die Zukunft der Gegenwart liegt immer in der Vergangenheit“, zitierte Prof. Zscherpel den Künstler und stellte die wichtigsten Stationen seines Schaffens vor. 1951 in Hohenstein-Ernstthal geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet Siegfried Otto Hüttengrund noch heute in seiner Heimatstadt und in Hermsdorf. Die frühzeitige Begegnung mit seinem Lehrer und Förderer Heinz Tetzner hat seinen künstlerischen Werdegang nachhaltig geprägt.
Nach Beendigung des Abendstudiums an der Hochschule für Bildende Künste Dresden wandte er sich intensiv den graphischen Techniken, Radierung und Holzschnitt zu. Seine unverwechselbaren Arbeiten, allen voran seine Holzrisse, mit feinster Nadelritzung und perfektem handwerklichen Können herausgearbeitet, sind aus der Kunstszene der Region und darüber hinaus nicht mehr wegzudenken. Seine Bilder verbinden Menschen und Fabelwesen, zeugen von Erdverbundenheit, Urkraft und Mythos, von Vergehen und Werden. (Foto: Siegfried Otto Hüttengrund mit Sandra Großmann und Yvonne Weber von AMENTIA)

Die Laudatio zur Ausstellung sprach die Künstlerin Anja Elze, Hohenstein-Ernstthal.
„Siegfried Otto Hüttengrund nennt seine Ausstellung ‚Alles ist immer Jetzt‘, und meint damit nicht nur, dass Vergangenheit und Zukunft von flüchtiger Natur sind, ungreifbar, unhaltbar und nur das Jetzt so etwas wie einen Anschein von Gültigkeit oder Wahrhaftigkeit beanspruchen kann, sondern sagt mit seinem künstlerischem Werk auch insgesamt aus, dass der Mythos, welchen er sich zum zentralen Thema gemacht hat, ebenso im Hier und Jetzt präsent ist. All die Sagengestalten oder Archetypen haben nichts von ihrer Wirkungskraft verloren, wenn sie auch in manchen Kulturen stärker im Bewusstsein des Einzelnen, oder einer großen Gruppe von Menschen verankert waren. Heute erfahren wir Figuren wie Adam und Eva, Dante, Artemis, Lilith, Anima, Engelwesen durch die Sichtweise eines Künstlers, der sich der Reichhaltigkeit mythologischer, religiöser und tabuisierter Themen, bewusst ist, und diese auch gern und immer wieder darstellt, um sie damit ein wenig dem Schlaf des Vergessens entreißen zu können, daran zu erinnern, dass der Mythos lebendig ist, trotz aller Kritik an der vermeintlichen Schwere des Ceuvre des Bildschöpfers Hüttengrund“, führte sie aus und sagt zum Abschluss ihrer Laudatio: „Voll Achtsamkeit vor dem Augenblick verweben sich bei dem Künstler Siegfried Otto Hüttengrund Farbe und Form, Linie und Fläche, Sphärisches mit Infernalem, Tod und Schönheit, Traum mit erwachtem Bewusstsein. Die Figuren und Wesenheiten tanzen durch ein mythisches Universum, beflügelt vom Dasein, ohne Zeit und Raum, spielen mit Insignien des Ewigen und schweigen über die Ursprünge, des Woher und Wohin. Lächeln, wenn wir sie nach dem Gestern oder dem Morgen fragen: Alles ist immer Jetzt.“

Geöffnet ist die Galerie ART IN, Marienstraße 22:
Dienstag bis Donnerstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr.

Musikalisch begleitete die Gruppe AMENTIA – Sandra Großmann und Yvonne Weber – aus Altenburg/Leipzig (Foto rechts) mit mittelalterlicher Musik die Vernissage.
Siegfried Otto Hüttengrund, Barbara Zückmantel, Leiterin der Galerie (Foto links).

<< zurück