Ausstellung

 


„Die Zeit schreibt Konturen“

Ausstellung mit Werken von Frank Zaumzeil bis 30. Oktober in der Bibliothek

Bis zum 30. Oktober 2008 ist in der Stadtbibliothek Meerane, August-Bebel-Straße 49, die Ausstellung „Die Zeit schreibt Konturen“ mit Malerei des Künstlers Frank H. Zaumzeil zu sehen. Gestaltet wurde die Ausstellung im Rahmen der Kunst- und Literaturtage im Kulturraum Zwickau vom Meeraner Kunstverein mit Unterstützung der Stadt Meerane.

Zur Vernissage am 11. Oktober 2008, war auch der Künstler Frank Zaumzeil anwesend (im Bild rechts im Gespräch mit einem Besucher). Angelika Albrecht, die Leiterin der Bibliothek, begrüßte die zahlreichen Besucher und stellte den 1941 in Rotschau geborenen Künstler und seinen Werdegang kurz vor. Frank Zaumzeil besuchte die Mal- und Zeichenschule bei Prof. Carl Michel in Zwickau und absolvierte die Fachhochschule Schneeberg mit dem Abschluss als Diplomdesigner 1971. Bis 1996 war er als freiberuflicher Designer tätig. Aufgrund einer Krankheit ist Frank Zaumzeil aus dem Berufsleben ausgeschieden, seitdem wurde die Malerei zu einem lebenserfüllenden therapeutischen Effekt für ihn.

Barbara Zückmantel, die Leiterin der Galerie ART IN, führte in die Ausstellung ein. „Literatur und Bildende Kunst finden oft einen gemeinsamen Nenner. So braucht der Schriftsteller oder Dichter den Grafiker oder Maler, um gegebenfalls seine Bücher illustrieren zu lassen. Aber es kann auch umgekehrt sein und der Bildende Künstler sucht für seine Illustrationen die richtigen Worte und findet dann meist den Dichter oder Lyriker. Frank Zaumzeil hat für diese Ausstellung ganz bewusst Arbeiten ausgewählt, die einen Bezug zur Literatur oder zu den aktuellen Themen unserer Zeit haben“, erklärte sie und fügte hinzu. „Viele seiner Bilder sind Ergebnisse einer Wanderung ins Ungewisse, sind eine Interpretation innerer Sichtweisen. Seine Bilder zwingen den Betrachter, näher hinzusehen. Er kann nicht alles sofort überschauen, er muss suchen, sich darauf einlassen.“

Der Künstler selbst erklärt seine Bilderwelt so: „Meine Bilder sind Reflexionen aus dem Unsichtbaren und daraus hervorgehenden Lichtern einer Offenbarung meiner Erlebniswelt. Der Gedanke an eine Einflussnahme auf den Betrachter meiner Bilder gibt mir die Kraft, nicht ohne Reflexionen den Kampf zwischen Seele und Realität auszudrücken. Diese Bilder – geprägt von Architektur, Mensch, Begegnung und Natur – lassen schöpferische Aktivitäten zum Mit- und Nachdenken über Inhalt und Aussage aufkommen. Es ist eine Loslösung von der Idealisierung realistischer Bildvorstellungen. Der künstlerische Prozess ist eine Seelenwanderung ins Unbekannte. Es geht mir darum, dass der Betrachter meiner Bilder mit dem eigenen Spürsinn nachempfinden kann. Besinnliche Werte der Gesetzmäßigkeiten sind Maßstab im Miteinander ästhetischer Berührungspunkte zum Erfassen meiner Ausdrucksform. Die formellen und bildhaften Darstellungen sind Ausdruck einer Erlebniswelt mit Licht und Schatten. In meiner malerischen und grafischen Darstellung liegt ein Spannungsfeld lyrischer und dramatischer Bildwelten. Die visuelle Widerspiegelung zeitlicher, weltlicher, geschichtlicher und auch mythologischer Themen ist Ausgangspunkt meiner Arbeiten.“

"Die Exoten kommen" (2007)                                                                   "Närrisches Treiben " (2006)

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